![]() ![]() Sucker Punch OT: Sucker Punch Regie: Zack Snyder Drehbuch: Zack Snyder, Steve Shibuya Filmstart: 01.04.2011 | Laufzeit: | Action-Fantasy-Thriller |
Zumindest der Anfang ist noch viel versprechend: Nach dem Tod der Mutter geraten Baby Doll (Emily Browning) und ihre kleine Schwester in die Obhut ihres bösen Stiefvaters, der sich sogleich an die jüngste ranmacht. Beim Versuch die Schwester zu retten, stirbt diese und der Stiefvater deichselt alles so, dass Baby Doll in eine Klinik für Geisteskranke eingewiesen wird (sogar die Symptome in den Aufnahmepapieren füllt Papa selbst aus!). Bis dahin macht dieser absolute Slow-Motion Exzess in grauer Musikclipästhetik (zur Untermalung wird für die dümmsten im Publikum eine verträumt-gotische Version von „Sweet Dreams“ verwendet, weil „some of them want to abuse you“) noch trashige Laune. Dann verschieben sich Realitäten: Baby Doll ist jetzt ein Waisenkind, das ein Priester gegen Bezahlung an Blue Jones (Oscar Isaac) übergibt, der in einem riesigen Schlosskomplex ein Bordell für besonders reiche Kundschaft betreibt und seine Mädchen gefangen hält. Durch ihre besonderen tänzerischen Fähigkeiten erreicht Baby Doll zwei Dinge: Ihre Zuschauer sind ihr auf besondere Art und Weise verfallen und merken nicht, was um sie herum passiert und sie selbst tritt in eine dritte Realitätsebene ein, in der sie (und später ihre Freundinnen Sweat Pea, Rocket, Blondie und Amber) knapp behüllt in vier Episoden jeweils chinesische Monsterwesen, verwesende deutsche Soldaten-Gas-Zombies, Horden von Orks inklusive zugehöriger Riesendrachen und an R2D2 erinnernde Roboter metzeln. Das fühlt sich so an, wie ein Computerspiel im God-Mode zu zocken. Und ist genau so originell. Der Sinn hinter diesen Metzeleien: Fünf Gegenstände, die dem Quintett zur Flucht verhelfen sollen.
In die Kinos kommt SUCKER PUNCH nur in einer angeblich um knapp 20 Minuten beschnittenen „ab 16“ Version – für die Auswertung auf DVD und Blu-Ray kündigt Snyder mehr Gewalt und mehr nackte Haut an. Das zeigt erneut, wessen Geistes Kind dieser „Regisseur“ ist. Zwei Punkte für die schwülstig-stimmungsvolle Anfangssequenz – den Rest bitte wieder ganz schnell vergessen…
Wertung:
2/10 Punkte

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