![]() ![]() What a Man OT: What a Man Regie: Matthias Schweighöfer Drehbuch: Matthias Schweighöfer, Doron Wisotzky Darsteller: Sibel Kekilli, Matthias Schweighöfer, Elyas M'Barek, Mavie Hörbiger, Paul Alhäuser, Nora Jokhosha, Gregor Schlattmann, Cornelia-Claudia Goossens, Joel Federico Laczlò Wüstenberg Filmstart: 11.11.2011 | Laufzeit: | Komödie-Romanze |
Nach der Trennung seiner langjährigen, zickigen Freundin Carolin (Mavie Hörbiger), die Alex (Matthias Schweighöfer) mit dem durchtrainierten Nachbarn Jens (Thomas Kretschmann) betrogen und schließlich auch für diesen verlassen hat, bricht für den jungen Volksschullehrer eine Welt zusammen. Zuflucht findet er bei seiner chaotischen, aber liebenswerten Freundin Nele (Sibel Kekilli), die ihm eine tröstende Schulter und eine vorrübergehende Bleibe bereitstellt. Auch Alex‘ bester Freund Okke (Elyas M’Barek) steht ihm unterstützend zur Seite und versucht ihn davon zu überzeugen, dass er mehr Erfolg in der Frauenwelt hätte, wenn er dem gängigen Macho-Klischee eines Mannes entsprechen würde. Zunächst will Alex nicht so recht an die These seines Freundes glauben, lässt sich dann jedoch trotzdem auf diverse „Männer-Coachings“ ein. Nachdem sämtliche Versuche, den testosterongeladenen Mann in sich zum Vorschein zu bringen, scheitern und auch das freundschaftliche Verhältnis zu Nele intimer wird, stellt sich für Alex die Frage, ob er wirklich zu wenig Mann ist oder die Frau, die ihn um seiner selbst willen liebt, bisher nur nicht erkannt hat.
In der Romantikkomödie punktet Matthias Schweighöfer als etwas unbeholfener Softie mit gewohnten Charme und Witz, auch wenn die Gags und Situationen teilweise übertrieben und des Öfteren nicht unbedingt auf hohem Niveau angesiedelt sind, wenn Alex, zwischen Dildos und diversem Sexspielzeug im Schrank, seine Ex-Freundin beispielsweise beim Vorspiel mit dem Neuen beobachten muss. Natürlich werden in What a Man zusätzlich diverse Rollenklischees bedient, von der überempfindlichen, zickigen Ex-Freundin bis zum vermeintlichen Frauenversteher und Machokumpel, allerdings hat der Film getreu seiner Thematik hier einen weiten Spielraum, indem er Überspitzung und Übertreibung manchmal fast schon verlangt. Auch die Geschichte der Handlung ist nicht unbedingt originell und die Annäherungen zwischen Alex und Nele sind ebenso vorhersehbar. Gegen Ende kommt es dann wie es kommen muss zu einem dramatischem Höhepunkt, wenn Alex seiner neu entdeckten Liebe Nele zum Flughafen nachreist und sich entscheidet, ob die Liebe der beiden doch noch eine Chance erhält.
Neben Schweighöfer ist auch der restliche Cast mit Sibel Kekilli, die 2004 mit der Hauptrolle in Gegen die Wand von Faith Akin den Deutschen Filmpreis erhielt und hier nun erstmals in einer Komödie zu sehen ist, Elyas M’Barek (Zeiten ändern dich, 2010) sowie Mavie Hörbiger (Kottan ermittelt: Rien ne va plus, 2010) und Thomas Kretschmann (Wanted, 2008) hochkarätig besetzt, wodurch der Film trotz der vorhersehbaren Handlung und der teilweise seichten bzw. gezwungenen Komik, für ein unterhaltsames Filmerlebnis sorgt.
Fazit:
Neben der Hauptrolle des Softies Alex, der sich nach der Trennung von seiner Freundin der Frage nach dem Idealbild eines Mannes gegenübersieht, übernimmt Schauspieler Matthias Schweighöfer in What a Man auch Regie und die Rollen des Co-Autors und -Produzenten. Als Romantikkomödie bietet der Film zwar eine Mischung aus Witz, Charme und Gefühl, vor allem die Gags wirken allerdings stellenweise übertrieben und absurd. Als durchaus gewollte Reihung von überspitzten Rollenklischees bringt der Film aber dennoch oder vielleicht gerade deswegen genügend Spaß, um die Vorhersehbarkeit der Handlung zu überlagern und als Komödie mit Unterhaltungsfaktor zu funktionieren.
Wertung:
6/10 Punkte

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