![]() ![]() Die Lincoln-Verschwörung OT: The Conspirator Regie: Robert Redford Drehbuch: James D. Solomon Darsteller: James McAvoy, Alexis Bledel, Evan Rachel Wood, Robin Wright, Justin Long, Kevin Kline, Danny Huston, Tom Wilkinson Filmstart: 30.09.2011 | Laufzeit: | Drama |
Washington 1865: Der Bürgerkrieg in den USA ist zu Ende, aber das Land ist immer noch von inneren Spannungen durchzogen. Dies führt schließlich soweit, dass der US-Präsident Abraham Lincoln (Gerald Bestrom) bei einem Theaterbesuch erschossen wird. Die US-Regierung startet daraufhin eine Hetzjagd auf die Attentäter. Zwar wird der Schütze John Wilkes Booth (Toby Kebbell) erschossen, aber seine Mitverschwörer werden vor Gericht gestellt. Darunter befindet sich auch Mary Surratt (Robin Wright), die Mutter eines immer noch flüchtigen Verschwörers, die angeklagt ist, da sie den Attentätern in ihrer Pension Unterschlupf gewährt hat. Ihre Verteidigung soll ausgerechnet der junge Anwalt Frederick Aiken (James McAvoy) übernehmen, ein Kriegsheld der Nordstaaten, der nichts als Verachtung für die Mörder übrig hat...
Man merkt dem Film auch deutlich an, dass es Robert Redford vor allem um den Inhalt gegangen ist. Gerade wenn man den Kontext betrachtet hätte es sich förmlich angeboten den Figuren einen epischen Hintergrund zu spendieren, inklusive optisch beeindruckenden Bürgerkriegsszenen - das alles macht der Film aber nicht. Die Vergangenheit von Hauptfigur Frederick Aiken wird lediglich angerissen, über den ermordeten US-Präsident Lincoln erfährt man so gut wie gar nichts und auch ansonsten sucht man optisch opulente Szenen und visuellen Prunk vergebens.
Und die wahren Stärken des Films finden sich ohnehin auf inhalticher Ebene. Die Gerichtsverhandlungen sind spannend inszeniert und besonders der gesellschaftliche Kontext, der dahinter steht verdient durchaus Aufmerksamkeit. Der Film plädiert lautstark für die Grundrechte der Bürger und ein Einhalten der Verfassung auch in Zeiten großer Konflikte. Wie diverse Ereignisse der jüngeren Geschichte gezeigt haben ist dies immer noch ein wichtiges und aktuelles Thema. Und da es Robert Redford gelingt eben jene Thematik auf spannende und unterhaltsame Weise zu skizzieren ist Die Lincoln-Verschwörung ein durchaus sehenswerter Film. Auch wenn Lincoln und die Verschwörung nur ein Mittel zum Zweck sind.
Fazit:
Die Lincoln-Verschwörung ist ein spannender und unterhaltsamer Film, der vor tragischer historischer Kulisse ein auch heute noch wichtiges Thema verarbeitet. Der Film tritt dafür ein die Grundrechte des Einzelnen auch in Zeiten großer Spannungen zu wahren und entwickelt sich dank der idealistischen Inszenierung von Robert Reford zum flammenden Plädoyer für eine faire und gerechte Justiz. Visuell gibt sich der Film allerdings sehr zurückhaltend und der Fokus liegt eindeutig auf der inhaltlichen Botschaft des Films. Dank den guten Darstellern, der spannenden Umsetzung und der immer noch aktuellen Botschaft reicht dies aber für einen gelungenen Kinoabend.
Wertung:
7/10 Punkte
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