Real Steel - Stahlharte Gegner (2011)

OT: Real Steel - 127 Minuten - Action / Drama / SciFi
Real Steel - Stahlharte Gegner (2011)
Kinostart: 03.11.2011
DVD-Start: 12.04.2012 - Blu-ray-Start: 12.04.2012
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Filmkritik zu Real Steel - Stahlharte Gegner

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Spätestens seit Michael Bay mit seiner Spielzeugverfilmung Transformers einen weltweiten Box-Office-Hit feiern konnte, dürften Roboter wieder aufs Radar der Hollywoodbosse gelangt sein. Real Steel versucht nun augenscheinlich auf dieser Welle mitzureiten, allerdings beschreitet das Hugh Jackman Starvehikel doch spürbar andere Wege. Im Zentrum steht weniger die ganz große Effektorgie, sondern viel mehr die Vater-Sohngeschichte dahinter - und damit verschiebt sich auch das Publikum weg von effektsüchtigen Actionfans, hin zu Familien, die einen entspannenden Film sehen wollen.

Charlie Kenton (Hugh Jackman) war einst ein vielversprechender Boxer, der es aber schließlich nicht ganz nach oben geschafft hat. In der nahen Zukunft auf der Erde spielt dies aber ohnehin keine Rolle mehr: Denn anstatt von Menschen boxen nun mächtige Roboter gegeneinander um das Publikum zu unterhalten. Charlie hat auch so einen Roboter, den er vom Ringrand aus steuert. Doch sein Leben verkompliziert sich als er erfährt, dass er einen Sohn hat und dessen Mutter kürzlich verstorben ist. Zwar soll Max (Dakota Goyo) in Zukunft bei seiner Tante leben, doch den Sommer wird er noch mit seinem Vater verbringen. Und als die beiden am Schrottplatz einen heruntergekommenen, aber vielversprechenden Roboter finden, verändert sich ihr Leben für immer...

Hugh Jackman hat in Hollywood bereits eine bemerkenswert Karriere als Zugpferd für diverse Blockbuster hingelegt. Von seinem Durchbruch als Wolverine in X-Men (eine Rolle die er nach wie vor mit viel Energie spielt) über Kate & Leopold, Password: Swordfish, Van Helsing oder Australia bis hin zu mutigeren Rollen wie in The Fountain, The Prestige, oder seiner großartigen Performance als Host der Oscarverleihung hat sich Jackman als zuverlässiger Zuschauermagnet etabliert, der in der Regel vor allem mit seiner Physis und seinem Charisma punktet - feinfühliges Schauspieltalent ist eher nicht seine Stärke, aber das wird auch in den wenigsten Fällen von ihm verlangt. Deshalb ist er auch genau der Richtige um einen Film wie Real Steel zu tragen.

Real Steel
ist dabei ein klassischer High-Concept Film, der von vorne bis hinten durchkalkuliert scheint um es ja der Zielgruppe recht zu machen. Die Bürde eines solchen Films ist es aber in vielen Fällen nun mal, dass so keinerlei Leben entsteht. Man spürt das Retortenhafte im Setting, fühlt das Leblose in der Inszenierung und merkt einfach, dass man hier keinen Film sieht, der von einem Filmemacher vorangetrieben wurde, der auch an das Konzept glaubt, sondern eher von einer Schar an Söldnern heruntergekurbelt wurde, die nur aufs Geld aus waren. Das alles sind Probleme die Real Steel nicht so leicht von sich weisen kann - aber man muss auch zugestehen, dass das Konzept zumindest für einen Familien-Filmabend durchaus aufgehen könnte.

Hugh Jackman macht sein Sache als charismatischer Hauptdarsteller recht gut - auch wenn seine Rolle kaum über das übliche “vom schlechten zum guten Vater”-Klischee hinausreicht - und auch wenn das Setting für viele etwas merkwürdig klingen mag, so macht es doch als Vater-Sohn Film durchaus Sinn, da der Film die Emotionen einer solchen Story recht solide übermitelt und für das Zielpublikum sicher Spaß machen wird. Aber man sollte sich eben auch bewusst sein, dass Real Steel vorwiegend auf ein jüngeres Publikum abzielt und erfahrene Kinogänger vom durchkalkulierten Konzept wohl etwas gelangweilt werden könnten.

Das liegt vor allem auch daran, dass der Film dem Genre der Vater-Sohn-Beziehungsklamotte absolut gar nichts Neues hinzufügt - so nimmt Real Stell nur ein Konzept, welches schon im Jahr 1987 in Over the Top nichts Aufregendes war und erweitert es um die aktuelle Trendkomponente “Roboter”. Wie gesagt, das ist kein völliger Reinfall - innerhalb seiner Limitierungen kann Real Steel eine Familie mit jungen Kindern (bzw. jung gebliebenen Erwachsenen) sicher solide unterhalten. Aber man sollte sich eben bloß nicht zu viel erwarten um nicht enttäuscht zu werden.

Fazit:
Real Steel ist ein High Concept Film wie aus dem Lehrbuch - man spürt leider überdeutlich, dass dem Film alle Ecken und Kanten genommen wurden nur um es der Zielgruppe unter allen Umständen recht zu machen. Das führt zur bekannten Leblosigkeit die einen solcher Film nun einmal oftmals prägt. Auch die Vater-Sohn Geschichte läuft nach dem bewehrten “Over the Top” Muster ab und wagt kaum etwas Neues. Trotzdem: Für Hugh Jackman Fans und junge Familien ist Real Steel einen Blick wert - kein weltbewegender Film, kann man sich aber ansehen.

Wertung:
6/10 Punkte
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