Sommer in Orange (2011)

OT: Sommer in Orange - 110 Minuten - Komödie
Sommer in Orange (2011)
Kinostart: 02.09.2011
DVD-Start: 20.01.2012 - Blu-ray-Start: 20.01.2012
Will ich sehen
Liste
12980
Bewerten:

Filmkritik zu Sommer in Orange

Von am
1980: Eine Gruppe Bhagwan Anhänger beschließt aus Berlin wegzugehen und sich im bayrischen Talbichl niederzulassen. Die junge Mutter Amrita (Petra Schmidt-Schaller) verfällt völlig dem unbeschwerten, lockeren Hippie-Leben, während ihre Tochter Lili (Amber Bongard) das Anderssein schön langsam satt hat. Sie wäre lieber wie ihre Klassenkameraden und versucht deshalb sich in die Dorfgemeinschaft zu integrieren. Auch mit Amritas “Freund” Siddharta (Georg Friedrich) gibt es Probleme: Denn das Konzept der offenen, freien Lieben scheint sich nicht wirklich mit einer Partnerschaft verbinden zu lassen...

Marcus H. Rosenmüller inszeniert mit Sommer in Orange einen etwas eigenwilligen Film, der es nicht immer leicht macht zu verstehen was die Filmemacher denn nun eigentlich erreichen wollten. Zwischen den Zeilen lässt sich immer wieder erahnen, dass man hier keine einfache Komödie drehen wollte, die nur hinter dem nächsten Gag herhechelt, aber insgesamt betrachtet schafft es der Film auch nie wirklich in die Tiefe zu gehen und diesen angedeuteten Mehrwert auch zu liefern. Das führt aber leider dazu, dass zwischen den gelungenen, witzigenen Momenten immer wieder reichlich viel Zeit vergeht und der Film ansonsten reichlich platt und oberflächlich ausgefallen ist.

Im Kern des Ganzen steckt nämlich nur eine relativ simple Culture-Clash Komödie, die mit billigen Klischees und recht grob umrissenen Figuren arbeitet. Auch die Konflikte des Films sind im Prinzip nur ganz einfach zusammenkonstruierte Geplänkel die jede Finesse vermissen lassen: Während die Mutter ein ganz und gar “offenherziger” Hippie ist, fühlt sich die Tochter mit den Regeln der Gesellschaft wohler - gerade das will ihr aber die Mutter ironischerweise verbieten. Das ist im Prinzip nur ein recht einfacher Versuch die Hippie-Logik ad absurdum zu führen, was in gleichem Maße auch für den Liebeskonflikt mit Siddharta und die allzu klischeehafte Auseinandersetzung mit dem strengen, bayrischen Bürgermeister gilt. Das ist aber leider alles reichlich platt und schafft es nicht wirklich für Spannung oder Emotionen zu sorgen.

An manchen Stellen schafft es der Film zwar durchaus zum Schmunzeln anzuregen - besonders Georg Friedrich gelingt es mit seiner Darbietung humoristische Eckpfeiler zu setzen - aber insgesamt fehlt es leider an allen Ecken und Enden. Sommer in Orange plätschert solide vor sich her, schafft es aber weder in die Tiefe zu gehen, noch besonders gut zu unterhalten und bleibt deswegen auch ein Film auf den man gerne verzichten kann. Denn leider ist Marcus H. Rosenmüller nicht besonders viel eingefallen um auf etwas kreativere Weise die Problematiken eines solchen "freien" Lebens auf die Schippe zu nehmen - ansehen muss man sich das Ganze also eher nicht.

Fazit:
Sommer in Orange ist eine etwas träge und simpel gestrickte Komödie, die zwar stets erahnen lässt, dass die Filmemacher hier vielleicht etwas mehr wollen, als bloß zu unterhalten, aber dieses Versprechen kann der Film leider nie einlösen. Die Figuren sind allesamt wandelnde Klischees, die Konflikte des Films wirken wenig prickelnd und letzten Endes macht man es sich viel zu einfach. Es fehlt an kreativen Einschüben und wirklich gelungenen Ideen. So plätschert die Geschichte auf akzeptablem Niveau vor sich her und sorgt für unterdurchschnittliche Unterhaltung. Ansehen muss man sich das nicht wirklich.

Wertung:

4/10 Punkte
Filmering.at
Community
Ø Wertung: 4/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 1
10 /10
0%
9 /10
0%
8 /10
0%
7 /10
0%
6 /10
0%
5 /10
0%
4 /10
100%
3 /10
0%
2 /10
0%
1 /10
0%
Vielleicht interessiert dich auch
Keine Empfehlungen gefunden!
Der Film ist in diesen Listen
Keine Listen gefunden!