![]() ![]() Jane Eyre OT: Jane Eyre Regie: Cary Fukunaga Drehbuch: Moira Buffini Filmstart: 02.12.2011 | Laufzeit: | Romantik-Drama |
Nach dem Tod von Jane Eyres (Mia Wasikowska) Eltern lebt sie unter der Obhut ihrer reichen Verwandten. Doch dort lässt man Jane deutlich spüren, dass sie eigentlich nicht dazu gehört. Schlussendlich wird sie in ein Internat gebracht, wo sie einer strengen Erziehung unterworfen wird. Später findet sie eine Anstellung im Anwesen Thornfield Hall, wo sie für die freundliche Mrs. Fairfax (Judi Dench) arbeitet - doch der eigentliche Besitzer des Anwesens ist jemand anderes: Der mysteriöse Edward Rochester (Michael Fassbender), der immer wieder unangemeldet vorbei kommt und dann wieder lange abwesend ist. Und zwischen ihm und Jane entsteht bald schon eine ganz besondere Verbindung...
Die denkwürdigste Leistung liefert (wieder einmal) Michael Fassbender, der sich in den letzten Jahren zu einem schauspielerischen Schwergewicht entwickelt hat und jeden Film durch seine bloße Präsenz aufwertet. Fassbender schafft es seinen Charakter mit wenigen Worten, kleinen Gesten und einer unheimlichen emotionalen Wucht zu definieren und so auf faszinierende Weise seine Figur zu portraitieren. Besonders gut gelingt es ihm Rochester sowohl schroff und höchst mysteriös zu zeigen, aber gleichzeitig die tiefe Sehnsucht nach Jane glaubwürdig darzustellen. In den einfachen Gesten und der immer prägnanten Mimik Fassbenders erkennt man sowohl die Skepsis gegenüber der gesamten Welt und die Traurigkeit eines umherdriftenden Suchenden, als auch die Hoffnung auf ein normales Leben und die Sehnsucht nach dem utopischen Glück.
Abgesehen von den grandiosen Darstellern ist es besonders die ganz besondere Atmosphäre, die Jane Eyre auszeichnet. Der Film ist durchzogen von einer klirrenden Kälte und eingekesselt von einem mysteriösen Nebel der dunklen Vorahnungen. Obwohl man es nur schwer definieren kann woher die Zweifel kommen, so meint man in den Gängen von Thornfield Hall doch ständig verborgene Geheimnisse aus der Verganheit lauern zu sehen, die nur darauf warten auf die Gegenwart herzufallen. Jane Eyre gelingt es dabei immer wieder eine Atmosphäre der Ungewisseheit aufzubauen - weiters sei erwähnt, dass es dem Film gelingt romantisch zu sein ohne auf allzu blumige Stilmittel zu setzen und ohne den Intellekt zu vergessen.
Fazit:
Jane Eyre ist eine ausgezeichnete Adaption des berühmte Literaturklassikers von Charlotte Brontë. Regisseur Cary Fukunaga gelingt es die Geschichte rund um die Selbstbestimmung des Individuums und des Überwindens von gesellschaftlichen Schranken mit ausgzeichneter Atmosphäre auf die Leinwand zu transferieren. Unterstützt wird er dabei von seinen grandiosen Darstellern, denen es gelingt Romantik und Tragik mit großer Wucht und feinfühliger Balance in ihren Rollen zu vereinen. Der schroffe, kalte und nebulöse Charakter der Erzählung lässt uns dabei zu orientierungslosen Wanderern im Meer des Lebens werden und gemeinsam mit den Hauptfiguren versuchen wir nur die nächste Insel zu erreichen. Jane Eyre ist eine wirklich sehr gute Verfilmung des Ausgangsmaterial und Fans von Literaturverfilmungen sollte sich dieses imposante Drama nicht entgehen lassen.
Wertung:
8/10 Punkte
02.12.2011 - Jane Eyre - Deutscher Trailer
22.03.2011 - Jane Eyre - Neues Poster online!
15.11.2010 - Jane Eyre - Erstes Poster online!

| Die Daten werden uns zur Verfügung gestellt von Flimmit.com |














