Arthur Weihnachtsmann (2011)

OT: Arthur Christmas - 97 Minuten - Animation
Arthur Weihnachtsmann (2011)
Kinostart: 18.11.2011
DVD-Start: 30.11.2012 - Blu-ray-Start: 30.11.2012
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Filmkritik zu Arthur Weihnachtsmann

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Es gibt wohl kaum eine Frage, die Kinder weltweilt zu Weihnachten mehr beschäftigt, als jene, wie denn der Weihnachtsmann es bewerkstelligen kann, jedes einzelne Kind rund um den Globus zu besuchen und zu beschenken und das alles in nur einer einzigen Nacht. Doch auf diese folgen unzählige weitere Fragen – Liest der Weihnachtsmann die Briefe der Kinder alle selbst? Umfliegt er die Welt zu Weihnachten tatsächlich mit einem Schlitten, der von Rentieren gezogen wird? Und wie kann es sein, dass man ihn noch nie zu Gesicht bekommen hat? Mit all diesen und noch mehr Ungereimtheiten versucht nun zu Beginn der besinnlichen Zeit Arthur Christmas von Regisseurin Sarah Smith als ein weiterer, aber etwas anderer Weihnachtsfilm aufzuräumen und sämtliche Umstände rund um das Weihnachtsgeschehen am Nordpol aufzuklären.

Längst hat der altbewährte Schlitten samt den Rentieren ausgedient, heutzutage steckt hinter dem „Unternehmen Weihnachtsmann“ eine aufwendige Organisation, bei der der Weihnachtsmann eigentlich nur noch eine repräsentative Rolle übernimmt. Die Geschichte beginnt am Weihnachtsabend, der Weihnachtsmann (Jim Broadbent) ist zusammen mit über einer Million Elfen mit dem sogenannten S1 unterwegs, das neue, weihnachtliche Flugobjekt, das mit sämtlichen, technischen Spielerein ausgestattet, eher einem übergroßen Raumschiff à la Enterprise als einem traditionellen Weihnachtsgefährt gleicht. Mithilfe der Tarnfunktion kann so schon mal eine ganze Stadt unbemerkt bedeckt und beschenkt werden. Toporganisiert werden die Elfen in Teams vom Schiff losgeschickt um nach gekonnter Agentenmanier in die verschiedenen Häuser zu gelangen, die Geschenke ohne Spuren unter dem Baum zu platzieren und dafür in jedem Haus nicht länger als 18 Sekunden zu brauchen.  In der Zentrale am Nordpol hat derweilen der älteste Sohn vom Weihnachtsmann Steve (Hugh Laurie) das Sagen und sorgt dafür, dass alles nach Plan läuft, will er doch selbst eines Tages die Rolle des Weihnachtsmanns übernehmen.

Der einzige, der noch die wirkliche Freude an Weihnachten noch zu erkennen scheint, ist jedoch der zweite und jüngere Sohn des Weihnachtsmanns Arthur (James McAvoy), der mit seiner tollpatschigen Art in der Poststelle arbeitet, wo er eingehende Briefe von Kindern an den Weihnachtsmann liest und beantwortet. Als der Weihnachtsmann und seine Elfencrew nach Auslieferung von insgesamt zwei Millionen Geschenken wieder am Nordpol ankommen, sich aber herausstellt, dass ein Geschenk nicht ausgeliefert und somit ein einziges Kind auf der Welt nicht beschenkt wurde, ist Arthur der Einzige, der dies nicht akzeptieren und sich auf den Weg machen will, um auch das letzte Kind glücklich zu machen. Unterstützung bekommt er vom gebrechlichen Opa Weihnachtsmann (Bill Nighy), dem Vater und Vorgänger des amtierenden Weihnachtmann und Verfechter des traditionellen Belieferungsverfahrens  sowie dem motivierten Einpackelf Bryony (Ashley Jensen). Eine Reise mit Opas altem Schlitten und den in die Jahre gekommenen Rentieren rund um den Globus und gegen die Zeit beginnt, bei der Arthur in so manche aussichtlose Situation gelangt, aber dennoch die Chance hat, das Weihnachtsfest als Held zu retten, sei es nur für ein einziges Kind...

Nach einem Drehbuch von Peter Baynham und Sarah Smith schaffte die Produktionsfirma Aardman Animations, die schon für Wallace & Gromit (2005) verantwortlich war und für eigenwillige Stopmotion-Filmdesign bekannt ist, mit Arthur Christmas für Sony Pictures Animation nun einen CG-Animationsfilm in 3D-Technik, der pünktlich zu Beginn der Vorweihnachtszeit Groß und Klein auf originelle Weise zu unterhalten weiß. Neben der Erzählung einer etwas anderen Weihnachtsgeschichte steht auch der Versuch, das Weihnachtsgeschehen rund um den Weihnachtsmann nachvollziehbar zu erklären. Trotz der CG-Animation ist das berühmte Design der Figuren von Aardman Productions im Stile von Wallace & Gromit unverkennbar.

Die Macher scheuten weder Zeit noch Mühe, um jeglichen Überlegungen und ausgeklügelten Berechnungen in Bezug auf den Zeitplan am Weihnachtsabend, in welcher Geschwindigkeit der S1 beispielsweise fliegen muss, um in einer Nacht sämtliche Länder der Erde besuchen zu können,  Rechnung zu tragen und zu bestätigen, sodass jedes einzelne Detail des Films zusammenpasst und neben Witz und Action bis zum Schluss eine mitreißende Spannung bestehen bleibt.

Im Original leiht der schottische Schauspieler James McAvoy, bekannt aus Filmen wie Abbitte (2007) oder X-Men: Erste Entscheidung (2011) seine Stimme der Titelfigur Arthur, dessen älterer Bruder Steve von Dr. House-Star Hugh Laurie gesprochen wird. Mit Jim Broadbent (Bridget Jones, 2001, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 2, 2011) als Weihnachtsmann und Bill Nighy (Powder Girl, 2011) als Stimmengeber von Opa Weihnachtsmann wird den Charakteren des Animationsfilms durch hochkarätige Synchronsprecher Leben eingehaucht.


Fazit:

Als etwas anderer Weihnachtsfilm kommt Sarah Smiths Arthur Christmas als Aardman-Produktion rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit daher, um zum einen kleinen und großen Zusehern einen Einblick ins modernisierte Unternehmen des Weihnachtsmanns zu geben und zum andern die Geschichte des wenig beachteten Sohn des Weihnachtsmanns Arthur, der mit seiner Begeisterung für das besinnliche Fest  alles daran setzt, ein vergessenes Kind zu besuchen, um sein Geschenk zu überbringen, zu erzählen. Mit viel witzreichen Dialogen und lustigen Darstellungen ganz im Stile der Produktionsfirma, die schon für Wallace & Gromit verantwortlich war, hebt sich Arthur Christmas von anderen Filmen seines Genres ab und beweist, dass ein Film über den Nordpol, den Weihnachtsmann und helfende Elfen nicht nur die Kleinen, sondern auch jung gebliebene Erwachsene in seinen Bann ziehen und unterhalten kann.

Wertung:
8/10 Punkte

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