Final Destination 5 (2011)

OT: Final Destination 5 - 92 Minuten - Horror / Thriller
Final Destination 5 (2011)
Kinostart: 26.08.2011
DVD-Start: 31.12.2011 - Blu-ray-Start: 31.12.2011
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Filmkritik zu Final Destination 5

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Der erste Teil der Final Destination Reihe konnte tatsächlich noch mit einer kreativen Ausgangslage punkten. Auf Grund einer Vision entgeht eine Gruppe Jugendlicher einer Katastrophe - dem Tod gefällt dies aber gar nicht und so nimmt er ihnen nach und nach das Leben. Das Slasherprinzip wird hier ohne sichtbaren Bösewicht durchgezogen, stattdessen sorgen (mehr oder weniger) komplexe Kettenreaktionen für das Ableben der Figuren. Nach dem ersten Teil ist die Reihe aber leider etwas zu träge geworden und hat es sich im wohlig etablierten Muster der Geschichte etwas zu gemütlich gemacht - dank solidem Unterhaltungswert und unterhaltsamen Schlusstwist ist Final Destination 5 aber wieder eine Steigerung gegenüber den beiden letzten Teilen der Reihe, auch wenn die Schwächen im Prinzip gleich geblieben sind.

Im Bus während eines Arbeitsausflugs hat Sam (Nicholas D'agosto) eine Vision: Er sieht eine Brücke einstürzen und sich selbst und seine Kollegen dabei sterben. Kurzerhand packt er seine Ex-Freundin Molly (Emma Bell), warnt seine Kollegen und stürmt aus dem Bus. Einige wenige folgen ihm und tatsächlich geht seine Vision in Erfüllung. Doch damit ist die Sache natürlich nicht erledigt. Denn die Gruppe ist dem Tod von der Schippe gesprungen, und diesem gefällt das natürlich gar nicht. Nach und nach ereignen sich mysteriöse Unfälle, die den Kreis der Überlebenden dezimieren...

Die Final Destination Reihe hat längst ihre bewährte Routine gefunden, von der sich auch der fünfte Teil nicht allzu weit entfernt. Zu Beginn steht die Vision inklusive großer Katastrophe, es folgt das leicht an einen Slasher (ohne Killer) erinnernde Dezimieren der Opfer und irgendwann im Laufe des Films findet sich ein Gütiger, der den Opfern die “Regeln” des Todes erklärt. Soweit ist alles beim Alten geblieben, aber man muss den Filmemachern auch zugestehen, dass sie sich wieder etwas mehr Mühe gegeben haben den Unterhaltungswert hoch zu halten, weswegen Final Destination 5 auch sicher allen Fans der Reihe wieder mehr gefallen dürfte als die beiden letzten Teile.

Denn man hat es wieder besser geschafft die unweigerlichen Todesfälle mit schwarzem Humor zu würzen - sodass alle Zuseher wieder gespannt miträtseln dürfen wie sich denn die Einzelaspekte der in Stellung gebrachten Kettenreaktion genau zusammenfügen werden und schließlich zum Ableben der Figur führen werden. Natürlich muss dies nicht jedem gefallen, aber wer seine Freude bei den bisherigen Teilen der Reihe hatte, der wird wohl auch hier seinen Spaß haben - vor allem da die Todesfälle wieder eine Spur kreativer und überraschender arrangiert werden.

Außerdem hat man versucht eine Neuerung einzufügen und so eine frische Dynamik in das mittlerweile doch schon etwas verkrustete Treiben zu bringen. So ist es nun möglich den Tod “dauerhaft” zu überlisten: Dazu ist es aber notwendig, dass man jemand anderes tötet und so quasi dessen Leben bekommt. Was das soll ist klar: Man versucht eine gewisse moralische Ambivalenz einzubringen und die Figuren (und in weiterer Folge natürlich die Zuseher) vor schwierige moralische Fragen zu stellen. Gone, Baby, Gone hat z.B. vorgemacht wie dies in Perfektion funktionieren kann. In Final Destination 5 bleibt der Ansatz aber lediglich an der Oberfläche haften und bringt keinen wirklichen Mehrwert für den Film.

Der Hauptgrund dafür ist widerum das selbe Problem, dass die Reihe im Prinzip seit Teil 2 hat: Alle Figuren und Schauspieler wirken völlig glatt, beliebig und austauschbar. Man interessiert sich weder für ihre Geschichte, noch für ihr Schicksal und deshalb fällt es auch sehr schwer auch nur einen Funken Emotion für den Film zu verspüren. Das ist auch der Grund warum das neue Konzept der moralischen Hinterfragung nicht funktioniert und warum der “große Kampf” innerhalb der Gruppe der Überlebenden - darum wer es nun als erstes übers Herz bringt einen anderen Menschen zu töten - nicht wirklich interessant ist, sondern eher beliebig erscheint.

Aber es war auch abzusehen, dass es kaum gelingen wird die Reihe überraschenderweise wieder völlig zu rehabilitieren (dass so etwas aber durchaus möglich ist hat dieses Jahr bereits Fast & Furious Five gezeigt) - wer aber der Reihe bisher treu geblieben ist, der wird auch mit Final Destination 5 seinen Spaß haben. Zwar sind die Schwächen seit dem zweiten Teil relativ konstant geblieben, aber dafür ist zumindest der Unterhaltungswert wieder etwas angestiegen. Besonders das gelungene und überraschend stimmige Finale weiß hier zu gefallen - es bleibt nur zu hoffen, dass man es dabei aber nun belässt. Denn einen runderen Abschluss für die Final Destination Reihe wird man wohl kaum mehr finden.

Fazit:
Die Final Destination Reihe hat kreativ begonnen, aber vegetiert im Wesentlichen nun schon seit Jahren vor sich dahin und steckt in den verkrusteten Erzählstrukturen fest. So sind auch die Schwächen seit dem zweiten Teil sehr konstant geblieben. Das größte Problem ist dabei sicherlich, dass die Figuren völlig austauschbar sind und man als Zuseher keinerlei Bindung zu den Charakteren und in Folge der Geschichte entwickeln kann. Aber man muss auch eingestehen, dass Final Destination 5 wieder besser als die letzten beiden Teile geworden ist. Die eröffnende Katastrophe ist durchaus spektakulär und die Kettenreaktionen, die zum Ableben der diversen Protagonisten führen sind wieder etwas interessanter gestaltet und mit einer Prise schwarzem Humor gewürzt. Da der finale Twist des Films außerdem überraschend gut gelungen ist und die Reihe zu einem eigentlich perfekten Abschluss bringt, können Fans der Vorgänger bedenkenlos ein Kinoticket lösen - wer aber die Teile 2-4 schon überflüssig fand, der wird auch mit dem fünften Teil nicht wieder bekehrt werden.

Wertung:
5/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 5/10 | Kritiken: 2 | Wertungen: 6
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