Wie ausgewechselt (2011)

OT: The Change-Up - xx Minuten - Komödie
Wie ausgewechselt (2011)
Kinostart: 14.10.2011
DVD-Start: 16.02.2012 - Blu-ray-Start: 16.02.2012
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Filmkritik zu Wie ausgewechselt

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„Be careful what you wish for!“ – nach diesem Motto präsentiert sich eine der Komödien des Sommers 2011. Regisseur David Dobkin, der schon 2005 in Die Hochzeits-Crasher eine Männerfreundschaft zum Ausgangspunkt seiner Komödie machte, stellt uns auch diesmal zwei Freunde in ihren Mittdreißigern vor, deren Freundschaft durch einen verhängnisvollen Wunsch auf die Probe gestellt wird.

Während Gelegenheitsschauspieler Mitch (Ryan Reynolds) sein Leben als Single und die damit verbundenen Freiheiten wie One-Night-Stands und Cannabiskonsum in vollen Zügen genießen kann, sieht sich sein bester Freund Dave (Jason Bateman) tagtäglich dem Spagat zwischen Karriere als hart arbeitender Anwalt und dem stressigen Familienleben mit seiner Frau Jamie (Leslie Mann) und den drei Kindern ausgesetzt. Im Glauben, das Leben des anderen wäre einfacher und erfüllter als das eigene, sprechen die beiden nach ein paar Drinks beim gemeinsamen Pinkeln in einen Parkbrunnen den Wunsch aus, eben das Leben des anderen zu haben. Und Überraschung – am nächsten Morgen müssen die beiden Männer feststellen, dass ihr Wunsch tatsächlich wahr geworden ist und sie sich im Körper des jeweils anderen befinden. Nun müssen sich die zwei Freunde erst mal in ihren neuen Rollen zurechtfinden und dafür sorgen, das Leben des anderen nicht allzu sehr durcheinander zu bringen, was besonders für Mitch angesichts der neuen väterlichen und ehelichen Pflichten und dem bevorstehenden, für Daves Karriere entscheidenden Deal in der Kanzlei zunächst schwieriger als gedacht scheint...

Wer hat sich nicht schon mal gewünscht, mit jemandem die Rollen zu tauschen, sei es, um erfolgreicher, attraktiver oder ungebundener zu sein und neue Perspektiven zu erhalten? Auch für den glücklich verheirateten Dave tun sich mit dem plötzlichen Körperwechsel ungeahnte Möglichkeiten auf, so kann er das Leben als Mitch nun ohne jegliche Verpflichtungen auskosten und hat sogar die Chance, mit seiner anziehenden Sekretärin Sabrina (Olivia Wilde) auszugehen, was ihm als verheirateter Mann nie in den Sinn gekommen wäre.  

Gewissermaßen lässt sich Wie ausgewechselt als das testosterongeladene Pendant zu Mark Waters Freaky Friday (2003), in dem Mutter (Jamie Lee Curtis) und Tochter (Lindsay Lohan) ihre Körper tauschen, begreifen. Obwohl Dobkins Film als Hollywoodkomödie eben nach diesem typischen Rollentauschschema – zwei Seelen tauschen ihren Körper und müssen erst einige Hindernisse überwinden, bis sich der Tausch letztendlich wieder rückgängig machen lässt – nicht unbedingt originell anmutet und sich des ein oder anderen Klischees bedient, so fühlt sich der Zuseher mit der belustigenden Umsetzung trotzdem einfach gut unterhalten. Besonders zu Beginn des Films reiht sich ein Gag an den nächsten und bietet somit einen Einstieg mit Lachgarantie, welche auch im weiteren Verlauf der Handlung bestehen bleibt, wobei die Pointen nicht immer oberhalb der Gürtellinie angesiedelt sind, wenn sich Dave in Mitchs Körper beispielsweise auf dem Set eines sogenannten Lornos wiederfindet und feststellen muss, dass es sich dabei um einen Light-Porno handelt. Auch wirken einige Szenen überzogen und fast schon comicartig – Daves Babys, die ihren Kopf wie wild gegen das Gitterbett schlagen oder aber Messer nach ihrem vermeintlichen Vater werfen.       

Im letzten Drittel des Films nehmen die Gags dann an Häufigkeit ab, was zwar in den wenigen ernsteren Szenen durchaus seine Berechtigung hat, den Film an dieser Stelle jedoch etwas langatmig werden lässt. Neben all dem Humor, den Wie ausgewechselt mit sich bringt, – auch wenn dieser nicht unbedingt Anspruch auf hohes Niveau erhebt –  zeigt sich hier vor allem, dass die Freundschaft zwischen Mitch und Dave zwar unter dem Rollentausch leidet, aber auch daran wächst und die beiden Männer das Leben des besten Freundes nun mit anderen Augen sehen. Gegen Ende bereitet der Film mit seinem großen Höhepunkt, dem unvermeidbaren Versuch von Mitch und Dave den Körpertausch wieder rückgängig zu machen, dann noch einmal mehr Spaß, auch wenn das resultierende Happy-End natürlich wenig überraschend ist.

Für den gewissen männlichen Charme des Films sorgen sicherlich die komischen Darstellungen des facettenreichen Ryan Reynolds, der zuletzt in der Comicverfilmung Green Lantern (2011) zu sehen war, und Jason Batemans, der sich auch in Horrible Bosses (2011) von seiner komödiantischen Seite zeigt.  Aber auch Leslie Mann und Dr. House-Star Olivia Wilde machen als vernachlässigte Ehefrau bzw. verlockende Sekretärin eine gute Figur und vertreten sozusagen das Weibliche im Film. Überhaupt ist Wie ausgewechselt nicht als reiner Männerfilm zu sehen, denn Frau hat ebenso ihre Freude, die beiden Männer in ihrer misslichen Lage zu begleiten.

Wer an diesen Film also mit der Erwartung herangeht, eine nicht unbedingt anspruchsvolle, aber unterhaltsame Komödie à la Hollywood serviert zu bekommen, wird mit Sicherheit auf seine Kosten kommen und darf sich trotz des vorhersehbaren Handlungsverlaufs auf ein amüsantes Filmerlebnis freuen.

Fazit:
Wie ausgewechselt lässt sich durchaus als sehenswerte und unterhaltsame Hollywoodkomödie bezeichnen, die zwar weder über einen originellen noch überraschenden Handlungsstrang verfügt, dafür aber mit seinen zahlreichen Gags und dem Charme der beiden Hauptdarsteller Reynolds und Bateman trotz eines teilweise ordinären Humors jede Menge Spaß bereitet und sowohl Mann als auch Frau einfach zum Lachen bringt.

Wertung:
7/10 Punkten
Filmering.at
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Ø Wertung: 6.6/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 9
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Liste von pries
Erstellt: 03.01.2015