Der letzte Tempelritter (2011)

OT: Season of the Witch - 95 Minuten - Action / Abenteuer / Fantasy
Der letzte Tempelritter (2011)
Kinostart: 24.03.2011
DVD-Start: 26.08.2011 - Blu-ray-Start: 26.08.2011
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Filmkritik zu Der letzte Tempelritter

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Money makes the world go round. Es ist mittlerweile nicht mehr zu übersehen, dass es für Nicolas Cage fast (immerhin brillierte er in Werner Herzogs großartigem Bad Lieutenant) nur mehr einen Grund gibt Filme zu machen: Geld. Deshalb ist es auch so, dass sein Name in den Credits heutzutage für qualitativ eher mäßige Filme steht und auch gerne als Warnung verstanden werden kann. Der letzte Tempelritter ist ein neuerlicher Beweis für diese Theorie, was vor allem Freunde von guter Fantasy deutlich spüren werden.

In der Mitte des 14. Jahrhunderts befinden sich die beiden Tempelritter Behmen (Nicolas Cage) und Felson (Ron Perlman) mitten in den Kreuzzügen und schlachten im Namen Gottes unzählige Menschen ab. Nach der Eroberung einer Stadt, die das Leben zahlreicher Unschuldiger gekostet hat, beschließen Behmen und Felson dieses Leben hinzuschmeißen und sie desertieren. Als sie wieder in Europa ankommen müssen sie feststellen, dass ihre Heimat von der Pest heimgesucht wurde. Vom kranken Kardinal D'Ambroise (Christopher Lee) erhalten sie deshalb den Auftrag gemeinsam mit dem Priester Debelzaq (Stephen Campbell Moore) eine Frau (Claire Foy), die verdächtigt wird als Hexe für die Pest verantwortlich zu sein, in ein Kloster zu bringen....

Der letzte Tempelritter ist ein Film, der mit einer zumindest im Ansatz durchaus interessanten Ausgangslage punkten kann. Aber Nur noch 60 Sekunden Regisseur Dominic Sena war leider die falsche Wahl für den Regiestuhl und er ist auch völlig überfordert die Geschichte halbwegs unter Kontrolle zu halten. Zwischen geographischen Verwirrspielen (z.B. die Szenen in Österreich sehen so gar nicht nach Österreich aus, usw.) und einer vorhersehbaren Geschichte findet sich eigentlich nur B-Movie Flair und viel Trash.

Der Film scheitert schon einmal daran auch nur ansatzweise überzeugende Stimmungen zu erzeugen. Eine wirkliche Atmosphäre gibt es nicht, die Schauplätze wirken eingeengt, künstlich beschnitten und erwecken einen sehr artifiziellen Eindruck. Der letzte Tempelritter will ein großes Abenteuer sein, wirkt aber bereits in seiner Ausgangslage langweilig und wenig spannend. Ausserdem nimmt sich der Film schlicht keine Zeit. Die Figuren bleiben oberflächlich, die Geschichte wird schnell abgespult und am Ende bleibt der Eindruck, dass Der letzte Tempelritter nur ein Häppchen für Zwischendurch war.

Das wäre auch gar nicht so fatal, wenn der Film wenigstens spannend wäre. Aber die Geschichte bleibt vorhersehbar und der Film macht den großen Fehler, dass bereits die erste Szene ins Fantastische abgleitet, sodass das anschließende Hin und Her, ob die junge Frau nun eine Hexe ist, oder nicht, auch wenig aufregend wirkt, da der Fantasyaspekt des Films längst offenbart wurde. Es gibt viele solcher kleiner Unzulänglichkeiten, die zeigen wie undurchdacht der Film ist. Hinzu kommt ein wenig aufregender Inszenierungsstil, der den Charakter als B-Movie noch weiter verstärkt.

Die Darsteller trifft an den Schwächen des Films aber keine Schuld. Nicolas Cage und Ron Perlman harmonieren gut miteinander und bilden ein solides Buddy-Duo. Der aufkeimende Humor der beiden rettet den Film zumindest in den Bereich des unterhaltsamen. Sie haben es aber schwer gegen die lahme und krampfige Inszenierung und die langweilige Story anzuspielen. Interessant ist Der letzte Tempelritter somit nur für Nicolas Cage und B-Movie Fans. Alle anderen können sich den Film sparen - denn versäumen tut man garantiert nichts.

Fazit:
Der letzte Tempelritter ist genau was man erwartet, wenn man heutzutage einen Film von Nicolas Cage sieht: Ein billiger Schnellschuss mit wenig Atmosphäre, aber hohem Trashanteil. Die Story ist wenig spannend und hölprig und die Inszenierung krampfig und unausgegoren. Lediglich die solide Buddy-Chemie zwischen Nicolas Cage und Ron Perlman rettet den Film in den akzeptablen Unterhaltungsbereich. Aber empfehlen kann man den halbgaren Genremix natürlich dennoch nicht.

Wertung:
4/10 Punkte

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