![]() ![]() Auf brennender Erde OT: The Burning Plain Regie: Guillermo Arriaga Drehbuch: Guillermo Arriaga Darsteller: Charlize Theron, John Corbett, José María Yazpik, Gray Eubank, Robin Tunney, Fernanda Romero, Kacie Thomas, Marty Papazian, Jennifer Lawrence, Sean McGrath Filmstart: 19.08.2011 | Laufzeit: | Krimi-Drama-Romanze |
Sylvia (Charlize Theron) arbeitet in einem feinen Restaurant und wirkt nach Außen hin gefasst und solide - im Inneren ist sie jedoch ein Wrack. Ihr Leben ist gekennzeichnet von zahlreichen sexuellen Eskapaden und einer Tendenz zur Selbstzerstörung. Gina (Kim Basinger) hingegen hätte eigentlich eine glückliche Familie zuhause, doch sie beginnt eine Affäre mit Nick (Joaquim de Almeida). Weil sie ihre Familie immer häufiger versetzt wird ihre Tochter Mariana (Jennifer Lawrence) misstrauisch. Als sie die Affäre aufdeckt fasst sie einen folgenschweren Entschluss...
Das Hauptproblem in der Inszenierung ist schlicht, dass sich Arriaga völlig zurücknimmt. Er prakiziert eine Art Anti-Regie und lässt alle Beteiligten einfach machen. Die Schauspieler dürfen sich von ihrer besten Seite zeigen, die Bilder des Films sind sehr stimmung und auch ansonsten machen alle Unterabteilungen ihre Arbeit wirklich gut - nur Regisseur Arriaga schafft es nicht diese Einzelaspekte zu bündeln und dem Film an der richtigen Stelle Impulse zu verpassen. Deshalb plätschert auch alles bloß vor sich her und wirkt irgendwie recht beliebig zusammengestückelt.
Das mag auch daran liegen, dass der Film auf emotionaler Ebene nicht gerade eindrucksvoll ist. Er nimmt stets eine gewisse Distanz zu den Figuren ein, sodass wir sie zwar genau beobachten können - aber verstehen, sie kennenlernen oder gar mit ihnen mitfühlen dürfen wir scheinbar nie. Das ist schade, da sich die Darsteller wirklich Mühe geben. Besonders Charlize Theron und Jennifer Lawrence spielen wirklich eindruckvoll, aber ihr Schauspiel verpufft leider an der fehlenden Empathie der Inszenierung. Somit ist Auf brennender Erde zwar ein solider, mittelmäßiger Film, aber aufgrund der vielen Probleme in der Inszenierung und im Aufbau der Geschichte und der daraus resultierenden Langatmigkeit kann man ihn nur an treue Fans des Genres empfehlen.
Fazit:
Mit Auf brennender Erde führt Guillermo Arriaga jenen Weg fort, den er mit seinen Drehbüchern zu Alejandro González Iñárritus’s Filmen Amores Perros, 21 Gramm und Babel begonnen hat. Doch es fehlt dem Film leider an der inszenatorischen Dynamik und Finesse, welche die obrigen Werke so auszeichnete. Zwar sind die Einzelaspekte, wie z.B. die Darsteller und die Kamera wirklich beachtlich, aber all diese Stücke fügen sich nie zu einem großen Ganzen zusammen. Auf brennender Erde ist somit ein recht langatmig und teilnahmslos geschildertes Drama, das auf emotionaler Ebene wenig überzeugt. Außerdem hat man leider das Gefühl, dass sich das typische Spiel mit den Zeitebenen innerhalb einer Episodenstruktur hier nur vorfindet, weil es Arriaga immer so gemacht hat. Schade, Potential ist genug vorhanden, aber insgesamt betrachtet ist Auf brennender Erde leider nur ein mittelmäßiger Film.
Wertung:
5/10 Punkte
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