Sennentuntschi (2010)

OT: Sennentuntschi - 110 Minuten - Mystery / Thriller / Horror
Sennentuntschi (2010)
Kinostart: 08.07.2011
DVD-Start: 01.12.2011 - Blu-ray-Start: 01.12.2011
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Filmkritik zu Sennentuntschi

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Man hätte sich doch etwas erwarten können: Ein schweizer Mystery-Horror-Thriller vor alpiner Kulisse, der versucht mit seinem untypischen Setting zu punkten und gleichzeitig den gestandenen Schauspieler Nicholas Ofczarek (zugegeben eher als Bühnehndarsteller bekannt) als Hauptdarsteller zur Verfügung hat. Aber Horrorfans sollten sich nicht zu früh freuen: Sennentuntschi (der übrigens eine aufregende Produtkionsphase hinter sich hat) ist ein gewaltiger Fehlschlag, der dank einer völlig dämlichen Story wohl niemanden wirklich begeisern wird.

1975, in einem Bergdorf in der Schweiz: Pfarrer Salis (Ueli Jäggi) entdeckt seinen Messdiener, der sich in der Kirche offenbar selbst erhängt hat. Das ganze Dorf ist geschockt, doch dies soll erst der Beginn einer Reihe von merkwürdigen Ereignissen sein: Wie aus dem nichts taucht eine mysteriöse, stumme und heruntergekommene junge Frau (Roxane Mesquida) auf, und die Dorfbewohner glauben, dass sie ein böser Dämon ist. Nur Dorfpolizist Reusch (Nicholas Ofczarek) glaubt nicht an diese übersinnlichen Wahnvorstellungen...

Die größte Schwäche von Sennentuntschi ist seine Geschichte. Bereits die Rahmenhandlung, die im Jahr 2010 mit einer übersinnlichen Erscheinung beginnt und erst in Folge zur eigentlichen Geschichte im Jahr 1975 springt, ist sehr mau und gerade im Rückblick betrachtet höchst dämlich: Denn die Haken die der Film schlägt und die daraus resultierende Auflösung stehen im krassen Widerspruch zur Eröffnung des Films. Solche kleinen Ungereimtheiten finden sich leider häufiger in Sennentuntschi und es macht nicht wirklich Spaß sich dieses Durcheinander anzutun.

Aber auch im eigentlichen Handlungsstrang in den 70er Jahren kommt nicht wirlich Stimmung auf. Man ahnt schon relativ früh, dass es im Aufbau der Geschichte einen gewissen Kniff gibt, bzw. dass es chronologische Unstimmigkeiten gibt und da die Story sehr unausgeklügelt zusammengeschustert wurde, erinnert die Auflösung des Durcheinanders auch mehr wie ein billiger Taschenspielertrick, als wie eine ausgeklügelte Filmstory. So wirkt Sennentutschi auch sehr inkonsistent zusammengewürfelt und kann wohl nur sehr unerfahrene Kinogeher überraschen.

Das könnte man verschmerzen wenn der Film zumindest atmosphärisch reizvoll wäre. Aber man schafft es leider nie das Idyll des Bergdorfes ins Gegenteil zu verkehren. Zwar versucht man speziell auf sexueller Ebene einige Grenzen des Mainstream-Mysteryfilms auszuloten, aber besonders prickelnd ist auch dieser Ansatz nicht. Da die Story also wenig gelungen ist, Atmosphäre nur in Ansätzen vorhanden sind, die Figuren recht eindimensional sind und es noch dazu auch kaum Horrorelemente gibt, welche vielleicht die Langeweile etwas durchbrechen könnten, gibt es eigentlich auch keinen Grund sich den Film anzusehen.

Fazit:
Sennentuntschi ist ein eher bescheidener Versuch eines schweizer Mystery-Horror-Thrillers, der leider kaum überzeugen kann. Zwar sind die Produktionswerte in Ordnung, aber dafür ist die Story absolut mies und kann kaum überzeugen. Hinzu kommt, dass leider auch keine Stimmung aufkommt, was schließlich dazu führt, dass Sennentuntschi im besten Fall langweilig, im schlechtesten Fall aber ärgerlich schlecht ist. Ansehen muss man sich das wirklich nicht.

Wertung:
3/10 Punkte
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Ø Wertung: 2/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 2
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