Die Einsamkeit der Primzahlen (2010)

OT: La solitudine dei numeri primi - 118 Minuten - Drama
Die Einsamkeit der Primzahlen (2010)
Kinostart: 07.10.2011
DVD-Start: 05.03.2012 - Blu-ray-Start: 05.03.2012
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Filmkritik zu Die Einsamkeit der Primzahlen

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Alice (Arianna Nastro) humpelt seit einem Skiunfall. Das führt dazu, dass sie in der Schule gehänselt wird und ihre Kindheit nicht gerade von Freude durchzogen ist. Leidglich bei der beliebten und hübschen Viola (Aurora Ruffino) bahnt sich eine Art Freundschaft an. Doch als sich Alice auf einer Party für den schüchternen aber hochbegabten Mattia (Vittorio Lomartire) interessiert, beendet Viola aus Eifersucht die Freundschaft. Jahre später sind Mattia und Alice ein Paar, doch beide haben sie ihre Last aus der Vergangenheit zu tragen....

Die Einsamkeit der Primzahlen ist ein teilweise konfuser und äußerst mühseliger Film. Regisseur Saverio Costanzo hat sichtlich Mühe die verschiedenen Ebenen zu einem halbwegs kohärenten Film zusammenzufügen - genauer gesagt gelingt ihm dies in keiner Sekunde. Zwar schafft er es visuell durchaus die zeitlich voneinander getrennten Storyfäden zu verknüpfen, aber trotzdem fügt sich das alles nie so wirklich zusammen. Gerade, da man sich so bemüht hat zu verhindern, dass der Film in einzelnen Episoden zerfällt, wirken die Zeitebenen des Films an manchen Stellen etwas verwirrend.

Hinzu kommt, dass der Film scheinbar von sich selbst sehr überzeugt ist einige schockierende Offenbahrungen parat zu halten, die in Folge genüsslich nach hinten verschoben werden. Das Problem ist nur, dass man als Zuseher die Auflösungen schon länger ahnt und deshalb an vielen Stellen etwas gelangweilt ist von der Verzögerungstaktik des Films. Auch wirken die Figuren an vielen Stellen leider sehr unnahbar, sodass eine gewisse Distanz zwischen dem Publikum und der Geschichte des Films entsteht, die es leider schwierig macht auf emotionaler Ebene eine Verbindung aufbauen.

Schade ist dies insofern, da die Darsteller ihre Sache durchaus solide machen, und Die Einsamkeit der Primzahlen besonders auf musikalischer Ebene einige positive Überraschungen bereit hält. Aber dies reicht natürlich nicht um den Film wirklich weiterempfehlen zu können. Denn es fehlt am gewissen Etwas, Die Einsamkeit der Primzahlen schafft es nie seine Geschichte wirklicht berührend zu erzählen und auf Grund des etwas konfusen Aufbaus entstehen auch viele langatmige Szenen, die doch sehr an den Nerven zehren. Empfehlenswert bleibt der Film nur für äußerst geduldige Zuseher, die sich für das Thema der Geschichte interessieren, alle anderen können sich einen Kinobesuch getrost sparen.

Fazit:
Die Einsamkeit der Primzahlen ist ein recht konfuser und emotional wenig überzeugender Film, der seine Geschichte leider viel zu bemüht vorträgt ohne dabei jemals wirklich einen Punkt zu erreichen an dem sich all die Facetten zu einem vollständigen Kunstwerk zusammenfügen. So bleibt der Film recht zerstückelt und steuert auf einen Höhepunkt zu, den man leider schon an einem Punkt erahnen kann, an dem die Filmemacher scheinbar immer noch vom Überraschungswert überzeugt sind und deshalb alles viel zu sehr in die Länge ziehen. Sehr geduldige Zuseher können einen Versuch wagen, aber wirklich empfehlenswert ist Die Einsamkeit der Primzahlen nicht.

Wertung:
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Ø Wertung: 4/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 1
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Liste von mausmaus
Erstellt: 11.11.2013