Arthur (2011)

OT: Arthur - xx Minuten - Komödie
Arthur (2011)
Kinostart: 06.05.2011
DVD-Start: 09.09.2011 - Blu-ray-Start: 09.09.2011
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Filmkritik zu Arthur

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Mit Arthur kommt nun ein Remake des 1981 erschienenen romantischen Komödienklassikers Arthur - Kein Kind von Traurigkeit auf die Leinwand. Und manche werden es kaum glauben, doch auch die moderne Version ist unterhaltsam und bietet vor allem ein hervorragendes Ensemble an Darstellern. Jason Winer's Adaption mag vielleicht nicht an das Original herankommen, bietet dafür aber eine ebenso ansprechende Inszenierung.

Arthur Bach (Russell Brand) ist Millionär und lebt in Saus und Braus. Wilde Partys und übermäßiger Alkoholkonsum gehören zu seinem Leben. Er braucht sich um nichts zu kümmern, denn seine Nanny Hobson (Helen Mirren), die seit seiner Kindheit auf ihn Acht gibt, begleitet ihn stets und versucht ihm den rechten Weg zu weisen. Doch mit diesem Lebensstil ist Arthur's Mutter Vivienne (Geraldine James) nicht mehr einverstanden. Sie setzt ihm ein Ultimatum: Entweder er heiratet Susan (Jennifer Garner), eine ehrgeizige und zielstrebige Managerin, oder er verliert sein Milliardenerbe und muss fortan selber zurechtkommen.

Nun würde dies Arthur keineswegs interessieren und er würde sicherlich der Heirat zustimmen, wäre da nicht die New Yorker Reisebegleiterin Naomi (Greta Gerwig), die ihm über den Weg läuft und mit ihrer spontanen, humorvollen Art dem reichen Alleinerben sofort den Kopf verdreht. Vivienne ist davon nicht begeistert und beharrt auf ihre Forderung. Auch Hobson ist anfangs wenig angetan von Arthur's neuer Freundin. Um mit Naomi eine Beziehung führen zu können müsste Arthur jedoch auf sein ganzes Geld verzichten und ein „normales“ Leben führen. Doch das scheint für den verwöhnten, kindischen Millionär gar nicht so einfach zu sein.

Wenn wir Arthur und Hobson bei gewöhnlichen Unterhaltungen zuhören, bekommen wir das Gefühl als wären die Beiden schon jahrelang beste Freunde. Somit sorgen Helen Mirren und Russell Brand für ein paar köstliche Momente. Diese Beziehung zwischen Arthur und seiner Nanny hätte gerne auch länger beleuchtet werden können, denn das Zusammenspiel der Beiden ist schlichtweg brilliant. Die romantische Beziehung zwischen Arthur und Naomi fällt nicht allzu kitschig aus und deshalb wandert der Film auch nie ins unrealistische, sondern bleibt durchwegs plausibel. Der moralische Ansatz der Story scheint kaum von Bedeutung, wird aber als Zugabe dann doch beigefügt. Aber auch hier wirkt der Film ein wenig überzeichnet, ohne aber völlig dem Kitsch zu verfallen.

Um Naomi für sich zu gewinnen bemüht sich Arthur um einen Beruf und versucht sogar das Trinken aufzugeben. Er möchte Verantwortung übernehmen und er strebt danach selber etwas zu erreichen. Dies sind Momente in denen „Arthur“ etwas abfällt, denn jedes Mal wenn der Film versucht ernst zu sein wirkt er erzwungen und unausgereift. Noch in der vergangenen Szene sehen wir  Arthur's Schlagfertigkeit und seinen satirischen, ironischen Humor, und schon kurze Zeit später, wenn Russell Brand versucht sensibel und ernst zu agieren, wirkt der Charakter flach und starr. Aber man weiß ja wo Russell Brand am Besten aufgehoben ist.

Regisseur Jason Winer inszeniert hier eine gelungene Komödie und adaptiert die Originalstory in die Neuzeit. Dabei kann er sich jedoch vollkommen auf seine Schauspieler verlassen, denn vor allem diese machen den Film vergnüglich und bringen Dynamik in die Story. Allen voran natürlich Russell Brand, der in gewohnter Manier Sprüche klopft und für unzählige Lacher sorgt, doch auch die restliche Besetzung überzeugt auf ganzer Linie. Helen Mirren brilliert in ihrer Rolle als sympathische Nanny und auch Nick Nolte bekommt ein paar Spielminuten als Susan's drakonischer Vater.

Fazit:
Arthur ist eine kurzweilige Liebeskomödie, die auf dem 1981er Original von Steve Gordon basiert. Die Dichte an humorvollen und lockeren Sprüchen ist enorm hoch und so macht der Film einfach Spaß. Vor allem aber Russell Brand Fans kommen hier auf ihre Kosten, denn der britische Komiker zeigt wieder mal aus welchem Metier er kommt. Der Film scheitert jedoch wenn er versucht ernst und tragisch zu sein, was der ansonsten gelungenen Geschichte leider einige gute Momente nimmt. Nichts desto trotz ist Arthur ein unterhaltsamer und launiger Film der in erster Linie durch eine ausgezeichnete Besetzung besticht.

Wertung:
7/10 Punkte

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