Der Plan (2011)

OT: The Adjustment Bureau - xx Minuten - Thriller / Fantasy / Romantik
Der Plan (2011)
Kinostart: 11.03.2011
DVD-Start: 21.07.2011 - Blu-ray-Start: 21.07.2011
Will ich sehen
Liste
10598
Bewerten:

Filmkritik zu Der Plan

Von am
Philip K. Dick, der Großmeister der Science Fiction Literatur, wirft nach wie vor seinen Schatten über die Filmindustrie. Seit geraumer Zeit sind es Filme wie Blade Runner, Minority Report oder A Scanner Darkly, die allesamt auf seinen Vorlagen beruhen, die es schaffen großartige Unterhaltung mit einer tiefsinnigen Botschaft zu verweben. Der Plan, der auf einer Kurzgeschichte von Dick basiert, spielt zwar nicht in der Liga wie die oben erwähnten Filme, vor allem weil ihm die Tiefsinnigkeit fehlt, aber dennoch schafft es der Film mit einer schrägen Ausgangslage zu gefallen. Das Tempo und der Unterhaltungswert sind jedenfalls sehr hoch.

David Norris (Matt Damon) ist ein beliebter Politiker, durch einen kleinen Skandal in seiner Vergangenheit verliert er jedoch die Wahl zum Senator. Doch vor seiner, wegen seiner Ehrlichkeit berühmt gewordenen, Abschlussrede lernt er die bezaubernde Elise (Emily Blunt) kennen. Im Hintergrund ist jedoch längst verplant wie Davids Schicksal aussehen soll: Und Elise kommt darin nicht vor. Also versuchen die Mitglieder das “Adjustment Bureaus”, allen voran Richardson (John Slattery) und Agent Harry (Anthony Mackie) zu verhindern, dass David Elise wiedersieht. Doch Jahre später geht alles schief und die beiden verlieben sich ineinander. Nun versucht das “Adjustment Bureau” alles daran zu setzen um das Schicksal von David wieder in geordnete Bahnen zu lenken...

Der Mystery-Thriller Der Plan basiert lose auf der Kurzgeschichte Adjustment Team, welche von Regisseur und Autor George Nolfi auf Spielfilmlänge gestreckt wurde. Selbiger feiert mit Der Plan übrigens sein Regiedebüt, nachdem er unter anderem die Drehbücher zu Das Bourne Ultimatum und Ocean’s Twelve verfasst hat. Zwar merkt man der Geschichte in Folge an, dass eine nette kleine Idee überstreckt und aufgeblasen wurde, aber zumindest dem Unterhaltungswert tut dies keinen Abbruch.

Obwohl die Story höchst abgehoben und speziell ist, ist die Herangehensweise von George Nolfi eher besonnen und klassisch. Er lässt sich nicht auf irgendwelche Taschenspielertricks, Finten und Spielereien ein, stattdessen wird die Geschichte von David Norris relativ geradlinig und ohne größere Überraschungen erzählt. Auch die Inszenierung beschränkt sich aufs Wesentliche und gibt vor allem den Darstellern etwas Luft zum Atmen. Natürlich kann man anmerken, dass es an allen Ecken und Enden an großen Ideen und raffinierten Inszenierungsstrategien mangelt, aber Der Plan schafft es seine Macken geschickt zu kaschieren.

Dies verdankt der Film besonders der spannenden Ausgangslage. Denn Der Plan inszeniert quasi das Phänomen, dass wir gemeinhin als Religion, bzw. Gott und seine Engel, kennen als eine straffe bürokratische Organisation, voll mit eingeschränkten Kompetenzen, Betriebsblindheit und sturer Hörigkeit. Es macht durchaus Spaß sich diese alternative Wirklichkeit anzusehen und etwas darin umherzuirren, vor allem da Philip K. Dick ohnehin ein Großmeister im Erschaffen alternativer Welten ist.

Wer sich aber ein Meisterwerk erhofft, der wird wohl enttäuscht werden. Der Plan taucht weder besonders tief in seine Figuren ein, noch wird ein sozialkritischer Ansatz ausgereizt (sieht mal einmal von der netten Spitze gegen die Weltreligionen ab). Stattdessen ist Der Plan ein kurzweiliger, aber relativ simpel gestrickter Mysteryfilm mit vielen Romantik- und Actionanteilen. Matt Damon und Emily Blunt in den Hauptrollen machen ihre Sache solide ohne wirklich zu überraschen, und Debütregisseur George Nolfi besticht durch eine recht klassische Inszenierung. Der Plan ist sicher kein besonders weiter Wurf, aber als Unterhaltungsfilm funktioniert er dennoch bestens.

Fazit:
Der Plan ist ein kurzweiliger Unterhaltungsfilm mit einer spannenden Grundidee: Was wäre, wenn Gott und seine Engel in Wirklichkeit nur eine riesige Bürokratieverwaltung wären? Diese einfache Ausgangslage wird von George Nolfi gestreckt und in Spielfilmformat gebracht. Durch diese Streckung verliert die Geschichte zwar ihre knackige Pointiertheit, aber es macht dennoch sehr viel Spaß sich das Spektakel anzusehen.

Wertung:
7/10 Punkte

Filmering.at
Community
Ø Wertung: 6.8/10 | Kritiken: 2 | Wertungen: 26
10 /10
0%
9 /10
8%
8 /10
12%
7 /10
58%
6 /10
8%
5 /10
12%
4 /10
4%
3 /10
0%
2 /10
0%
1 /10
0%
Vielleicht interessiert dich auch
Crimson Peak (2015)
Abraham Lincoln Vampirjäger (2012)
Upstream Color (2013)
The Guard - Ein Ire sieht schwarz (2011)
The American (2010)
The Crow - Die Krähe (1994)
Lara Croft Tomb Raider: Die Wiege des Lebens (2003)
Lockout (2012)
Alle Empfehlungen anzeigen
Der Film ist in diesen Listen
schon gesehen
Liste von mausmaus
Erstellt: 11.11.2013
Will ich sehen
Liste von Intothewild
Erstellt: 12.05.2013
Alle Listen anzeigen