Paul - Ein Alien auf der Flucht (2011)

OT: Paul - 104 Minuten - Abenteuer / Komödie / SciFI
Paul - Ein Alien auf der Flucht (2011)
Kinostart: 15.04.2011
DVD-Start: 18.08.2011 - Blu-ray-Start: 18.08.2011
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Filmkritik zu Paul - Ein Alien auf der Flucht

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Zwei britische Comicbuch und Sci-Fi Fans begeben sich auf eine Reise durch die USA. Ihr Ziel ist es die bekanntesten und beliebtesten UFO Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Doch das alleine wäre nicht genug Stoff für eine Komödie (es sei denn vielleicht für eine Arthouse-Komödie). Um das ganze etwas aufzupeppen, begegnet den beiden auf ihrer Fahrt ein waschechter Außerirdischer, der aber so gar nicht ist, wie sie ihn sich vorgestellt haben.

 

Graeme Willy (Simon Pegg) und Clive Gollings (Nick Frost) sind nämlich nicht im Geringsten auf Paul (Seth Rogen) gefasst. So fällt Clive bei der ersten Begegnung auch gleich in Ohnmacht und macht sich in die Hose, während Graeme dem ganzen etwas gefasster gegenübersteht und dem Außerirdischen Mitfahrer aufgeschlossener ist. Aber auch die Beziehung zwischen Clive und Paul verbessert sich bald und die beiden werden ebenfalls Freunde. Schnell ist es beschlossene Sache, dass die beiden Sci-Fi Geeks dem Außerirdischen Paul, der seit dem Absturz in Roswell auf der Erde lebt, bei seiner Mission helfen werden, auch wenn sie sich dafür mit einer geheimen Organisation anlegen müssen und die religiöse Fanatikerin Ruth Buggs (Kristen Wiig), die sich ihnen unfreiwillig anschließt, bekehren müssen.

 

Natürlich bilden all diese Umstände die Grundlage für zahlreiche Gags. Und im Gegensatz zu vielen anderen sogenannten Komödien, zünden sie in Paul tatsächlich. Es mag sein, dass nicht alle wirklich zu 100% gelungen sind, aber im Großen und Ganzen funktionieren die Gags und sorgen für Lacher. Darüber hinaus zeigen die beiden Drehbuchautoren Frost und Pegg, dass sie in der Welt der Fantasy und Sci-Fi überaus bewandert sind und bauen einen Insidergag nach dem anderen ein. Manche davon kennt man nur, wenn man selbst ein derartiger Fan ist, aber über viele kann man auch lachen, wenn man kein großer Fantasy und Sci-Fi Kenner ist.

 

Paul schließt damit nahtlos an die Reihe der vorigen Frost und Pegg Zusammenarbeiten wie Shaun of the Dead und Hot Fuzz an. Dabei gelingt es ihnen stets aufs Neue, nie das gleiche zu machen oder sich zu wiederholen. Das gilt nicht nur für ihr Schaffen, sondern auch für Paul an sich. Kein Gag wird bis ins unendliche durchgekaut, sondern (meistens) geschickt aufgebaut und die Pointe eingelöst. Nur in ganz seltenen Fällen misslingen sie und der Lacher bleibt aus.

 

Das erfrischende an dem Film ist zudem, dass er nicht auf billige oder geschmacklose Lacher setzt. Dadurch wirkt er auf angenehme Art und Weise beinahe altmodisch, obwohl er das bei weitem nicht ist. Vielmehr zeigt Paul, dass man auch heute noch für Humor sorgen kann, solange man Figuren erschafft, mit denen das Publikum mitfühlen und daher befreiend lachen kann, wenn sie in entsprechende Situationen gestoßen werden und sich irgendwie wieder raus winden.

 

Doch im Endeffekt ist es relativ einfach eine Komödie zu beurteilen, denn es gibt nur zwei Möglichkeiten. Entweder sie funktioniert und man kann lachen, oder die Gags zünden nicht und man langweilt sich. Im besten Falle sollte eine Komödie darüber hinaus etwas bloß stellen, der Lächerlichkeit preis geben, mit der Macht des Humors angreifen und auf diesem Wege die Mächtigen hinterfragen. So weit reicht die Kraft von Paul zwar leider nicht, doch dafür hat man eine vergnügliche, unterhaltsame Zeit im Kino.

 

Fazit:
Paul ist, kurz gesagt, eine gelungene Komödie, denn man kann über die meisten Pointen tatsächlich lachen. Selten hat man sich derart gut in einer Sci-Fi Komödie amüsieren können (vermutlich die Beste Sci-Fi Komödie seit dem großartigen Men in Black). Letzten Endes muss man sich bei einer Komödie jedoch selbst davon überzeugen, ob sie einem gefällt oder nicht. Aber so viel sei gesagt: Der Großteil des Publikums hatte seinen Spaß mit Paul.

Wertung:
7/10 Punkte

Filmering.at
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