Rush Hour

OT: -  97 Minuten - Action / Komödie
Rush Hour
Kinostart: 25.03.1999
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Rush Hour

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Nach dem eher misslungenen „Money Talks“ sollte Regisseur Brett Ratner („Red Dragon“, Rush Hour 2“) mit „Rush Hour“ der Hit gelingen, der ihn in Hollywood etablierte. Sein Budget von 35 Millionen spielte der Film viermal wieder ein, was ihn zu einem der größten Abräumer des Kinojahres 1998 machte. Dabei ist Ratner gar kein sonderlich begnadeter Regisseur, sondern einfach ein Mann der gut kopieren kann, ohne einen eigenen Stil zu entwickeln. Seine Folgefilme sollten das zeigen. Wie er allerdings kopiert, dass ist nicht ganz ohne.

Seit „48 Hrs.“ und „Lethal Weapon“ fällt niemanden etwas Neues zum Thema Buddymovie ein und so hält auch Ratner an Bewährtem fest: Gegensätze ziehen sich an. Die heißen in diesem Fall James Carter (Chris Tucker, „Money Talks“, „The Fifth Element“) und Lee (Jackie Chan). Der eine ein Bulle aus Amerika, der andere ein Gesetzesvertreter aus Hongkong. Zwei völlig unterschiedliche Mentalitäten treffen aufeinander und das soll dank Vorurteilen und Verständnisschwierigkeiten für reichlich Lachmuskelzündstoff sorgen.

Da ist der Plot um das in Amerika entführte Kind des chinesischen Konsuls Han, schnell zur Nebensache degradiert, um das ungleiche Duo in den Mittelpunkt zu rücken. Zugegeben, die Chemie zwischen den beiden stimmt und das Rezept geht auf. Während der ewig plappernde Tucker für den Wortwitz zuständig ist, darf Jackie Chan mit seinen akrobatischen Einlagen glänzen. Nun, ich mochte keinen der beiden bisher besonders. Daran hat sich nach diesem Film nichts geändert, aber Chans Körpereinsatz muss einfach honoriert werden. Was er hier an Kampfeinlagen und Stunts abzieht, traut sich ungedoubelt sonst keiner in Hollywood. Tucker müht sich mit seiner großen Schnauze derweil nicht zu blass auszusehen, rutscht dabei nur leider in die Eddie-Murphy-Nervschiene, so dass nur ein Drittel der Witze aus dem Plappermaul auch ihr Ziel finden.

Actionmäßig hat „Rush Hour“ nur Konventionelles zu bieten – sieht man mal von Jackie Chans erstklassigen Einlagen ab. Am besten sind noch die Szenen, in denen das ungleiche Paar sich notgedrungen zusammenraufen muss, um den Bösewichten ordentlich einzuheizen und eins auf die Zwölf zu geben. Zum Schluss darf es dann auch etwas ausarten, aber weder die Shootouts, noch Chans Rutschpartie wollen da ein „Boaaaaaaaaaaa“ entlocken. Dafür bleibt Ratner zu gediegen. Vielleicht war angesichts des Budgets auch nicht viel mehr zu holen.

Fazit:
Das Skript offenbart logische Defizite, was in Anbetracht des Genres aber kein Beinbruch ist. Da die Mixtur hier stimmt, Chan souverän den überraschenden Fremdling mimt und Tucker seinen Wortwitz beibehält, können Freunde von Buddymovies hier beruhigt zugreifen. Für die Klasse von „Lethal Weapon“ reicht es dann aber hinten und vorn nicht. Dazu fehlen ihm die erstklassigen Actioneinlagen, sympathische Charaktere (die nicht nur oberflächliche Hampelmänner abgeben) und ein spannendes Skript. Simple Mainstreamunterhaltung, ohne gravierende Schwächen und Stärken – eben ein Film für zwischendurch, den man nicht bereut.

Wertung:
6/10 Punkte

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