Shark Night 3D (2011)

OT: Shark Night 3D - 91 Minuten - Horror / Thriller
Shark Night 3D (2011)
Kinostart: 02.12.2011
DVD-Start: 27.04.2012 - Blu-ray-Start: 27.04.2012
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Filmkritik zu Shark Night 3D

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Tierhorrorfilme haben schon einen gewissen Reiz: Zwar erreichen sie in den seltesten Fällen eine Qualität wie der (nach Jahrzehnten noch immer ungeschlagene) Genreprimus Der Weisse Hai, aber ein launiger Filmabend sollte in vielen Fällen schon herausschauen. Fans des Genres haben sich längst mit den Schwächen abgefunden und verzeihen dämliche Handlungen und B-Movie Flair in der Regel gerne. Wenn aber David R. Ellis, der sich schon einmal mit Snakes on a Plane im Genre versucht hat (wenngleich dort natürlich sehr komödiantische Wege beschritten wurden), einen glattgebügelten Schnellschuss wie Shark Night 3D loslässt, der weder unterhaltsam, noch spannend ist und dazu auch noch die vielleicht dämlichste Storyidee seit einiger Zeit verarbeit, dann wird selbst die Geduld von Genrefans überstrapaziert.

Sara (Sara Paxton) beschließt gemeinsam mit einigen College-Freunden einen kurzen Urlaub im Ferienhaus ihrer Eltern einzulegen. Dieses liegt an einem malerischen See wo die Gruppe relaxen und Spaß haben möchte. Doch es dauert nicht lange bis die Freunde in blankem Terror umschlägt: Der Sportler Malik (Sinqua Walls) wird von einem Hai angegriffen und verliert dabei seinen Arm. Medizinstudent Nick (Dustin Milligan) kann ihn mit Müh und Not zusammenflicken, man muss Malik aber so schnell wie möglich ins Krankenhaus bringen. Und da das Ferienhaus auf einer Insel im See liegt bleibt nur der Weg über den haiverseuchten See...

Immer wieder wenn man denkt der Film schafft es nicht mehr noch mehr Klischees und haarschträubende Wendungen aus der Wundertüte zu zaubern, legt Shark Night 3D noch eines nach. Es hat schon Varietécharakter wenn es den Filmemacher immer wieder gelingt die Story so zurecht zu biegen, dass sie die (eigentlich längst vorgewarnten) Teenager mit unglaublich dämlichen Einfällen doch noch irgendwie ins Wasser bekommen um den Bodycount etwas zu erhöhen - der Gipfel des Fremdschämen wird dann erreich wenn Sportler Malik ins Wasser steigt um sich mit einem Speer an einem Hai zu rächen.

Und spätestens wenn der Film schließlich die Katze aus dem Sack lässt und die wahren Hintergründe der Haiplage im See (wenigstens ein Salzwassersee) erklärt, ist ohnehin alles zu spät: Wer nicht mit besonders guten Nerven gesegnet ist, wird sich an dieser Stelle wohl einmal mit Genuss gegen die Stirn klatschen. Nun gut, so mancher mag hier vielleicht einwenden, dass die meisten Filme dieser Art ohnehin nur das alte “Collegestudenten fahren irgendwo hin und treffen dort auf eine Gefahr” Klischee abspulen und natürlich stimmt das auch. Aber Shark Night 3D dümpelt hierbei nicht nur auf B-Movie Niveau herum, sondern ist auch schlicht unglaublich langweilig.

Das liegt wohl auch daran, dass David R. Ellis gar nicht erst versucht Spannung aufzubauen, sondern von Anfang an in die Vollen geht. Das Geschehen wird hier von völlig überzogener Action durchzogen und nicht etwa von suspensegeladenem Stimmungsaufbau geprägt. Und die, recht mau inszenierten, Haischiffangriffe, die durch Explosionsaction ergänzt werden, haben eher überschaubaren Unterhaltungswert. Da nützt es auch nicht besonders viel, dass man den Mangel an Spannung dadurch zu kompensieren versucht, dass man nicht nur einen Hai auf Hetzjagd schickt, sondern gleich eine ganze Meute.

Denn durch das inflationäre Verheizen der “Bösewichte” entsteht nie eine allgegenwärtige Bedrohung wie etwa in Der Weisse Hai, sondern eher ein völliger Overkill. Erschwerend hinzu kommt, dass die Charaktere allesamt dem üblichen College-Abziehbildchen-Klischee entsprechen und es den Zuseher deshalb kaum juckt wenn mal wieder eine profillose Figur das Zeitliche segnet. Man bekommt aber auch kein ähnlich durchgeknalltes Boobs & Gore Fest geboten wie etwa im weitaus kompromissloserem Piranha 3D. Deshalb wird Shark Night 3D auch wohl kaum jemanden wirklich ansprechen: Denn wer braucht schon einen langweiligen, dummen und witzlosen Tierhorrorfilm, der so gut wie alles falsch macht?

Fazit:
Tierhorrorfilme haben ihre eigenen Regeln, aber selbst wenn man sich diese vor Augen führt ist Shark Night 3D eine absolute Enttäuschung. Dass der Film sämtliche Klischees des Genres aus der Mottenkiste holt kann man verschmerzen. Dass die Handlung an sich ein schlechter Scherz ist und die haarsträubenden Wendungen der Geschichte völlig absurd sind, kann man mit Müh und Not akzeptieren. Aber dass das Ganze dann auch noch völlig spannungsarm ist und auch noch nicht einmal Spaß macht, ist dann doch zuviel des Guten. Denn irgendwann sollte man sich eine einfache Frage stellen: Gibt es auch nur irgendeinen Grund sich den Film anzusehen? Ich habe keinen gefunden.

Wertung:
3/10 Punkte
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Ø Wertung: 2.7/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 3
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