Aitch (2011)

OT: Aitch - 22 Minuten - Mystery / Drama
Aitch (2011)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Aitch

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Tom ist drogensüchtig und lebt in seiner eigenen Welt. Die Sucht hat sein Leben zerstört und nun findet er sich in einer Zelle wieder und muss sich für seine Taten verantworten. Sein Gegenüber bombardiert ihn mit Anschuldigungen. Doch wer ist sein Gesprächspartner eigentlich? Und was ist genau vorgefallen?

Aitch ist der neue Film von Adrian Goiginger, der letztes Jahr bereits sein, in eigeninitiavtiver aufgestelltes, Spielfilmdebüt Unforgettable mit einem Budget von 10000 Euro inszenierte. Im Gegensatz zu Unforgettable ist Aitch aber kein Spielfilm in voller Länge, sondern ein Kurzfilm. Und man merkt der Geschichte auch richtig an, dass dies ein Schritt in die richtige Richtung war. Denn gerade bei Amateurprojekten bietet sich das Kurzfilmformat an, um dem Film die nötige Würze zu verleihen und etwas zu experimentieren.

Auch auf Erzählebene eröffnen sich frische Ansätze: Der Zuseher kann ins kalte Wasser geworfen werden und auch etwas ratlos zurückgelassen werden. Zumindest ersteres ist bei Aitch der Fall, denn eine Exposition gibt es nicht, stattdessen finden wir uns von Anfang an in einer spannenden Verhörsituation wieder. Wer sind die beiden Menschen, die hier auf engstem Raum miteinander konfrontiert werden? Was ist in der Vergangenheit geschehen, das diese Situation herbeigeführt hat?

Zwar lässt sich der “Twist” des Films schon relativ früh erahnen, aber man muss doch sagen, dass es Aitch sehr gut schafft den Zuseher neugierig zu machen. Auch die Produktionswerte stimmen. Der Schnitt, die Kameraführung, die Bildkomposition - alles wirkt stimmig. Besonders im Verhörraum ist auch die Ausleuchtung sehr gut gelungen. Auch das klassische Problem von Amateurfilmen, schlecht spielende Schauspieler, ist hier nicht vorhanden, da Andreas Konzack und Swen Mai wirklich sehr gute Arbeit leisten. Problematisch ist lediglich der Ton, der auch oftmals etwas unrund abgemischt wurde.

Wie bereits erwähnt schafft es aber die Auslösung nicht besondes zu überraschen (es ist viel mehr der klassische Twist, den man erwarten würde). Auch ist es etwas schade, dass wirkliche alle Fragen punktgenau aufgeklärt werden, und der Zuseher nicht nach dem Film noch etwas zum Grübeln hat. In den letzten Einstellungen, samt religiösen Motiven, hat man es ausserdem etwas zu gut gemeint, sodass sich hier etwas Kitsch einschleicht. Die gute Inszenierung, der schöne Soundtrack und die guten Darsteller sorgen aber dennoch dafür, dass Aitch ein gelungener Kurzfilm ist. Vor allem ist auch eine klare Steigerung gegenüber Unforgettable feststellbar, sodass man schon auf den nächsten Film von Adrian Goiginger gespannt sein kann.

Fazit:
Aitch ist nach Unforgettable das nächste Filmprojekt von Amateurfilmer Adrian Goiginger. Im Gegensatz zu Unforgettable ist Aitch jedoch auf Grund des Kurzfilmformats um einiges temporeicher und kurzweiliger. Der Film ist gelungenen inszeniert, hat gute Produktionswerte für eine Amateurproduktion, ist handwerklich durchaus geschickt gemacht und punktet mit überzeugenden Darstellern. Lediglich die Auflösung der spannenden Ausgangslage ist leider allzu vorhersehbar und am Ende wird es doch etwas kitschig. Sehenswert ist Aitch aber trotz seinen Schwächen.

Wertung:
6/10 Punkte

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