![]() ![]() Arthur Weihnachtsmann OT: Arthur Christmas Regie: Sarah Smith, Barry Cook Drehbuch: Peter Baynham, Sarah Smith Filmstart: 18.11.2011 | Laufzeit: | Animation |
Längst hat der altbewährte Schlitten samt den Rentieren ausgedient, heutzutage steckt hinter dem „Unternehmen Weihnachtsmann“ eine aufwendige Organisation, bei der der Weihnachtsmann eigentlich nur noch eine repräsentative Rolle übernimmt. Die Geschichte beginnt am Weihnachtsabend, der Weihnachtsmann (Jim Broadbent) ist zusammen mit über einer Million Elfen mit dem sogenannten S1 unterwegs, das neue, weihnachtliche Flugobjekt, das mit sämtlichen, technischen Spielerein ausgestattet, eher einem übergroßen Raumschiff à la Enterprise als einem traditionellen Weihnachtsgefährt gleicht. Mithilfe der Tarnfunktion kann so schon mal eine ganze Stadt unbemerkt bedeckt und beschenkt werden. Toporganisiert werden die Elfen in Teams vom Schiff losgeschickt um nach gekonnter Agentenmanier in die verschiedenen Häuser zu gelangen, die Geschenke ohne Spuren unter dem Baum zu platzieren und dafür in jedem Haus nicht länger als 18 Sekunden zu brauchen. In der Zentrale am Nordpol hat derweilen der älteste Sohn vom Weihnachtsmann Steve (Hugh Laurie) das Sagen und sorgt dafür, dass alles nach Plan läuft, will er doch selbst eines Tages die Rolle des Weihnachtsmanns übernehmen.
Nach einem Drehbuch von Peter Baynham und Sarah Smith schaffte die Produktionsfirma Aardman Animations, die schon für Wallace & Gromit (2005) verantwortlich war und für eigenwillige Stopmotion-Filmdesign bekannt ist, mit Arthur Christmas für Sony Pictures Animation nun einen CG-Animationsfilm in 3D-Technik, der pünktlich zu Beginn der Vorweihnachtszeit Groß und Klein auf originelle Weise zu unterhalten weiß. Neben der Erzählung einer etwas anderen Weihnachtsgeschichte steht auch der Versuch, das Weihnachtsgeschehen rund um den Weihnachtsmann nachvollziehbar zu erklären. Trotz der CG-Animation ist das berühmte Design der Figuren von Aardman Productions im Stile von Wallace & Gromit unverkennbar.
Im Original leiht der schottische Schauspieler James McAvoy, bekannt aus Filmen wie Abbitte (2007) oder X-Men: Erste Entscheidung (2011) seine Stimme der Titelfigur Arthur, dessen älterer Bruder Steve von Dr. House-Star Hugh Laurie gesprochen wird. Mit Jim Broadbent (Bridget Jones, 2001, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 2, 2011) als Weihnachtsmann und Bill Nighy (Powder Girl, 2011) als Stimmengeber von Opa Weihnachtsmann wird den Charakteren des Animationsfilms durch hochkarätige Synchronsprecher Leben eingehaucht.
Fazit:
Als etwas anderer Weihnachtsfilm kommt Sarah Smiths Arthur Christmas als Aardman-Produktion rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit daher, um zum einen kleinen und großen Zusehern einen Einblick ins modernisierte Unternehmen des Weihnachtsmanns zu geben und zum andern die Geschichte des wenig beachteten Sohn des Weihnachtsmanns Arthur, der mit seiner Begeisterung für das besinnliche Fest alles daran setzt, ein vergessenes Kind zu besuchen, um sein Geschenk zu überbringen, zu erzählen. Mit viel witzreichen Dialogen und lustigen Darstellungen ganz im Stile der Produktionsfirma, die schon für Wallace & Gromit verantwortlich war, hebt sich Arthur Christmas von anderen Filmen seines Genres ab und beweist, dass ein Film über den Nordpol, den Weihnachtsmann und helfende Elfen nicht nur die Kleinen, sondern auch jung gebliebene Erwachsene in seinen Bann ziehen und unterhalten kann.
Wertung:
8/10 Punkte

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