Family Law

OT: -  102 Minuten -  Tragikomödie
Family Law
Kinostart: 31.08.2007
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Family Law

Von am

Das Filmland Argentinien hat wahrlich keinen festen Stand in der Filmgemeinschaft. Kein talentierter Meisterregisseur weit und breit, der dem Land Aufschwung verleihen könnte. Ganz im Gegensatz dazu steht das ähnlich verarmte Land Mexiko mit seinen beiden Amigos Alejandro González Iñárritu und Guillermo del Toro ganz an der Spitze. Zwar wurden die beiden beim Oscar, zumindest dieses Jahr noch, übergangen, aber man kann davon ausgehen, dass diese Tatsache die beiden sicher nicht bremsen wird. Family Law ist nun der traurige Beweis, dass man in Argentinien momentan zumindest filmisch ziemlich arm dran ist. Denn Family Law wurde als argentinischer Oscarbeitrag ins Rennen um den Auslandspreis geschickt. Natürlich schaffte er es nicht auf die Nominierungsliste, aber wenn das hier der beste argentinische Film des Jahres ist, dann will ich den Rest sicher nicht mehr sehen.

Ariel Perelman (Daniel Hendler) hat genau wie sein Vater Bernardo (Arturo Goetz) Jura studiert, wendet sich allerdings nicht wie dieser der Praxis zu, sondern wird Dozent an einer Uni. Dort zieht er sein Ding durch und er liebt seinen Job wirklich. Auch auf eine seiner Studentinnen, Sandra (Julietta Diaz), hat er ein Auge geworfen. Als diese die Uni hinschmeißt, um bei ihr zuhause ein Pilatesstudio zu eröffnen, wird Ariel ihr Kunde und schafft es, sich die Schönheit zu angeln. Die beiden bekommen ein Kind und gehen weiter ihren Berufen nach. Nun muss Ariel versuchen, seinen Job und seine Familie unter einen Hut zu bekommen, und gleichzeitig muss er lernen, seinem Vater ein besserer Sohn zu werden...

Ich würde Ihnen wirklich gerne den Konflikt und die dramatische Ausgangslage hinter Family Law beschreiben, aber leider hab ich dies alles selbst nicht im Film entdeckt. Der Film plätschert die ganze Zeit vor sich hin und hat eigentlich nichts, worauf er wirklich hinaus will. Die Aussage hinter dem Ganzen, dass jeder, der ein guter Vater werden will, zuerst lernen muss, ein guter Sohn zu sein, ist zwar schön und gut, aber diese Message dringt bereits nach 10 Minuten zum Publikum vor und danach gibt es eigentlich nichts mehr, was der Film zu übermitteln versucht.

Diese sehr unpointierte Erzählweise ist es auch, die dem Film das Genick bricht. Denn warum sollte der Zuseher aufmerksam im Kino sitzen, wenn ihm der Film nichts zu sagen hat? Family Law entführt uns lediglich in die langweilige Welt eines durchschnittlichen Langeweilers. Dafür muss man wirklich nicht ins Kino gehen. Keine Dynamik, kein Voranschreiten in der Geschichte, und keine der Figuren entwickelt sich wesentlich. Kurz gesagt: Der Film bewegt sich nicht. Er verharrt still in seiner Ausgangslage und versucht ständig mit den selben Mitteln, dem Zuseher seine Aussage einzutrichtern.

So funktioniert das halt nicht und deshalb ist Family Law mit Sicherheit als gescheitert zu betrachten. Dies ist insofern schade, da der Film einige sympathische Figuren und doch ein paar charmante Szenen beinhaltet. Auch die Darsteller können zum Großteil überzeugen, und hätte man nicht auf so einen verrosteten Geschichtsaufbau gesetzt, dann hätte Family Law wirklich überzeugen können. So, wie er jetzt ist, lohnt es sich allerdings nicht, dafür ins Kino zu gehen. Unausgegoren und langatmig. Da helfen auch die wenigen guten Einfälle nichts.

Fazit:
Family Law verarbeitet die altbekannte Vater-Sohn Thematik nicht, wie man es bei diesem abgenutzten Thema vermuten könnte, auf kreative Weise, sondern lässt den Zuseher für 102 Minuten lang in die Welt eines langweiligen Menschen blicken. Dynamik und Dramatik sucht man vergebens. Der Film plätschert nur so vor sich hin, serviert ab und an mal eine gelungene Szene und reiht sich dann wieder in den selben langweiligen Trott wie vorher ein. So nicht!

Wertung:
4/10 Punkte

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