![]() ![]() Was du nicht siehst OT: Was du nicht siehst Regie: Wolfgang Fischer Drehbuch: Wolfgang Fischer Darsteller: Bernhard Baron Boneberg, Bibiana Beglau, Alice Dwyer, Frederick Lau, Andreas Patton, Ludwig Trepte Filmstart: 15.07.2011 | Laufzeit: | Thriller |
Anton (Ludwig Trepte) ist 17 und hat die üblichen Teenie- Probleme: Anstatt mit seinen Freunden (wenn er welche hätte) Party zu machen und abzufeiern, fährt er mit seiner Mutter (Bibiana Beglau) und deren neuem Freund Paul (Andreas Patton) in den Urlaub nach Frankreich. Zwar ist der Ersatzpapa ihm nicht unbedingt unsympathisch, aber lieber wäre ihm freilich, wenn sein richtiger Vater hier – und vor allem noch am Leben – wäre. Glücklicherweise lernt er bald zwei Jugendliche in der idyllischen Nachbarschaft kennen – eine freudige Abwechslung zum langweiligen Familienalltag. So richtig geheuer sind ihm David (Frederik Lau) und Katja (Alice Dwyer) dann aber doch nicht, immer mehr eigenartige Geschehnisse passieren, Davids Hang zur latenten Gewalt wird immer sichtbarer und das aufkeimende Interesse an Katja führt auch nicht gerade zu mehr Harmonie. Es muss erst der Familienhund sterben, bis Anton erkennt, dass diese neue Bekanntschaft alles andere als freundschaftlich enden wird...
Wolfgang Fischers Erfahrungslosigkeit was kinotaugliche Spielfilme anbelangt, merkt man vor allem im Drehbuch und dessen Umsetzung: die Dialoge sämtlicher Schauspieler wirken hölzern, aufgesetzt und vollkommen unrealistisch. Ein Familiengespräch während dem gemeinsamen Abendessen wirkt wie eine Unterhaltung ferngesteuerter Roboter, die in ihrer Festplatte weder Gefühle noch rationale Reaktionen eingespeichert haben. Insofern wirken selbstverständlich auch sämtliche Handlungen aller Akteure in keinster Weise nachvollziehbar, was aus einigen Charakteren nahezu schizophrene Individuen macht, die in der einen Szene aufgelöst aus dem Bild laufen und in der nächsten Szene himmelhochjauchzend ein Gesellschaftsspiel spielen.
Fazit:
Was du nicht siehst ist eine schlechte Kopie von Hanekes Funny Games mit einem laienhaften Drehbuch und einer noch laienhafteren Umsetzung davon. Dank bereits dagewesenem Konzept, wirkt der gesamte Film vorhersehbar und abgeklatscht – noch dazu mit vollkommen unverständlichen Metaphern und hölzernen Dialogen. Eines ist sicher: Wolfgang Fischers Spielfilmdebut wird kein Hit an den Kinokassen und ein neuer Tom Tykwer oder gar Haneke wird er so schnell auch nicht werden. Aber wie heißt es so schön im englischen Volksmund: No one masters anything without hard work. Oder um es mit den Worten Yoda’s zu sagen: Du noch viel lernen musst, junger Regisseur!
Wertung:
4/10 Punkte
08.07.2011 - Was du nicht siehst - Deutscher Trailer
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