Buck - Der wahre Pferdeflüsterer (2011)

OT: Buck - xx Minuten - Dokumentation
Buck - Der wahre Pferdeflüsterer (2011)
Drehbuch:
Kinostart: 31.08.2012
DVD-Start: 11.10.2012 - Blu-ray-Start: Unbekannt
Will ich sehen
Liste
11331
Bewerten:

Filmkritik zu Buck - Der wahre Pferdeflüsterer

Von am
„Buck“ ist eine Reise in das Leben einer Persönlichkeit, die einen fesselt, fasziniert und gleichermaßen berührt. Und man muss kein Pferdefanatiker sein, um sich beeindrucken lassen zu können.

Buck Brannaman war nicht nur Vorbild für Nicholas Evans´ Bestseller Roman „Der Pferdeflüsterer“, sondern kam ebenso beim gleichnamigen Film als Coach und Double zum Einsatz. Nicht umsonst, denn wie der Film erzählt, handelt es sich um einen „Cowboy“ mit ganz spezieller Gabe. Die Art und Weise, wie er Pferde „liest“ und folglich auf sie reagieren kann, ist mehr als erstaunlich. Die Dokumentation konfrontiert den Zuseher mit einer speziellen „Mensch-Tier-Beziehung“ und rahmt das Ganze in ein heikel-fragiles Portrait eines außergewöhnlichen Mannes. Vor allem, wenn es darum geht Buck´s  schwere Kindheit   zu beleuchten, gelingt es, Emotionen zu vermitteln, ohne dabei das Kernthema aus den Augen zu verlieren. Brannaman verfolgt nämlich die These, dass sich der Mensch im Pferd spiegelt, welche er mit seiner Arbeit beeindruckend zu demonstrieren weiß. Er selbst sagt: „Oft helfe ich nicht Menschen bei Problemen mit ihren Pferden, sondern Pferden bei den Problemen mit ihren Menschen.“

Wurde er auch selbst von seinem Vater als Kind „gebrochen“, hat er trotzdem eingesehen, dass es auch bei Tieren einen Weg geben muss, Gewalt zu vermeiden. Bei der Verfolgung dieses Weges, hat er ein unglaubliches Verständnis und Feingefühl für Pferde entwickelt, das sich nur schwer in Worte fassen lässt. Und doch gibt er sein Wissen ständig in Form von Seminaren weiter, für die er sein halbes Leben quer durch Amerika und Europa reist. Der Rücken wird ihm von seiner Frau und seiner Tochter gestärkt, die seine Abwesenheit aus Stolz und Liebe tolerieren. Nach Gesehenem wird man sich fragen, wie er es geschafft hat, zu werden wie er ist und ihm Bewunderung schenken.  

Geschickt begleitet die Kamera Bucks Alltag, und wechselt sich dabei mit Rückblicken und Interviews zu seinen Jugendjahren ab. Und gerade als man denken könnte, dass dieser Mann Wunder mit den Tieren bewirkt und auf seinem Gebiet ein „Superman“ ist, sieht man, wie auch er an seine Grenzen stößt. Alle Versuche, ein geistig krankes Pferd zu zähmen scheitern, bis es schließlich eingeschläfert werden muss. Ein Punkt, der ihm allerdings wieder menschlich werden lässt, und die Sympathie nur noch mehr steigert. Nicht nur für ihn selbst, sondern auch für die Dokumentation an sich, die sichtlich nicht darauf aus ist, einen Menschen  zu „übermalen“ sondern „abzubilden“.

Fazit:
Eine gut aufbereitete Dokumentation, die schon in den ersten paar Minuten ein Bild davon vermittelt, was den Zuseher erwartet. Die Thematik ist realistisch aufbereitet und eine übertrieben wirkende Inszenierung eines „Pferdeflüsterers“, - die man durchaus befürchten hätte können - bleibt, glücklicherweise aus.  Übrig bleibt ein charmanter Buck Brannaman, der dazu einlädt, in seine Welt einzutauchen, und ein Leben fernab unseres Büroalltages zu entdecken. Man wird den Kinobesuch nicht bereuen.

Wertung:
9/10 Punkte
Filmering.at
Community
Ø Wertung: 7/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 2
10 /10
0%
9 /10
50%
8 /10
0%
7 /10
0%
6 /10
0%
5 /10
50%
4 /10
0%
3 /10
0%
2 /10
0%
1 /10
0%
Vielleicht interessiert dich auch
Roman Polanski: A Film Memoir (2011)
Griffen - Auf den Spuren von Peter Handke (2012)
Unsere Ozeane (2009)
Winternomaden (2012)
Work Hard - Play Hard (2012)
Suits (2011)
Elementary (2012)
The Walking Dead (2010)
Alle Empfehlungen anzeigen
Der Film ist in diesen Listen
Keine Listen gefunden!