Apollo 18 (2011)

OT: Apollo 18 - 86 Minuten - SciFi / Thriller / Horror
Apollo 18 (2011)
Kinostart: 14.10.2011
DVD-Start: 16.03.2012 - Blu-ray-Start: 16.03.2012
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Filmkritik zu Apollo 18

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Die NASA und der Mond - eine Geschichte voller Verschwörungstheorien. Doch im Zentrum des hier besprochenen Films steht nicht etwa die viel diskutierte Apollo 11 Mission, sondern ein anderes Kapitel der Weltraumgeschichte. Apollo 18 sollte ursprünglich am Mond landen, die NASA sagte die Mission aber schließlich ab. So zumindest die offizielle Variante: Regisseur Gonzalo Lopez-Gallego inszeniert seinen Weltraumhorrorfilm als Found-Footage Film, der behauptet, dass die Mission in Wirklichkeit doch stattgefunden hat, aber auf Grund der schrecklichen Ereignisse am Mond geheim gehalten wurde.

Apollo 18 steht unter einem anderen Stern als seine Vorgängermissionen: Unter großer Geheimhaltung werden die drei Astronauten Nathan Walker (Lloyd Owen), Benjamin Anderson (Warren Christie) und John Grey (Ryan Robbins) auf den Mond geschickt und so richtig wissen sie nicht einmal selbst was ihre genaue Mission ist. Die Reise selbst verläuft zunächst nach Plan: Die Landung am Mond gelingt, doch nach einiger Zeit beginnen sich merkwürdige Ereignisse zu häufen. Besonders als die Crew Fußspuren entdeckt, die offenkundig nicht von Ihnen stammen macht sich Angst breit...

Verschwörungstheorien machen immer Spaß - aber eben nur wenn sie irgendwie Sinn ergeben und auch ansprechend vorgetragen werden. Oliver Stones JFK wäre ein Paradebeispiel für einen äußerst gelungenen Film dieser Art. Apollo 18 hätte tatsächlich auch Potential ein zumindest kurzweiliger und spannender Film zu werden. Die Idee klingt sehr interessant und da die meisten Menschen ohnehin dazu neigen den US-Behörden zu misstrauen dürften auch viele potentielle Seher angesprochen werden. Leider gelingt es Apollo 18 aber nie die Ausgangslage wirklich auszunutzen, sodass der Film auch nie wirklich überzeugt.

Found-Footage Filme sind generell eine äußerst schwierige Angelegenheit und es ist alles andere als einfach einen solchen Film zu drehen. Das Konzept erfordert es nun einmal per Definition, dass der Kameramann ein Teil der innerfilmischen Handlung ist und die Kamerabider auch stets innerhalb der Geschichte Sinn ergeben. Das führt aber zu drastischen Einschränkungen und nicht selten wirken die immer gleichen, verwackelten und eben absichtlich wenig professionellen Aufnahmen äußerst anstrengend und wenig ansprechend. Natürlich gibt es Ausnahmen wie den König des Genres, Blair Witch Projekt, oder auch das amüsante Serienkiller-Versatzstück Behind the Mask, aber allzu oft geht das Konzept nicht so recht auf.

Bei Apollo 18 zündet es leider nicht so richtig. Die Kamerabilder schwanken zwischen statisch-langweilig bis hinzu extrem verwackelt und überhekisch. Eine wirkliche Ausgewogenheit findet der Film nie und es macht schlicht in keiner Sekunde Spaß sich dieses Filmmaterial anzusehen. Found-Footage schön und gut, aber Apollo 18 saugt die Produktionswerte des Films förmlich auf und hinterlässt nur einen hässlich-matschigen Brei, der optisch nicht gerade viel her macht. Aber auch der Rythmus des Films lässt sehr zu wünschen übrig. Es ist schon eine kleine Überraschung wie lange sich der eigentlich recht kurze Film anfühlt.

Das liegt auch daran, dass der Film keine wirklichen Überraschungen bereit hält. Die Auflösung hinter dem Ganzen wirkt doch etwas enttäuschend und so hat man das Gefühl, dass es sich die Filmemacher etwas zu einfach gemacht haben: Sie bauen durch eine durchaus spannende Idee eine Erwartungshaltung auf, die der fertige Film aber nicht einhalten kann. Spannung fehlt sowohl im Einzelmoment, als auch im großen Ganzen und so kann man sich weitgehend teilnahmslos zurücklehnen und die Charaktere beobachten, die einen ehrlich gesagt überhaupt nicht interessieren. Man kann es sich denken: Apollo 18 ist nicht sehr gut gelungen und das Geld für die Eintrittskarte kann man sicherlich besser investieren.

Fazit:
Apollo 18 ist ein eher langweiliger Vertreter des Found-Footage Genres. Aus einer interessanten Ausgangslage, die vor allem auf die Neugier der Menschen was Verschwörungstheorien betrifft spekuliert, wird leider gar nichts gemacht: Man schafft es nicht so wirklich das Found-Footage Konzept gewinnbringend einzusetzen, sodass die Zuseher lediglich von der schlechten Kamera genervt werden. Außerdem schafft es der Film weder in seinen Einzelmomenten, noch im großen Ganzen für Spannung zu sorgen, sodass er trotz seiner kurzen Laufzeit erstaunlich langatmig geworden ist. Schade, da wäre mehr möglich gewesen.

Wertung:
4/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 4.5/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 2
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