Sanctum (2011)

OT: Sanctum - 108 Minuten - Action / Abenteuer
Sanctum (2011)
Kinostart: 22.04.2011
DVD-Start: 06.10.2011 - Blu-ray-Start: 06.10.2011
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Filmkritik zu Sanctum

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James Cameron scheint zu wissen was das Publikum will. Zwölf Jahre lang blieb der Einspielrekord von Titanic völlig ungefährdet, bis eben Cameron selbst seinen nächsten Film nachlegte und mit Avatar das schaffte, was kaum einer für möglich gehalten hat: Den Box-Office-Impact von Titanic noch einmal deutlich zu überbieten. Deshalb ist es auch durchaus verlockend mit dem Namen von Cameron hausieren zu gehen um einen Film etwas zu pushen. Sanctum macht nun genau das und positioniert den Namen James Cameron prominent auf dem Poster, obwohl dieser als ausführender Produzent wohl kaum Einfluss auf den fertigen Film gehabt haben dürfte.

Frank McGuire (Richard Roxburgh) ist ein abgebrühter, beinharter Tauchexperte, der für Milliardär Carl Hurley (Ioan Gruffudd) die Erkunding des Esa'ala-Höhlensystem in Papua-Neuguinea leitet. Doch es bahnt sich Gefahr an: Gerade als Franks Sohn Josh (Rhys Wakefield) zurück zur Höhle kehrt, zieht ein tropischer Sturm auf. Und die Wassermassen die vom Himmel stürzen füllen das Höhlensystem mit Wasser. Als sich unten auch noch der Eingang verschließt bleibt für die Erkunder nur mehr die Flucht nach vorne: Hinein in das Ungewisse, des nicht erforschten Systems...

Zugegeben: Zumindest zu Beginn ist noch etwas spürbar, was man als Handschrift von James Cameron identifizieren könnte. Die wissenschaftliche Umgebung, das Zelebrieren des Naturereignisses in Form eines wunderschönen Kraters und die gesamte Einführung der Figuren erinnert durchaus an den Stil, den auch James Cameron gerne anschlägt. Doch es dauert nicht allzu lange, bis man erkennt, dass man hier definitiv nicht in einem James Cameron Film sitzt: Visuelle Highlights sucht man vergebens, der Spannungsaufbau lässt zu wünschen übrig und auch der Unterhaltungswert bewegt sich nur auf durchschnittlicher Ebene.

Problematisch ist vor allem auch, dass die Figuren kaum interessant sind. Das Highlight ist dabei noch der raubeinige Abentuerer Frank McGuire, der im Laufe des Films zumindest Sympathiewerte für sich gewinnt, aber das wars auch schon: Sohn Josh wirkt sehr blass und auch die Vater-Sohn-Problematik wirkt unmotiviert vorgetragen, besonders da man sich hier wirklich keinerlei Mühe gegeben hat um etwas frischen Wind hineinzubringen. Die restlichen Figuren nimmt man ohnehin kaum als wirkliche Charaktere war, da sie zum bloßen Motor der Geschichte verkommen.

Spannung ist auch nur bedingt vorhanden. Zwar können diverse Tauchszenen durchaus überzeugen und tatsächlich sind diese Szenen auch die einzigen in denen wirklich Stimmung aufkommt, aber ansonsten wird die Ausgangslage nur bedingt genutzt. Das klaustrophobische Ambiente des Höhlensystems entwickelt kaum den besonderen Reiz, den man etwas aus The Descent kennt, stattdessen bleibt die Höhle reichlich gesichtslos und man fühlt sich schon einmal etwas orientierungslos. Die Bilder plätschern in Folge nur so vorbei ohne dass man wirklich mitfiebern würde.

Sanctum ist zwar kein Totalausfall, denn trotz seinen Schwächen bewegt sich der Film innerhalb eines mittelmäßigen Rahmens und bleibt auch recht kurzweilig, aber es fehlt auch am gewissen Etwas, damit man den Film wirklich empfehlen könnte. Die Konflikte zwischen den Figuren können kaum überraschen oder überzeugen, die Darsteller bleiben, abgesehen von Richard Roxburgh, recht blass und da es auch am Spannungsaufbau, den Emotionen und den Schauwerten mangelt ist Sanctum ein mittelmäßiger, lauwarmer Film, den man sich getrost sparen kann.

Fazit:
Sanctum ist ein klassischer mittelmäßiger Film, der am Ende als Statement nicht mehr als ein unispirierters “ganz ok” aus dem Publikum locken wird. Alles plätschert vor sich hin ohne jemals Kraft, Intensität oder das gewisse Etwas zu entwickeln. Der Film ist in Ordnung und bleibt zumindest kurzweilig, aber da es sowohl an gelungenen Figuren, als auch an spannenden Ideen mangelt und sich die dunklen Schauplätze kaum ins Gedächtnis brennen ist Sanctum eben ein klassischer lauwarmer Film, den man sich sparen kann.

Wertung:
5/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 7.4/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 10
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