The Mechanic (2011)

OT: The Mechanic - 93 Minuten - Action / Thriller
The Mechanic (2011)
Kinostart: 07.04.2011
DVD-Start: 01.09.2011 - Blu-ray-Start: 08.09.2011
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Filmkritik zu The Mechanic

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„Mechanic“ also – und das im doppelten Wortsinne: Auftragskiller Arthur Bishop (Jason Statham) arbeitet mit höchster Präzision und verfehlt nie sein Ziel. In seiner Freizeit schraubt er gerne an Oldtimern rum und somit wäre das geklärt: Es lebe Retro! Dieser Ansatz ist weiters kein Wunder, denn „The Mechanic“ ist das Remake des gleichnamigen Films von Michael Winner aus dem Jahr 1972 – mit Charles Bronson und Jean-Michael Vincent.

Bishop steht in den Diensten einer weltweit operierenden Agentur und erhält eines Tages den Auftrag seinen Mentor und „Ersatzvater“ Harry McKenna (Donald Sutherland) zu liquidieren. Trotz anfänglicher Gewissensbisse führt er den Job aus; macht daraufhin aber schnell Bekanntschaft mit Harrys leiblichem Sohn Steve, der – auf der Suche nach dem Mörder seines Vaters – ebenfalls ins Profikillergeschäft einsteigen will. Bishop nimmt den Hitzkopf unter seine Fittiche und bringt ihm im ABSOLUTEN Schnellverfahren die Kunst des Gewerbes bei. Zugleich kommt er hinter das doppelte Spiel, das seine Auftraggeber mit ihm spielen – aber zu zweit kämpft sich’s leichter…

Der in Action erfahrene Regisseur Simon West (schickte u.a. Angelina Jolie als Lara Croft auf Beutezug) weiß genau, wie er Tempo und Spannungsbögen aufbauen muss, um die Zuschauer 90 Minuten lang bei der Stange zu halten. Deshalb kommt trotz der altbackenen Story kaum Langeweile auf. Gerade in „ruhigen“ Szenen offenbaren sich jedoch echte Schwächen und aufgesetzte Motive: Bishops Plattenspieler zum Beispiel, der – so scheint es – nur Schubert kennt, und das Auto in seiner Garage – beide werden am Schluss des Films noch für die ein oder andere Überraschung sorgen. Frauen tauchen als absolute Randfiguren auf und dienen zu nichts anderem als dem sexuellen Vergnügen der beiden Protagonisten. Immerhin besteht Steves Feuertaufe darin, einen Killer von der anderen Seite (hier ebenfalls im doppelten Wortsinn zu verstehen) zu liquidieren: Der Fleischberg steht nämlich auf knackige Jungs!

Fragen nach moralischem Zwiespalt, wie sie beispielsweise Bishops pikanter Auftrag zu Beginn aufwirft, stellen sich im weiteren Verlauf des Films kaum mehr. Nicht mehr als angedeutet werden Schuld und Sühne oder der Preis, den jeder Mensch hat. Die Opponenten sind krasse Abziehbilder: Vom südamerikanischen Drogenbaron über einen gottlosen Fernsehprediger ist alles dabei. Hintergründe sowohl zu diesen Figuren als auch zu Bishop und McKenna spart der Film ebenso aus – „The Mechanic“ könnte in Anbetracht dessen eigentlich „The Mechanics“ heißen. Jason Statham beglückt uns mit einem konstant genervten Gesichtsausdruck, Ben Foster darf zumindest am Anfang noch menschliche Regung zeigen.

Und so hantelt sich der Film von einer überdrehten Schießerei in die nächste, ohne Experimente, bis irgendwann der Vorhang fällt und einer der beiden Protagonisten das letzte Wort behält. Schade, ein paar Alleinstellungsmerkmale oder zumindest ein bisschen Humor hätten diesem Film richtig gut tun können. So bleibt er ein für 2011 zwar technisch getunter, aber trotzdem hoffnungslos überflüssiger, im schlechtesten Wortsinne altmodischer 08/15 Actionstreifen der Sorte, die wir mit 15 schon im Fernseh-Nachtprogramm gesehen haben. Es gilt auch hier: Der Griff zum Original ist weitaus ergiebiger.

 

Wertung:

4/10 Punkte

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Ø Wertung: 5.2/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 13
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Liste von fette_sau
Erstellt: 13.08.2013