Fright Night (2011)

OT: Fright Night - 120 Minuten - Komödie / Horror
Fright Night (2011)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: 09.02.2012 - Blu-ray-Start: 09.02.2012
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Filmkritik zu Fright Night

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Vampire haben nicht zuletzt seit dem Twilight Franchise Hochsaison. Aber abseits von einer verschrobenen Darstellung von Männer- und Frauenbildern existiert eine Vielzahl an Vertretern des Genres. Von Herzogs Nosferatu – Phantom der Nacht (1979), Bram Stokers Dracula (1992) oder des dänischen Überraschungshit So finster die Nacht (2008), um nur einige wenige zu nennen. Die Liste der Vampirfilme ist lang und damit äußerst ergiebig an Geschichten. Das hat sich wohl auch der Regisseur Craig Gillespie (Lars und die Frauen, Mr. Woodcock) gedacht und prompt den, in der Fangemeinde als  Kultfilm gepriesenen, Vampirfilm Fright Night aus dem Jahr 1985 als Vorlage genommen, um seine eigene Version zu inszenieren. Herausgekommen ist eine flotte Horrorkomödie, die sich selbst nicht zu ernst nimmt und sich dabei nur vage an die Vorlage hält.

Für Charley (Anton Yelchin) könnten die letzten Monate an der High School nicht besser laufen. Er gehört zu den coolen Kids der Schule und geht mit Amy (Imogen Poots), dem heißesten Mädchen von allen, aus. Kein Wunder, dass er seinen langjährigen - aber verschrobenen - Freund Ed (Christopher Mintz-Plasse) mit seinen Vampirgeschichten nicht mehr besonders ernst nimmt. Doch das entpuppt sich schnell als Fehler, als in Charleys Nachbarschaft ein attraktiver Fremder namens Jerry (Colin Farrell) einzieht, mit dessen Auftauchen sich gleichzeitig Fälle von Vermissten häufen.


Während nicht nur Charleys Mutter (Toni Collette) dem Charme des neuen Nachbarn erliegt, muss ihr Sohn schnell feststellen, dass Ed mit seinem Verdacht tatsächlich Recht hat: Jerry ist ein Vampir - und Charleys Umfeld sein Jagdgebiet. Weil niemand ihm Glauben schenkt, bleibt dem Schüler nichts anderes übrig, als die Sache selbst in die Hand zu nehmen und dem blutigen Treiben ein Ende zu bereiten. Jerry entgeht allerdings nicht, dass jemand hinter sein dunkles Geheimnis gekommen ist, so dass es für Charley, seine Mutter und seine Freunde bald selbst ums Überleben geht...

Das Gillespie sich bisher mit Komödien einen Namen gemacht hat, meint man Fright Night anzusehen. Die Leichtigkeit, mit der Farrell den bösen Nachbarsvampir Jerry darstellt ist schlicht hervorragend. Die Perfidität seines Charakters wird von ihm stets mit einem Augenzwinkern unterlegt, sodass einem der Schauer über den Rücken läuft wenn er vor der Tür steht und Charley um ein paar Bier bittet. Das er als Vampir nicht ohne Einladung in sein Haus darf bringt natürlich sein Blut in Wallung und er kann sich nur schwer beherrschen. Die Szene gehört zu den großen Momenten Farrells in Fright Night, diesen schmalen Grat zwischen Ernsthaftigkeit und Karikatur balanciert er gekonnt aus. Nicht so David Tennant (Doctor Who), der als Peter einen abgehalfterten und desillusionierten Bühnenmagier, eine Criss Angel Parodie erster Klasse, spielt. Sein Charakter, mit seiner schrullig abgedrehten Präsenz und seinen trockenen und akzentuierten one-linern dient als Pointen-Lieferant. Der Rest des Cast kann leider nicht so glänzen wie die beiden. Anton Yelchin (New York I Love You, Star Trek) bleibt recht blass, sein eindimensionaler Charakter gibt aber auch kaum mehr her, Imogen Poots (28 Weeks Later, Centurion) vermittelt nicht mehr als die schöne Freundin zu sein und der eigentlich interessanten Mutter (Toni Collette) wird kaum Raum zur Entfaltung gegeben. Christopher Mintz-Plasse (McLovin in Superbad) geht in der Rolle des nerdigen Freundes, natürlich, voll auf.

Neben dem Horror Plot bedient sich Fright Night noch an einer Teenagerromanze die,  dank des recht schnellen Tempos von Fright Night, kaum ins Gewicht fällt. Der düstere Soundtrack, abwechselnd zwischen der Score von Ramin Djawadi (Iron Man, Blade: Trinity) und einigen populären Songs schafft es mehr Spannung zu vermitteln als die Kamera mit der Ausstattung zusammen. Die mangelnde Atmosphäre, die vor allem den unansehnlichen CGI zu zuschreiben ist, trübt die Stimmung ein wenig. Da helfen auch keine vereinzelt eingebauten Schockmomente und Überraschungen, die der Film aber allemal hat.

Fazit:

Fright Night ist eine erfrischende Horrorkomödie die vor allem durch einen großartig schaurigen Soundtrack und durch ihr selbstironisches Augenzwinkern besticht. Letzteres ist der Darstellung von Colin Farrell zu verdanken, dessen bewusst lockeres Spiel inklusive charmant-diabolischer Mimik seinen Vampir von den bloßen Blutsaugern unterscheidet. Die für heutige Standards verhältnismäßig schlechten CGI-Effekte, einige Ungereimtheiten bei der Inszenierung und die fehlende atmosphärische Dichte lassen Fright Night in einem dämmrigen B-Movie Flair zurück. Für Fans des Genres ist Fright Night ein leichter, blutiger Leckerbissen, der den Durst aber nicht zur Gänze stillen kann.


Wertung:

6/10 Punkte

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