Barfuß auf Nacktschnecken (2010)

OT: Pieds nus sur les limaces - 103 Minuten - Drama
Barfuß auf Nacktschnecken (2010)
Kinostart: 24.06.2011
DVD-Start: 30.09.2011 - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Barfuß auf Nacktschnecken

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Lily (Ludivine Sagnier) ist ein besonderes Mädchen und geistig nicht gerade ihrem Alter entsprechend. Deshalb lebt sie auch immer noch bei ihrer Mutter Françoise (Anny Romand) in einem abgelegenen Haus, mitten in der Natur, wo sie sich ungestört ausleben kann. Doch nachdem ihre Mutter stirbt muss sich ihre Schwester Clara (Diane Kruger) um sie kümmern. Das ist jedoch nicht so einfach, denn Clara arbeitet in der Stadt und ist außerdem mit Pierre (Denis Ménochet) verheiratet, der nicht unbedingt viel von Lily hält. Eine schwierige Konstellation, die für alle nicht gerade einfach ist...

Regisseurin Fabienne Berthaud, die hier übrigens ihren eigenen Roman verfilmt, nimmt sich viel Zeit um die Fäden ihrer Geschichte in aller Ruhe auszulegen. Über weite Strecken passiert nicht gerade viel in Barfuß auf Nackschnecken und selbst wenn etwas passiert (wie der Tod der Mutter), dann geschieht dies auf ganz und gar beiläufige und undramtische Weise. Stattdessen gibt sich der Film ganz den Stimmungen der Örtlichkeiten hin und versucht auf subtile Art die Gegensätzlichkeiten der Figuren aufzuarbeiten.

Da ist auf der einen Seite die ganz und gar ungezwungene Lily, die in den Tag hineinlebt, nicht auf mögliche Konsequenzen achtet und das macht was ihr Spaß macht. Kurz: Sie genießt einfach ihr Leben und versucht das beste daraus zu machen. Auf der anderen Seite steht ihre Schwester Clara, die ihr genaues Gegenteil ist. Sie achtet penibel darauf das Richtige zu tun und führt ihr Leben genau wie man es von ihr erwartet. Barfuß auf Nacktschnecken stellt diese beiden Figuren gegenüber und lässt sie aufeinander prallen.

Im Laufe des Films sehen wir immer wieder wie sich die verschiedenen Lebenseinstellungen aneinander reiben, aber gleichzeitig fällt auch auf wie sich die beiden Schwestern immer weiter annähern. Das Problem an der Sache ist nur, dass sich Fabienne Berthaud für alles unglaublich viel Zeit nimmt und der Film deshalb große Probleme hat das Publikum bei der Stange zu halten. Viele Szenen ziehen sich ewig lange dahin und spätestens wenn sich am Ende alles in purem Kitsch auflöst, wird klar, dass Barfuß auf Nacktschnecken leider ein Film mit zu vielen Problemen ist.

Fazit:
Barfuß auf Nacktschnecken erzählt die Geschichte zweier ungleicher Schwestern, nimmt sich dabei aber leider viel zu viel Zeit, sodass der Spannungsbogen über weite Strecken nicht vorhanden ist. Es fehlt schlicht am gewissen Etwas und an wirklich einprägsamen Momenten. Deshalb ist der Film zwar im Ansatz durchaus interessant, verkommt aber leider zu einem großteils langweiligen Kunstkonzeptfilm, das viel zu kalkuliert anmutet. Spätestens bei der kitschigen Auflösung wird klar, dass hier leider nicht alles so zusammenpasst wie es sollte.

Wertung:
4/10 Punkte

Filmering.at
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