![]() ![]() Hesher OT: Hesher Regie: Spencer Susser Drehbuch: Spencer Susser, David Michod Filmstart: xx.xx.2011 | Laufzeit: | Drama |
Heher (Joseph Gordon-Levitt) ist ein Einzelgänger, der ununterbrochen raucht und es liebt Sachen anzuzünden und in die Luft zu jagen. Er lebt in einem Van, bis zu dem Zeitpunkt an dem er auf den kleinen 13-jährigen T.J. (Devin Brochu) trifft. T.J. hat vor einiger Zeit seine Mutter verloren und seit diesem Vorfall geht es ihm, seinem Vater Paul (Rainn Wilson) und seiner Großmutter (Piper Laurie) zunehmend schlechter. Der Vater konsumiert übermäßige Mengen an Medikamenten um den Tod seiner Frau zu verarbeiten und die Großmutter setzt alles daran die Familie zusammen zu halten.
Ist Hesher ein von Moral und Ethik befreiter Eremit? Ein Nonkonformist, der nur seinen eigenen Weg geht und der versucht so wenig wie nur möglich mit den Menschen in seinem Umfeld zu kommunizieren? Oder ist er womöglich sogar ein Misanthrop, dessen scheinbar gutherziges Handeln nur dem Selbstzweck dient? So ganz genau kann man das nicht sagen, doch es gibt Punkte an denen man glaubt, dass man diese merkwürdige Figur durchschaut hätte, nur um kurze Zeit später eines besseren belehrt zu werden.
Was diesem Film zusätzlich etwas an Faszination verleiht ist die einfache Tatsache, dass Hesher kaum eine charakterliche Wandlung durchläuft. Und auch T.J. merkt man keine großartigen Veränderungen an. Lediglich der Vater des Jungen, der hier aber eigentlich nur als Randfigur auftritt, wirkt gegen Ende des Films wie ein anderer Mensch. Einige Szenen (vor allem im ersten Drittel des Films), die auf satirische Art zum Lachen ermuntern, sind eher untypisch für ein Drama, das sich mit so einem schweren Thema auseinandersetzt. Ob all diese Besonderheiten, sowie die durch fehlende charakterliche Entwicklungen etwas schlappe Dramaturgie, dem Film schaden sei dahingestellt. Ich persönlich empfand Hesher als erfrischend anders. Und genau diese Andersartigkeit macht den Film meiner Meinung nach zumindest sehenswert.
Fazit:
Man kann alles mögliche von diesem Film erwarten und doch wird man aus dem Kino kommen und sagen: Hesher war anders. Denn Spencer Susser's Drama wirft jegliche Konventionen über Bord. Über die titelgebende Figur erfahren wir so gut wie gar nichts, keine wesentliche Figur durchmacht eine ernstzunehmende Wandlung und dramaturgisch ist Hesher auch eher unausgereift. Trotzdem machen der eigenwillige tragikomische Stil, die morbide Stimmung und die skurillen Charaktere einen durchaus sehenswerten Film. Hesher hat etwas Neuartiges an sich. Und das ist gut so.
Wertung:
7/10 Punkte
Keine Videos gefunden!
Keine News gefunden!

| Die Daten werden uns zur Verfügung gestellt von Flimmit.com |

