![]() ![]() The Ward OT: John Carpenter's The Ward Regie: John Carpenter Drehbuch: Michael Rasmussen, Shawn Rasmussen Darsteller: Amber Heard, Mamie Gummer, Danielle Panabaker, Laura-Leigh, Lyndsy Fonseca, Jared Harris, Sydney Sweeney Filmstart: 16.12.2011 | Laufzeit: | Horror-Thriller |
Als ein altes Farmerhaus von Kristen (Amber Heard), eine verzweifelte junge Frau, in Brand gesetzt wird, bringt sie die Polizei in das North Bend Psychiatric Hospital. Sie erwacht auf einer Sonderstation mit vier ähnlich unausgeglichenen und unberechenbaren Mädchen: Sarah, eine kokette und freche Besserwisserin; Iris, eine sensible und begabte Künstlerin, die versucht, sie willkommen zu heißen; Emily, eine rücksichtslose aber verspielte Außenseiterin; und Zoey, die sich hinter einer kindlichen Fassade und ihrem geliebten Stoffhasen versteckt. Kirstens Therapeut, Dr. Stringer (Jared Harris), versucht die Ursachen ihres Zusammenbruchs freizulegen, jedoch sträubt sie sich trotz seiner ruhigen und verständnisvollen Art gegen jeden Versuch, ihr zu helfen und sie zu rehabilitieren. Leider ist die Anstalt nicht die Zufluchtsstätte, die sie vorzugeben scheint. Kristen beginnt merkwürdige Begegnungen mit einem schemenhaften Phantom zu haben, das durch die Flure wandert, wenn die Station nachts geschlossen wird. Entschlossen und neugierig sucht sie nach Informationen über frühere Patienten und ist bald davon überzeugt, dass niemand die Station jemals lebend verlässt...
Zum einen punktet The Ward mit einem sehr stimmigen Licht und den, mit der Amnesie der Protagonistin korrespondierenden, klug eingesetzten Auf- und Abblenden. Amber Heard liefert eine solide Leistung ab und kann durchaus überzeugen. Ebenso Jared Harris, der als undurchsichtiger Arzt die Klinik zusammenhält. Mit seinem britischen Akzent und der reduzierten Mimik bleibt er lange im Dunkeln. Er ist kaum einschätzbar zu welcher Seite er gehört und ist damit der einzige Faktor von The Ward, der ein wenig Suspense erzeugt. Die Chemie zwischen den Schauspielern scheint aber in einem Zimmer ans Bett gefesselt worden zu sein. Heards relativ unbekannte Kollegen schaffen es nicht ihren Charakteren leben einzuhauchen. Ihre farblos anmutende Laiendarstellung wird von einem Skript potenziert, das den Schauspielern, frei von jeglicher Darstellungsfreiheit, klischeebehaftete Betonklötze an die Beine kettet.
In der Heilanstalt dürfen die Korridor-Einstellungen natürlich nicht fehlen. Carpenter füllt seine monotonen Kamerafahrten mit häufigem (Blitzlicht) Gewitter. Beim ersten Mal wirkt das Ganze noch stimmig. Wenn es aber dauernd blitzt während die Kamera die schaurigen Korridore hinunter fährt, bleibt die Wirkung aus. The Ward funktioniert außerdem auch als Schocker nicht. Die Schockeffekte sind zwar vorhanden, in der Ausführung ist zum einen das Timing von Ton & Bild schlicht schlecht. Und zum anderen lassen sich die Effekte zu leicht vorwegnehmen. Carpenter spielt nicht mit den Erwartungen des Zusehers sondern schürt sie zuerst, um ihnen dann gerecht zu werden.
Fazit:
The Ward ist ein hoffnungsvolles Comeback des Altmeisters John Carpenter, das vor allem durch das fatale Drehbuch nach hinten losgeht. Einzelne inszenatorische Lichtblicke vermögen es nicht das uninspirierte Gesamtwerk aus der Masse herauszuheben und so bleibt der Film mit seinen Logikfehlern am Boden liegen und einem unfreiwillig komischen Beigeschmack zurück. Für Fans von John Carpenter ist der Film aufgrund der Handschrift des Horror-Meisters uneingeschränkt zu empfehlen, auch wenn er bei weitem nicht an seine alten bzw. jungen Tage anknüpfen kann (oder im Fall von The Ward will).
Wertung:
4/10 Punkte
19.07.2011 - The Ward - Deutscher Trailer
27.11.2011 - The Ward - Erhält doch noch Kinostart in Österreich!
17.06.2011 - The Ward - Deutsches Poster online!

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