Fashion Victims

OT: -  103 Minuten -  Komödie
Fashion Victims
Kinostart: 31.08.2007
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Fashion Victims

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Die Modewelt ist ein schillerndes Imperium voller Reichtum, Schönheit und Oberflächlichkeit. Kurz gesagt, ein durchaus interessantes Terrain für einen Film. Doch der geneigte Leser soll sich an dieser Stelle nicht zu sehr freuen. Denn in Fashion Victims hat es wenig Interessantes aus dieser Welt geschafft. Lediglich die Oberflächlichkeit ist geblieben, und dementsprechend hinterlässt der Film einen sehr zweifelhaften Eindruck. Denn obwohl einige unterhaltsame Szenen geboten werden, leidet Fashion Victims sehr an unsympathischen Figuren und einer belanglosen, ausgelutschten Story.

Wolfgang (Edgar Selge
) ist Handelsvertreter und vertritt die Modelinie Goldbach Classic. Als bei einer Besprechung entschieden wird, dass in Zukunft Goldbach aus dem Programm genommen und stattdessen durch eine jüngere und dynamischere Kollektion ersetzt werden soll, sieht er dies gar nicht ein. Deswegen wird in seinem Gebiet der begnadete Verkäufer Steven (Roman Knižka) abkommandiert, um die neue Modelinie zu vertreten. Diesen sieht Wolfgang jedoch gar nicht erst als richtige Konkurrenz, da er davon überzeugt ist, dass seine Kunden wissen, was schön ist und Goldbach treu bleiben.

Währenddessen hat Wolfgang ein ganz anderes Problem: Ihm wurde der Führerschein abgenommen und deshalb entscheidet er kurzerhand, während er seinen Sohn und dessen beiden Freundinnen zum Flughafen bringt, dass Sohn Karsten (Florian Bartholomäi) nicht mit nach Spanien fliegen darf, um die Sprache zu lernen. Er muss zuhause bleiben und Chauffeur spielen. Zwar passt diesem das gar nicht, aber gegen die väterliche Autorität ist er machtlos. Während der Touren mit seinem Vater stellt er sich bewusst stur, doch im Endeffekt erweist sich diese Strafe als Glücksgriff. Karsten entdeckt, dass er schwul ist, und verliebt sich ausgerechnet in Papis Konkurrenten Steven, der gerade dabei ist, Wolfgang alle Kunden abzunehmen...

Wirklich viel Neues hat Fashion Victims nicht zu erzählen. Er zeigt uns die klischeehafte deutsche Vorstadtfamilie, wie wir sie schon aus so vielen anderen Filmen kennen. Flair und Feeling kommen dabei selten auf, was vor allem daran liegt, dass Fashion Victims eigentlicht nichts im Kino verloren hat. Sowohl die Story als auch die Schauspieler und die Inszenierung des Films zeigen, dass er eigentlich irgendwo im Fernsehen laufen sollte. Versteckt in den hintersten Reihen des ZDF-Fernsehprogramms wäre er gut aufgehoben, denn das Kino nimmt dem Publikum die wirksamste Waffe gegen schlechtes Fernsehen: Das Umschalten.

Beginnend bei der Figurenzeichnung serviert Fashion Victims eine Peinlichkeit nach der anderen. Zwar ergibt sich dadurch auch ein gewisser Unterhaltungswert, aber mehr nicht. Eine mittlere Katastrophe ist, dass es keine einzige sympathische Figur in den Film geschafft hat. Vater Wolfgang ist ein unsympathischer Kerl sondergleichen und Sohn Karsten entscheidet sich innerhalb von Sekunden gegen seine hübschen Freundinnen, um schwul zu werden. Die Nachvollzihbarkeit bleibt dabei allerdings auf der Strecke. Hinzu kommt Steven, der auf der einen Seite Gegenspieler und auf der anderen Seite Geliebter von Karsten ist, und der somit zwischen zwei Stühlen sitzt und auf keiner Ebene überzeugen kann.

Auch bei den gebotenen Konflikten zeigt Fashion Victims nichts Neues. Vater Wolfgang macht so gut wie alles falsch, was man falsch machen kann und verliert somit Boden gegenüber seinen Sohn. Gleichzeitig ist er auch noch ein schlechter Ehemann und somit ist auch das Eheleben alles andere als stabil. Sohn Karsten hat es auch nicht leicht und muss sich sowohl mit seinem Vater rumschlagen als auch entdecken, dass er plötzlich nichts mehr für Mädchen empfindet. Wie gesagt gibt es doch einige Momente, die witzig und unterhaltsam sind, aber im Großen und Ganzen ist Fashion Victims ein Reinfall, der nichts auf einer Kinoleinwand zu suchen hat.

Fazit:
Alles schon hundert Mal dagewesen. Die Konflikte des Films weisen schon deutliche Abnützungserscheinungen auf und die Figurenzeichnung ist ein schlechter Scherz. Gleichzeitig sorgt gerade dies für etwas Unterhaltungswert, aber dennoch kann man von dem Film eigentlich nur abraten. Fashion Victims gehört ins Fernsehen und hat im Kino nichts verloren.

Wertung:
4/10 Punkte

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