Choose (2011)

OT: Choose - 100 Minuten - Krimi / Drama / Horror / Thriller
Choose (2011)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: 20.09.2011 - Blu-ray-Start: 20.09.2011
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Filmkritik zu Choose

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Wenn auf einem DVD Cover der Satz „Vergesst SAW, jetzt kommt CHOOSE“ recht sichtbar angebracht ist, darf man schon etwas skeptisch werden. Wirklich herausragende Filme, haben es wohl eher nicht nötig, sich mit vorangegangenen Werken zu vergleichen. Tatsächlich hat das Erstlingswerk von Marcus Graves, einige Parallelen zu Wan’s Start einer Franchise- Horror- Reihe, ob Choose jedoch jemals diesen Kultstatus erreichen wird, ist mehr als fraglich.
 
Eine Stadt in Angst  - ein sadistischer Serienmörder treibt sein Unwesen und stellt seine Opfer immer vor eine furchtbare Entscheidung. Ein Kind muss wählen: soll Vater oder Mutter überleben, ein Pianist muss sich für das Gehör oder die 10 Finger entscheiden, ein Model muss Augen oder Schönheit lassen. ..An jedem Tatort wurde ein eigenartiges Symbol hinterlassen und die städtische Polizei steht am Anfang eines grausamen Rätsels.
Journalismus- Studentin Fiona Wagner (Katheryn Winnick) nimmt den Fall nicht nur durch die Ermittlungen ihres Vater (Kevin Pollak),sondern vor allem durch die Medien wahr. Bald muss sie feststellen, dass der Killer zu ihr Kontakt aufnimmt, und dass er beteiligt am Selbstmord ihrer Mutter ist. Die Fragen sind nur: Wer macht so etwas und vor allem: warum?
 
Choose versucht bewusst zu 90% des Films nicht wie ein Erstlingswerk oder eine knapp budgetierte Horrorproduktion zu wirken. Bis zu den letzten 10 Minuten des Films, geht diese Strategie auch ohne Weiteres auf. Der interessante Charakter des unbekannten Mörders und nicht zuletzt seine perversen Motive, schaffen es tatsächlich den Zuschauer zu unterhalten und dessen Identität enthüllt sehen zu wollen. Auch die großteils unbekannten Schauspieler bemühen sich sichtlich, und passen sich der soliden Leistung ihrer bekannteren Kollegen wie Kevin Pollak oder Bruce Dern außerordentlich an.

Bis kurz vor Schluss, nimmt man tatsächlich an, einem tadellosen Horrorthriller zu folgen, der kurzweilig unterhält und genug an Spannung aufbauen kann. Leider dürfte Regisseur Graves gerade in dem so wichtigen Schlussteil die Energie und der Ideenreichtum ausgegangen sein. Während man sich ein fulminantes, spannendes Ende, inklusive verstörender Mörderenthüllung und blutigem Endkampf vorstellt, sieht es das Drehbuch unverständlicherweise so vor, die Geschichte und des Mörders‘ Motive in einem laschen fünf- minütigen Monolog aufzuklären und alles abrupt beenden zu wollen. Besonders bitter bleiben einem die letzten fünf Szenen in Erinnerung, welche nun ohne Zweifel die Unerfahrenheit des Filmteams und die Schwächen des Drehbuchs zeigen.
 
Fazit:
Choose ist ein Horrorthriller mit einer sehr spannenden Idee und einer fast anstandslosen Umsetzung davon. Wenn jedoch genau das so wichtige Ende eines mörderischen Rätsels dermaßen lieblos und ohne bleibenden Eindruck den ganzen Film ins Dilettantische zieht, bleibt am Ende nur der Schluss, dass es sich um einen gut gemeinten, jedoch erfahrungslos umgesetzten Durchschnitts- Horrorthriller handelt, der zu mehr als einem spannenden DVD Abend nicht fähig ist. Schade, da wäre mehr drin gewesen!
 
Wertung:
6/10 Punkte
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Ø Wertung: 5.5/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 2
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