King Kongs Tränen (2010)

King Kongs Tränen
King Kongs Tränen
OT: King Kongs Tränen

Regie: Peter Kern
Filmstart: 17.06.2011 | Laufzeit: | Drama
KingKongsTranen-Scene01Peter Gläubiger (Peter Kern) bewirbt sich für die Rolle als stummer King Kong in einer Aufführung. Dort trifft er auf eine Kritikerin, die für ihn symptomatisch für alles schlechte am System steht. Gläubiger will sich an der Kritikerin rächen. Abgerundet wird diese Konfrontation von vielen kleinen Geschichten im österreichischen Leben: Da ist der schwarze Junge, der gesund gepflegt werden muss und natürlich das etwas übergewichtige Mädchen aus dem Gemeindebau, das es im Leben schwer hat. Und Peter Gläubiger nimmt sich um sie alle an...

Hervorgegangen ist King Kongs Tränen aus einer Botschaft, die ein weniger begeisterter Zuseher Regisseur Peter Kern zukommen hat lassen: Er möge doch aufhören Filme zu machen. King Kongs Tränen ist nun Peter Kerns radikale Antwort auf diese Forderung, ein stilistisch ungeschliffener Film, ganz aus dem Bauch heraus, mit dem Peter Kern auf die Probleme des Landes hinweisen will und mit dem er gleichzeitig auch versucht mit seinen Kritikern abzurechnen. Am Ende darf er dann auch ganz selbstzufrieden seine Rachephantasien ausleben.

KingKongsTranen-Scene03Aber ehrlich: Wenn man sich durch die 72 Minuten an konfuser Langeweile durchgequält hat, dann ist man geneigt eher dem wütenden Kritiker zuzustimmen, als Herrn Kern. Zwar spürt man, dass Peter Kern die Themen wirklich am Herz liegen, die Umsetzung ist aber leider äußerst dilletantisch. Doch sieht man einmal von der absolut undynamischen und teilweise amateurhaften Machart Films ab, dann gibt es immer noch keinen Grund zur Freude. Die Gesellschaftskritik ist so dermaßen plump formuliert und die egozentrischen Allmachtphantasien, bei denen sich Kern als einzig wahrer Retter aufspielt, nerven ebenfalls sehr.

King Kongs Tränen will schockieren, aufwühlen und vielleicht sogar etwas zum Nachdenken anregen, aber dabei versagt der Film auf ganzer Ebene. Der Film ist von vorne bis hinten in all seinen Szenen zu bemüht und geht leider viel zu ungeschickt vor, als dass man wirklich bis zum Publikum vordringen könnte. In Summe ist King Kongs Tränen einfach zu banal, zu schlecht und zu langweilig, als dass man wirklich irgendjemanden empfehlen könnte sich das Trauerspiel anzutun. Es mag Leute geben, die den Stil von Peter Kern ganz toll finden - der Autor dieser Zeilen gehört aber ganz sicher nicht dazu.

Fazit:
King Kongs Tränen ist ein großteils sehr amateurhaft inszenierter Rundumschlag gegen alle, die nicht einer Randgruppe angehören oder Peter Kern heißen. Man kann zwar spüren, dass der Film gut gemeint ist, aber das nützt leider auch nicht viel: Denn die Umsetzung ist viel zu dilletantisch und selbst in seiner Gesellschaftskritik bleibt der Film enttäuschend platt und eindimensional. Insgesamt gesehen ist King Kongs Tränen also ein richtig anstrengender Film, den wohl nur wenige bis zum Ende durchhalten werden.

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