Twilight 4: Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 1 (2011)

OT: The Twilight Saga: Breaking Dawn - Part 1 - 117 Minuten - Drama / Fantasy / Romanze / Thriller
Twilight 4: Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 1 (2011)
Kinostart: 24.11.2011
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Twilight 4: Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 1

Von am
Die Twilight Reihe von Autorin Stephenie Meyer hat längst eine Dimension erreicht die man nicht unterschätzen sollte: Die Fans (meistens weiblich) sind begeistert und andere Verlage haben die Gunst der Stunde längst erkannt, was zu einem wahren Boom an Vampirgeschichten geführt hat. Da nun auch die Verfilmung mit “Breaking Dawn” in die letzte Runde geht, sich das Studio aber die regelmäßige Finanzspritze nicht entgehen lassen will, greift man zu einem Trick der auch bei der Harry Potter Reihe angewendet wurde: Man splittet das Finale einfach in zwei Teile auf um doppelt kassieren zu können. Für die Fans rechtfertigt man dies einfach indem man anführt so der Komplexität der Vorlage besser gerecht zu werden. Doch was bei Harry Potter und die Heiligtümer des Todes durchaus Sinn machte erscheint bei Twilight doch ausschließlich finanziell motiviert.

Nach vielen Komplikation ist es nun endlich so weit: Bella Swan (Kristen Stewart) kann endlich ihren Edward Cullen (Robert Pattinson) heiraten. Und schlussendlich kommt sogar der ebenfalls in Bella verliebte Jacob (Taylor Lautner) zur Trauung. Ende gut alles gut? Mitnichten, denn als Jacob erfährt, dass Bella und Edward in Flitterwochen fahren bevor sie noch in einen Vampir verwandelt ist, dreht Jacob durch: Er fürchtet Bellas Tod wenn sie mit einem Vampir schläft. Doch das frisch verheiratete Paar lässt sich natürlich nicht abbringen und so geht es auf nach Brasilien zur Hochzeitsreise. Nach einigen romantischen Tagen stellt Bella fest, dass sie schwanger ist - und alle rechnen mit dem Schlimmsten...

Was soll man noch großartig über die Twilight Reihe schreiben? Die Fronten sollten längst abgeklärt sein. Das Lager teilt sich sehr drastisch in eine Gruppe begeisterter Fans, die nicht genug von der Vampir-Liebesgeschichte bekommen können und in eine andere Gruppe die man mit Twilight jagen kann wie (nicht Glitzerhaut gesegnete) Vampire mit dem Sonnenlicht. Daran ändert auch Breaking Dawn nichts, auch wenn der Film so manches erträglicher macht als die ewig schwelgenden, höchst bedeutungsschwangeren Vorgänger, die schon einmal die Nerven ordentlich strapazierten.

Dazu trägt sicher auch bei, dass bisher für jeden Twilight Teil ein neuer Regisseur ran durfte. Nach Catherine Hardwicke (Red Riding Hood), Chris Weitz (Der goldene Kompass) und David Slade (30 Days of Night) darf nun Bill Condon (Dreamgirls) sein Glück versuchen. Das führt natürlich dazu, dass alle Filme leicht unterschiedliche Herangehensweisen prägten und man sich immer auf eine kleine Überraschung einstellen konnte. Tatsächlich ist Breaking Dawn der wohl beste Teil der Reihe (bis jetzt), was vor allem daran liegen dürfte, dass der Film sich selbst nicht immer ernst nimmt. Speziell im ersten Drittel erlaubt sich Bill Condon einige leicht ironische Seitenhiebe über die eigenen Klischees und schafft es damit auch die Skeptiker etwas zu unterhalten.

Aber in Summe traut man sich natürlich viel zu wenig. Innerhalb eines kleinen Toleranzrahmens darf Bill Condon etwas Neues probieren, aber letzten Endes muss er sich den Strukturen der Filmreihe unterordnen. Das heißt, dass die Kitschschraube auch in Breaking Dawn ordentlich angezogen wird und über weite Strecken die üblich seichten Dialoge aus der Mottenkiste geholt werden. Auch wirken sowohl Robert Pattinson, als auch Kristen Stewart in ihren Rollen reichlich langweilig und schaffen es nie sich wirklich zu profilieren. Mit gleichgültigem Blick und steif vorgetragenen Emotionen können sie schauspielerisch jedenfalls nicht überzeugen.

Es ist auch so, dass die Twilight Reihe vor allem übelst flache Groschenromantik repräsentiert und es nie schafft wahre Gefühle zu schildern. Alle Emotionen unterliegen einer höchst pubertären Idealvorstellung und sind weit von tiefgreifenden romantischen Gefühlen entfernt. Wie gesagt: Die Fans der Reihe scheinen gar nichts anderes zu wollen und werden auch mit Breaking Dawn ihre Freude haben, aber alle anderen haben keinen Grund sich den Film anzusehen. Wie man es auch dreht und wendet: Der Hype um die Twilight Reihe ist jedenfalls nicht auf Qualität gebaut - dazu ist die Story viel zu schwach, die Emotionen zu flach, die Dialoge zu dämlich und die Schauspieler zu unglaubwürdig. Die unten stehende Wertung ist hauptsächlich deshalb so milde um zu verhindern, dass der beste Teil der Reihe die niedrigste Wertung bei uns bekommt (die anderen Filme wurden von anderen Autoren besprochen).

Fazit:
Breaking Dawn ist der bis dato vielleicht beste Twilight Film. Aber trotz dieser Ehre handelt es sich lediglich um eine höchst mittelmäßige bis schwache Schmonzette, die es in keiner Sekunde schafft glaubwürdige Emotionen zu schildern, die über die Phantasien einer pubertären Idealvorstellung hinausgehen. In Ansätzen ist teilweise eine Art Spannung vorhanden, aber durch die langweilige Story, die schwachen Dialoge und die leblosen Darsteller wird diese im Keim erstickt. Fans der Reihe werden auch diesen Film genießen, aber alle anderen haben eigentlich keinen Grund sich Breaking Dawn anzusehen - und versäumen auch nichts.

Wertung:
5/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 4.1/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 13
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Liste von bischofer
Erstellt: 08.12.2013