Beastly (2011)

OT: Beastly - 86 Minuten - Drama / Fantasy / Romantik
Beastly (2011)
Kinostart: 07.04.2011
DVD-Start: 25.08.2011 - Blu-ray-Start: 25.08.2011
Will ich sehen
Liste
10657
Bewerten:

Filmkritik zu Beastly

Von am
Neuinterpretationen klassischer Werke sind an der Tagesordnung in Hollywood. Shakespeare trifft es ständig, und in naher Zukunft sollen unter anderem Rotkäppchen, Hänsel und Gretel und Dornröschen folgen. Beastly ist ebenfalls ein Vertreter dieser Gattung Film und basiert relativ deutlich auf Die Schöne und das Biest, transformiert die Geschichte in die Gegenwart und trimmt das Rundherum eindeutig auf ein jugendliches Publikum. Das Ergebnis ist ein peinlich-kitschiger Fehlschlag, bei dem leider nur wenig zusammenpasst.

Kyle Kingson (Alex Pettyfer) ist ein klassischer Siegertyp: Sein gutes Aussehen öffnet ihm alle Türen und er weiß dies auch auszunützen. Schönheit ist für ihn das Wichtigste, und er trägt diesen Grundsatz auch rücksichtslos vor sich her. Das muss auch gothic-girl Kendra (Mary-Kate Olsen) erfahren, die von Kyle einmal zu viel mies behandelt wird. Deshalb spricht sie einen Fluch aus: Kyle wird seine Schönheit genommen und nur wenn er innerhalb eines Jahres jemanden findet der ihn liebt, dann wird der Fluch wieder von ihm genommen. Ansonsten bleibt er für den Rest seines Lebens entstellt...

Die Ausgangslage von Die Schöne und das Biest ist simpel und moralisch eindeutig: Ein ehemaliger Siegertyp wird zum Aussenseiter und wird durch sein neues, hässliches Äusseres gezwungen sich mit seinem ebenfalls hässlichen Innenleben auseinanderzusetzen. Gerade diese Einfachheit und Klarheit erfordert aber eine gewisse Kreativität in der Umsetzung, da das Ergebnis sonst entweder flach, kitschig oder langweilig wird. Beastly Regisseur Daniel Barnz scheitert aber in der Umsetzung so eindeutig, dass all diese Attribute auf seinen Film zutreffen.

So gestaltet sich Kyles Reise vom herzlosen Schönling zum besseren Menschen auch als reichlich ungelenk inszenierte Vorstellung. Daniel Barnz lässt schlicht jedes Gespür für die Geschichte, die Figuren und die Schauspieler vermissen. Alex Pettyfer und Vanessa Hudgens wandern unmotiviert durch den Film und Mary-Kate Olsen wird gar als völlig peinlicher Fremdkörper zum Fremdschämen stilisiert. Schade ist außerdem dass Neil Patrick Harris, der ansonsten immer für hohen Unterhaltungswert gut ist, verheizt wird und in seiner Nebenrolle kaum auf sich aufmerksam machen kann.

Dramatisch wird es aber in punkto Dialoge und Storyentwicklung. Die Gespräche zwischen den Figuren sorgen schon einmal dafür, dass man mit den Augen rollt, aber wie ungelenk die Geschichte vorangetrieben wird ist richtig peinlich: Es scheint als wäre hier wirklich niemanden etwas eingefallen, weswegen man einfach irgendwelche beliebige Szenen auf die Schnelle erfunden hat um die Figuren zu den wichtigen Eckpfeilern der Geschichte zu bringen. So erweist sich der Grund warum Lindy schließlich bei Kyle einzieht als dermaßen dämlich, dass es schwer fällt den Film in folge noch ernst zu nehmen (falls man es je getan hat).

Und so geht es auch weiter: Das Ziel sollte allen klar sein und der Weg dorthin ist höchst mühsam und krampfig. Peinlichkeiten, Dämlichkeiten und ganz viel Kitsch zieren den Weg bis sich Kyle schließlich zum besseren Menschen gewandelt hat und alles wieder gut wird. Dass seine Charakterwandlung genauso hektisch und unmotivert abgespult wird wie der Rest des Films, ist schon fast selbstverständlich. Man muss nicht lange um den heißen Brei herumreden: Beastly ist ein Flop und es gibt wirklich keinen Grund sich dieses Trauerspiel anzutun.

Fazit:
Beastly ist eine auf allen Ebenen enttäuschende Neuinterpretation der klassischen Geschichte Die Schöne und das Biest. Die Darsteller wirken planlos und Regisseur Daniel Barnz hat keinerlei kreative Einfälle um die einfallslose Story aufzupeppen. Von den Dialogen über die Figuren bis hin zur Entwicklung der Geschichte stimmt hier so gut wie gar nichts. Deshalb sollte man sich den Film auch am besten sparen.

Wertung:
3/10 Punkte

Filmering.at
Community
Ø Wertung: 3/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 7
10 /10
0%
9 /10
0%
8 /10
0%
7 /10
0%
6 /10
0%
5 /10
29%
4 /10
0%
3 /10
29%
2 /10
29%
1 /10
14%
Vielleicht interessiert dich auch
If Only (2004)
Jane Eyre (2011)
The Artist (2011)
Beasts of the Southern Wild (2012)
Hereafter - Das Leben danach (2010)
Eat Pray Love (2010)
Briefe an Julia (2010)
Twilight 3: Eclipse - Biss zum Abendrot (2010)
Alle Empfehlungen anzeigen
Der Film ist in diesen Listen
Keine Listen gefunden!