Mr. Poppers Pinguine (2011)

OT: Mr. Popper's Penguins - 95 Minuten - Komödie
Mr. Poppers Pinguine (2011)
Kinostart: 23.06.2011
DVD-Start: 11.11.2011 - Blu-ray-Start: 30.03.2012
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Filmkritik zu Mr. Poppers Pinguine

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Jim Carrey schafft es einfach nicht mehr an vergangene Erfolge anzuschließen - und das hat auch einen guten Grund: Die Zeiten haben sich geändert, aber Jim Carrey macht immer noch die selben Filme wie vor zehn Jahren. Zwar gibt es immer wieder Ausnahmen, vorwiegend wenn Carrey das Fach der Mainstreamkomödie verlässt wie in Vergiss mein nicht, aber in seiner Stammdisziplin hat der Charme des Grimassenschneiders leider deutliche Dellen bekommen. Sein neuester Streich Mr. Poppers Pinguine ist dabei keine Ausnahme und leidet vor allem an einem sehr schwachen Drehbuch.

Mr. Popper (Jim Carrey) ist ein aufstrebender Geschäftsmann in New York. Sein Familienleben rund um Ex-Frau  Amanda (Carla Gugino) und seine beiden Kinder Janie (Madeline Carroll) und Billy (Maxwell Perry Cotton) hat da nur eine untergeordnete Rolle. Stattdessen käuft er wichtige Grundstücke für seine Firma und hofft einmal selbst zum Partner zu werden. Doch der letzte Auftrag, der Popper und seine Assistentin  Pippi (Ophelia Lovibond) von dieser Ehre trennt birgt gleich doppelte Schwierigekeiten: Die Besitzerin des zu übernehmenden Objekts Mrs. Van Gundy (Angela Lansbury) weigert sich zu verkaufen und außerdem hat Popper ganz private Erinnerungen an das zu erwerbende Restaurant. Diese sind insofern frisch, da sein Vater kürzlich gestorben ist. Und in dieser Situation kommt es ihm natürlich gar nicht recht, dass sein alter Herr beschlossen hat ihm eine Horde Pinguine zu hinterlassen...

Mr. Poppers Pinguine kann auf der Habenseite einen wirklich gut gelaunten Jim Carrey verbuchen, der versucht mit seinen üblichen Stärken durch den Film zu führen. Zwar kann Carrey nicht wirklich überraschen, sondern spult im Wesentlichen nur sein Standardrepertoire ab, aber als sympathischer Hauptdarsteller macht er seine Sache solide und wird seine Fans wohl zufrieden stellen. Das Problem des Films ist nur, dass die Liste an positiven Eigenschaften an dieser Stelle auch schon wieder endet und Mr. Poppers Pinguine ansonsten eine einfallslose und sehr schwach geschriebene Familienkomödie von der Stange ist.

Die Familienprobleme im Hause Popper sind ebenso überkonstruiert, wie langweilig und basieren lediglich auf den üblichen abgedroschenen Klischees. Die hinzugefügte animalische Prise erinnert lediglich an Versatzstücke des klassischen “talking animals” Films, nur dass die Tiere in diesem Fall nicht reden dürfen, sondern durch ihre Körpersprache kommunizieren. Dabei fehlt es aber vor allem an Charme, da die Show in dieser Konstellation kaum Spaß macht. Slapstickeinlagen und eine Prise Fäkalhumor sind leider zu wenig um den Film zu retten. Durchaus gelungene Momente - wie das Zittern um das letzte Ei der Pinguinbrut - kommen viel zu selten und wenn sie kommen, scheitert es meistens an der Ausführung.

Eine wirkliche Katastrophe ist aber das Drehbuch: Wie bereits erwähnt ist der Kern der Familiengeschichte nicht besonders kreativ, aber das ist noch nicht einmal das Problem des Films. Viel tragischer ist die Tatsache, dass sich beinahe alle Gags und Plotpoints des Films irgendwie durch Zufälle ergeben und alle Situationen so weltfremd sind, dass man sich pausenlos gegen die Stirn klatschen möchte. Es ist ja ok, wenn man in einem Film dieser Art etwas über die Stränge schlägt, aber wenn sich jeder Aspekt der Story nur durch einen Kniff erklären lässt, der völlig unverständlich wirkt und beinahe jeder Witz des Films nur durch eine Situation entsteht, die man dem Film nie abkauft, dann lässt sich unschwer erkennen, dass der Film gewaltige Probleme hat.

Fazit:
Mr. Poppers Pinguine ist eine großteils belanglose Familienkomödie, die dank eines katastrophal schlechten Drehbuchs leider absolut nicht funktioniert. Für Jim Carrey Fans gibt es zumindest, ähm, tja, Jim Carrey eben, aber auch dieser spult die Rolle nur solide herunter. Zwar sind die Sympathiewerte des Hauptdarstellers einer der wenigen Pluspunkte, aber in einem ganz und gar enttäuschenden Film, der lediglich im Ansatz etwas Charme erkennen lässt, ist dies auch schon egal.

Wertung:
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