Der ganz große Traum (2011)

OT: Der ganz grosse Traum - 113 Minuten - Drama
Der ganz große Traum (2011)
Kinostart: 01.04.2011
DVD-Start: 19.08.2011 - Blu-ray-Start: 19.08.2011
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Filmkritik zu Der ganz große Traum

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Wir schreiben das Jahr 1874: Der Volkssport Fußball ist im deutschen Kaiserreich noch unbekannt. Dies soll sich ändern, als Schulleiter Gustav Merfeld (Burghart Klaußner) Konrad Koch (Daniel Brühl) als neuen Englischlehrer besetzt. Dieser bringt den Schülern aber weniger die englische Sprache, als viel mehr einen englischen Sport bei: Fußball. Zunächst reagieren die Schüler sehr skeptisch, aber es dauert nicht lange, bis sie vom Fußballfieber angesteckt werden. Ganz zum Missfallen der anderen Lehrer und der Eltern...

Fußball ist in unseren Breiten nun einmal der wohl massentauglichste Sport, was liegt also näher als den Sport auch ins Zentrum eines ebenso für die Massen konzipierten Films zu rücken? Das Problem an der Sache ist nur, dass Fußballfilme gerne einmal dazu neigen allzu pathetisch, platt und rührselig auszufallen. Zwar gibt es Ausnahmen, wie den sehr unterhaltsamen The Damned United, von The King’s Speech Regisseur Tom Hooper, aber diese sind immer noch in der Minderheit.

Der ganz große Traum ist nun ein tragischer Vertreter der “schlechten” Fußballfilme. Die Moralkeule wird ordentlich geschwungen, die Figuren sind platt und die simpel gestrickte emotionale Ebene des Films ist schlicht peinlich. Besonders das katastrophale Figurendesign grenzt förmlich an Publikumsbeleidigung. Das kommt eben heraus, wenn man versucht einen “Publikumsliebling” zu erzwingen, dem es leider am wichtigsten Aspekt mangelt: Am Herz. Denn der gesamte Film wirkt so krampfig und überkonstruiert, dass jede Emotion bereits im Keim erstickt wird. Dass die Darsteller nur wandelnde Klischees verkörpern dürfen hilft auch nicht gerade.

Kenner von Der Club der toten Dichter werden darüber hinaus auch kaum übersehen können, dass Der ganz große Traum eigentlich nur ein dreistes Rip-Off eben dieses Stoffes ist. Aber das ist hier auch schon kein Grund mehr sich aufzuregen: Die Storyfäden werden so plump ausgerollt, dass ohnehin keiner auf die Idee kommen könnte diesem misslungenen Schnellschuss den Vorzug vor dem, weitaus besserem, Film von Peter Weir zu geben. Der ganz große Traum ist schlicht ein langweiliger, rührseliger und kitschiger Film, den man sich sparen kann.

Wertung:
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