![]() ![]() Super 8 OT: Super 8 Regie: J.J. Abrams Drehbuch: J.J. Abrams Filmstart: 05.08.2011 | Laufzeit: | SciFi-Mystery |
J.J. Abrams polarisiert spätestens seit dem Staffelfinale der Erfolgsserie Lost und er wird zurecht manchmal als "der Mann, der seine eigenen irren Geschichten nicht mehr auflösen kann" betitelt. Relativ selten beehrt er uns mit Regieführungen in Filmen, seit Cloverfield (als Produzent) und Star Trek sind nun schon einige Jahre vergangen- sein Metier ist und bleibt nun einmal die Sci- Fi- Actionserie. Ob er nun selbst ein großer 80er Jahre (Film)fan ist, oder einfach wieder einmal einen Monsterstreifen für das Kino drehen wollte, nun ist es also soweit: Was anfangs im Internet als 15 Sekunden Teaser mit dem Titel "Prequel zu Cloverfield" auftauchte, kommt bald als eine Hommage typischer 80er Jahre Abenteuerfilme mit Jugendlichen in der Hauptrolle in unsere Kinos. Die große Frage ist jedoch: Ist Super 8 wirklich super?
Man erkennt sofort: die Story alleine ist nicht wirklich weltbewegend. Sowohl die klischee- behaftete Teenagergruppe mit dem Vorzeige- Dicken, dem lustigen Winzling, dem schüchternen Intelligenzbolzen und dem hübschen aber recht seichten Schönling kennen wir aus jeder Folge der Knickerbockerbande. Dass sich gerade der Schüchterndste in den wunderschönen Female- Part verliebt, ein anderer Freund jedoch auch und dadurch eine Krise innerhalb ihres Kumpeldaseins entsteht, ist auch nicht gerade etwas vollkommen Neues. Und dass ein Monster von einem anderen Planeten die Erde ordentlich aufmöbelt, haben wir doch auch schon irgendwo mal gesehen. Ja, richtig – man sollte von Anfang an über die recht seichte Story hinwegsehen und sich eher visuell in die 80er Jahre fallen lassen.
In den ersten 45 Minuten fängt alles noch so wunderbar gut an: tolle Musik, liebenswerte Einführung in das turbulente Leben der verschiedenen jugendlichen Charaktere und die obligatorische aufkeimende Teenagerromanze. Man fühlt sich visuell, dramaturgisch und szenarisch wirklich wie in den 80ern. Danach geht es jedoch nur mehr bergab: Abrams konzentriert sich im zweiten Drittel fast ausschließlich auf seine vollkommen überzogenen Actionsequenzen, welche auch derart dominant hervorstechen, dass jeglicher menschliche Charakter unverdient in den Hintergrund gerät. Plötzlich geht es nicht mehr um den schüchternen Hauptdarsteller (Joel Courtney), welcher Anfangs noch unter dem unerwarteten Tod seiner Mutter gelitten hatte – es geht nur mehr um eine Bomben- Explosion hier, eine Massenkarambolage dort und ohrenbetäubenden Lärm überall. Selbstverständlich macht sich J.J. Abrams auch nicht die Mühe das gesamte 'Alien auf Erde' - Konzept zu erklären. Warum denn auch? Wen interessiert es denn schon, wie ein Alien jahrelang unter uns leben konnte und mit seinen 30 Metern Körpergröße niemandem aufgefallen ist? Wen interessiert es, was dieses Ding überhaupt ist, wo es herkommt und was es vor allem will? Lieber noch 2, 3 Häuser in die Luft jagen, anstatt näher auf die inhaltlichen Zusammenhänge eingehen- kennt man doch schon aus seinen anderen Produktionen.
Fazit:
Super 8 hätte viel werden können. Aber hätte, würde, wäre hilft nunmal nichts. Lasche Story, ein total von sich und seinen Effekten eingenommener Regisseur und dann auch noch Spielbergs‘ Obsession für kitschige 0815 Happy Ends: Super 8 ist - egal wie man es dreht und wendet - (leider!) alles andere als ‚super‘.
Wertung:
4/10 Punkte
09.12.2010 - Super 8 - Deutscher Teaser
17.05.2010 - Super 8 - Englischer Teaser
14.03.2011 - Super 8 - Englischer Trailer
06.06.2011 - Super 8 - TV-Trailer
04.01.2012 - Gewinnspiel: Super 8 (Ende: 20.01.2012)
21.05.2011 - Super 8 - Neues Poster online!
14.03.2011 - Super 8 - Neues Poster online!
07.05.2010 - Super 8 - Bootleg Teaser zum J.J. Abrams Film!

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