Wasser für die Elefanten (2011)

OT: Water for Elephants - xx Minuten - Drama
Wasser für die Elefanten (2011)
Kinostart: 29.04.2011
DVD-Start: 07.09.2012 - Blu-ray-Start: 07.09.2012
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Filmkritik zu Wasser für die Elefanten

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Ein Liebesrama im Zirkus hat es schon lange nicht mehr gegeben. Wasser für die Elefanten liefert nun einige Gründe warum das so ist. Abgesehen davon, dass der Film seine Geschichte in ein ungewöhnliches, in letzter Zeit selten gesehenes Setting verfrachtet (und das muss man dem Film zugutehalten), bieten sowohl Handlung als auch Figuren wenig Originalität, geschweige denn Emotionen. Was gerade für eine Liebesgeschichte verheerende Folgen hat. In erster Linie wird der Film von der gelungenen (wenngleich schön langsam stereotypen) Performance von Christoph Waltz getragen.

 

Jacob Jankowski (Robert Pattinson) verschlägt es im Amerika der 30er Jahre aufgrund einer Familientragödie in einen Wanderzirkus. Dort verliebt er sich gleich am ersten Tag und auf den ersten Blick in die bildhübsche, anmutige Hauptattraktion Marlena (Reese Witherspoon). Dumm nur, dass sie die Frau seines neuen Boss, des charismatischen, aber ebenso harten Zirkusdirektors August Rosenbluth (Christoph Waltz) ist. Jacob schafft es schnell zum Aufstieg in der Truppe, als der Chef erfährt, dass der junge Mann Tierarzt ist (wenngleich ohne Abschluss und Zulassung). Von nun an hat er die Aufgabe sich um die Gesundheit der Zirkustiere zu kümmern, allen voran dem Neuzugang, der Elefantendame Rosie.

 

Neben der Leistung von Christoph Waltz, ist es vor allem Rosie, die alle ihre menschlichen Kollegen an die Wand spielt. Es gelingt ihr aus dem Zuschauer weitaus mehr Emotionen heraus zu holen, als es dem Teenie-Schwarm Pattinson und der hier relativ kühl agierenden Witherspoon auch nur ansatzweise möglich ist. Und so gut die Performance von Christoph Waltz erneut ist, so abgedroschen wirkt sie schön langsam, denn er spielt hier wieder mal fast die gleiche Figur, wie diejenige, die ihm internationalen Ruhm (und einen Oscar) einbrachte. Einen Charakter, den er auch schon in Green Hornet fast nahtlos übernommen hat.

 

Darüber hinaus ist es vor allem das Setting von Wasser für die Elefanten, das dem Streifen einen gewissen Reiz verleiht. Es wirkt erfrischend, die doch recht unbekannte Welt des Zirkus Backstage auf der Leinwand zu sehen. Hier hätte sich auch viel Konfliktpotenzial für die Geschichte geboten, doch leider wird es nicht ausgenutzt oder weiter verfolgt. Stattdessen konzentriert sich die Handlung auf die anfangs ermüdend langsame Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptfiguren. Eine Liebesgeschichte, die bis zum Schluss vorhersehbar bleibt und von daher langweilig und uninteressant ist.

 

Es ist zudem offensichtlich, dass der Film für ein breites Publikum gemacht wurde und deshalb Kinder- und Familientauglich ist. Was Wasser für die Elefanten jedoch in gewisser Weise schadet, da man die Zurückhaltung des Regisseurs Francis Lawrence merkt, wenn es um die etwas heikleren Themen geht. Gerade die Erotik und wie hart die Menschen dort in Wahrheit arbeiten müssen, so hart, dass sie sich selbst zugrunde richten, wird nur am Rande angeschnitten, hätte sich aber beides viel mehr Aufmerksamkeit verdient und womöglich zu einem komplexeren Werk geführt.

 

Fazit:
Wasser für die Elefanten ist ein seichtes, vorhersehbares Liebesdrama, mit einem kühlen, lieblosen Hauptdarstellerpärchen. Emotionen werden hauptsächlich durch die gelungene Performance von Christoph Waltz und der Elefantendame Rosie generiert, abgesehen davon fällt es einem schwer mit den Figuren mitzufühlen. Das ungewohnte Setting wird zwar nicht zur Gänze ausgelotet und konsequent für Konflikte genutzt, weiß aber dennoch zu gefallen und hilft vor allem über die, sich zu Beginn sehr langsam entwickelnde Liebesgeschichte hinweg. Wasser für die Elefanten ist keine gelungene Liebesgeschichte und fällt als solche durch, hat aber dennoch einen gewissen Schauwert, allen voran wegen dem Setting und den Nebendarstellern.

 

Wertung:
5/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 6/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 22
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