![]() ![]() Eine offene Rechnung OT: The Debt Regie: John Madden Darsteller: Sam Worthington, Helen Mirren, Jessica Chastain, Ciarán Hinds, Tom Wilkinson, Marton Csokas, Jesper Christensen, Adar Beck, Nitzan Sharron, Romi Aboulafia Filmstart: 23.09.2011 | Laufzeit: | Drama-Thriller |
Im Jahr 1997 veröffentlicht die engagierte Journalistin Sarah Gold (Romi Aboulafia) ein Buch, das sie über jene Ereignisse geschrieben hat, die ihrer eigenen Mutter Rachel Singer (jung: Jessica Chastain, alt: Helen Mirren) in den 60er Jahren wiederfahren sind: Gemeinsam mit David (jung: Sam Worthington, alt: Ciarán Hinds) und Stephan (jung: Marton Csokas, alt: Tom Wilkinson) arbeitete sie damals für den israelischen Geheimdienst Mossad und sollte in Berlin einen ehemaligen Nazi-Arzt, den „Chirurgen von Birkenau" Dieter Vogel (Jesper Christensen) aufspüren und entführen, damit man ihm in Israel den Prozess machen kann. Die Entführung glückt zwar, doch da der Plan zur Flucht misslingt müssen sich die drei mit ihrer Geisel in Berlin verstecken - und während eines Fluchtversuchs muss Rachel schließlich Dieter Vogel erschiessen. Doch im Jahr 1997 holt sie ihre Vergangenheit wieder ein...
Erst nach einer gewissen Zeit schafft es Regisseur John Madden die Rechtfertigung für diese doppelte Erzählung zu liefern, aber bis es schließlich so weit ist, ist es natürlich längst zu spät und man hat sich über weite Strecken des Films bereits reichlich gelangweilt. Natürlich macht der Aufbau der Geschichte rückblickend durchaus Sinn, aber wenn man sich direkt in der Erzählung befindet wirkt diese lediglich übertrieben redundant und teilweise sogar merkwürdig verworren. Es fehlt dem Film auch an der Handschrift eines Regisseurs, der das Ruder fest in der Hand hält und weiß wohin die Reise gehen soll.
Als problematisch erweist sich auch die Tatsache, dass der Film es nie schafft sich wirklich zu positionieren: Zwar wird versucht die Geschichte spannend zu erzählen, doch das funktioniert nicht wirklich. Doch abgesehen von dieser Ebene, wird auch gar nicht versucht alternative Anreize zu bieten: Die Figuren werden nie wirklich im Detail erörtert, sodass man sich für sie interessieren würde - und dass obwohl sie eigentlich reichlich Leinwandzeit bekommen - und über die Nachkriegszeit und den aufkommenden Agentensumpf hat Eine offene Rechnung ebenfalls erschreckend wenig zu berichten. Somit gibt es auch keinen wirklichen Grund sich den Film anzusehen - auch wenn er nicht völlig versagt, sondern nur im unbefriedigenden Mittelfeld hängen bleibt.
Fazit:
Eine offene Rechnung ist ein eher mauer Film, der weder besonders spannend ist, noch ansonsten wirklich etwas Neues oder Aufregendes zu bieten hätte. Die Figuren werden lediglich oberflächlich betrachtet, über seine Zeit und die interessanten politischen Entwicklungen hat der Film ebenfalls wenig zu sagen und selbst der eigentlich sehr gute Cast kann nicht wirklich glänzen. Zwar ist Eine offene Rechnung kein völliger Fehlschlag, aber der Film schafft es auch nie mehr als mittelmäßiges semi-anspruchsvolles Kino zu bieten, da er sich nie entscheiden kann was er nun eigentlich sein will.
Wertung:
5/10 Punkte
20.09.2011 - Eine offene Rechnung - Deutscher Trailer
26.09.2008 - The Debt - Helen Mirren in John Maddens Kriegsdrama!

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