![]() ![]() Transformers 3 OT: Transformers: Dark of the Moon Regie: Michael Bay Drehbuch: Ehren Kruger Darsteller: Shia LaBeouf, Hugo Weaving, Josh Duhamel, Rosie Huntington-Whiteley, John Turturro, John Malkovich, Patrick Dempsey, Alan Tudyk, Frances McDormand, Tyrese Gibson Filmstart: 29.06.2011 | Laufzeit: xx Minuten | Action-Abenteuer-SciFi |
Sam Witwicky (Shia LaBeouf) ist ein waschechter Held, der gemeinsam mit den Autobots die Welt zweimal vor dem sicheren Untergang bewahrt hat - als dank gab es dafür eine Medaille, aber im Alltag hilft ihm diese Vergangenheit nicht gerade weiter. Zwar hat er den Verlust seiner letzten Freundin mit der Traumfrau Carly Miller (Rosie Huntington-Whiteley) gut kompensieren können, dass er aber keinen Job findet nagt trotzdem ziemlich am männlichen Ego. Vor allem, da seine Freundin die Assistentin des reichen Charmeurs Dylan Gould (Patrick Dempsey) ist. Doch all diese alltäglichen Sorgen werden nur Nebensache, als die Decepticons erneut versuchen die Welt zu zerstören...
Verwunderlich ist dies insofern, da es dem ersten Teil der Transformers Reihe (überraschenderweise) gelungen ist die Charaktere und die Effekte ausgezeichnet unter einen Hut zu bekommen. Transformers 3 hingegen hat mit diesem Brückenschlag relativ große Probleme (auch wenn Bay diese Probleme deutlich besser als beim zweiten Teil kaschieren kann). Dies liegt vor allem daran, dass die Geschichte des Films sehr unrund ist. Man schafft es nie die Einzelteile wirklich befriedigend miteinander zu verknüpfen, sodass Transformers 3 eher zerstückelt wirkt und die verschiedenen Abschnitte des Films oft stilistisch recht unterschiedlich ausgefallen sind.
Diese Ambivalenz verfolgt Transformers 3 auch noch ein gutes Stück. Der Film nimmt sich wirklich viel Zeit um die Fäden auszulegen und so ist ein Großteil der ersten Hälfte auch der Vorbereitung des Showdowns gewidmet. Dabei geleiten die altbekannten Darsteller (Shia LaBeouf, John Turturro, Josh Duhamel, Tyrese Gibson, usw.) solide durch den Film und Michael Bay lockert das Geschehen schon einmal durch einige Gags auf - diese sind zwar eher auf seichtem Niveau, aber das passt schon so für diese Art Film und man kann sich auch nicht wirklich beschweren. Die neuen Figuren sind mal mehr (John Malkovich als genial schräger Boss), mal weniger (Ken Jeong als furchtbar deplatzierter Verschwörungstheoretiker) gelungen und hinterlassen manchmal gemischte Gefühle (Neu-Blickfang Rosie Huntington-Whiteley, die ihre Sache solide macht, aber leider nicht an Megan Fox heranreicht).
Denn was Michael Bay in der zweiten Hälfte loslässt, ist schlicht unbeschreiblich. Die Effekte des Films sind ein Wunderwerk der Technik und von einer solchen überwältigenden visuellen Kraft, dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Bay war immer schon ein Garant für spektakuläres Effektkino, aber mit Transformers 3 erreicht er ein neues Level - die Zerstörung von Chicago und die epische Schlacht im Umfeld dieser Zerstörung gehören schlicht zu den effekttechnisch beeindruckendsten Szenen, die es bisher zu sehen gab. Vor allem, da Bay ein herausragendes Gespür für die Dynamik dieser Kampfszenen hat und es schafft beeindruckende Bilder wie am Fließband zu produzieren.
Fazit:
Wie lautet also das abschließende Urteil? Transformers 3 ist sicher nicht ohne Schwächen. Michael Bay ist nun mal nicht Christopher Nolan und ein großer Geschichtenerzähler war er noch nie. So wundert es auch nicht, dass die Geschichte stellenweise unrund ist und viele Ideen nicht zu Ende gedacht wurden. Aber: Man merkt wirklich, dass sich hier jemand die Kritik am zweiten Teil der Reihe zu Herzen genommen hat. Man hat sich bemüht, einiges ausprobiert und generell wieder mehr Liebe zum Detail in den Film gesteckt. Und spätestens wenn Bay in der zweiten Hälfte die Effektmuskeln spielen lässt, sind alle Kritikpunkte wie weggeblasen. Transformers 3 ist ein visuell atemberaubendes Effektfeuerwerk, das den neuesten Stand der Technik vorzeigt und dabei sicher einige Kinnladen runterklappen lässt. Effekttechnisch lässt Transformers 3 die Konkurrenz weit hinter sich und die 3D-Effekte sind wohl die besten seit Avatar. Zwar ist der Film insgesamt nicht so rund und stimmig wie der erste Teil der Reihe, aber Effektjunkies brauchen keine Sekunde zögern - denn bombastischer als in Transformers 3 wird es wohl in nächster Zeit nicht mehr zugehen. Ach ja: Am besten im IMAX und in 3D ansehen!
Wertung:
7/10 Punkte

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