Insidious (2010)

OT: Insidious - 102 Minuten - Fantasy / Horror / Thriller
Insidious (2010)
Kinostart: 21.07.2011
DVD-Start: 24.11.2011 - Blu-ray-Start: 24.11.2011
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Filmkritik zu Insidious

Von am
James Wan ist im Jahr 2004 der Durchbruch mit dem, mittlerweile zum Kultfilm avancierten, Kammerspiel Saw gelungen, der maßgeblich daran beteiligt war härtere Horrorfilme wieder salonfähig zu machen. Mit den qualitativ eher enttäuschenden Nachfolgern der Reihe hatten Wan und sein Autor Leigh Whannell aber nichts mehr zu tun, stattdessen drehten sie gemeinsam den eher mäßigen Gruselfilm Dead Silence und Wan inszenierte auch noch den soliden Rachethriller Death Sentence. Nun haben Wan und Whannell ihre Kräfte wieder gebündelt und versuchen sich mit Insidious an einer klassischen Geistergeschichte.

Als Josh Lambert (Patrick Wilson) gemeinsam mit seiner Frau Renai (Rose Byrne) in ein neues Haus zieht, beginnen sich merkwürdige Ereignisse zu häufen. Doch als ihr Sohn Dalton (Ty Simpkins) schließlich ohne jeden erkennbaren Grund in ein Koma fällt und die Ärzte absolut keine Ahnung haben was ihm fehlen könnte, beginnt der Horror erst richtig. Es scheint so als würden sich böse Kräfte im Haus sammeln und um dem Spuk zu entgehen beschließen sie wieder auszuziehen. Doch die Geister waren keineswegs an das Haus gebunden, sondern haben es auf Dalton abgesehen - also verfolgt sie der Horror auch in ihr neues Zuhause und sie müssen sich den Geistern stellen...

Insidious ist im Wesentlichen ein dreigeteilter Film. Das erste Drittel ist mehr oder weniger eine klassische Einführung - Wan ist sich der Vergangenheit des Genres bewusst und spielt geschickt mit den Motiven des Geisterfilms. Allerdings hat er hier noch das Problem, dass seine Geschichte in dieser Einleitung noch keine wirklichen Highlights bereit hält. Zwar versucht er durch die üblichen Klischees Spannung zu erzeugen, diese Versuche gelingen aber nur selten und führen stattdessen meistens ins Nichts. Das führt wiederum dazu, dass der Auftakt recht langweilig geworden ist und nur bei relativ unerfahrenen Zusehern für Gänsehaut sorgen wird.

Ganz anders sieht dies jedoch im zweiten Drittel aus. Hier kann James Wan die Stärken seiner Story gut ausspielen. Auch seine Inszenierung, die stets sehr altmodisch und klassisch gehalten ist, passt ausgezeichnet zu den stilsicheren Gruselmomenten und den äußerst zielgerichtet eingesetzten Schockeffekten. Wan spielt geschickt mit dem Geisterhausmotiv und schafft es ausgzeichnet eine dichte Atmosphähre zu erzeugen, die für wohligen Grusel sorgt. Es tut richtig gut einmal wieder einen eher zurückhaltenden Gruselfilm zu sehen, der mehr mit Stimmungen und stilsicher eingesetzten Geistererscheinungen, als mit überzogener Brutalität überzeugen will.

Dieser gelungene Ansatz verläuft sich aber leider im letzten Drittel vollständig. Aus dem zurückhaltenden Geisterfilm wird eine völlig überzogene Freakshow mit vielen schrägen Einfällen und einigen weniger gelungenen Storykniffen. Man übertreibt es hier mit der altmodischen Skurilität und ganz besonders wenn dann der Übertritt in die Geisterwelt erfolgt, hat James Wan alle gelungenen Aspekte seines Films schon weit hinter sich gelassen. Die gelungene Gruselstimmung sucht man im Finale vergebens, stattdessen bekommt man Klischees und eine eher weniger aufregende Geisterstimmung vorgesetzt.

Fazit:
Insidious beginnt recht langweilig, schafft es im Mittelteil aber dennoch mit stimmungsvoller Gruselatmosphäre zu überzeugen und zerfällt schließlich am Ende vollständig in seine Einzelteile. Die Geschichte manövriert sich immer weiter ins Abseits und letzten Endes gelingt es James Wan nie die schräge Story, die altmodische Inszenierung und seine teilweise recht abstrusen Ideen und Einschübe unter einen Hut zu bekommen. Schade, Insidious zeigt nämlich speziell im zweiten Drittel durchaus Potential.

Wertung:
4/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 6.2/10 | Kritiken: 3 | Wertungen: 23
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Liste von KaHi
Erstellt: 21.03.2013