Drive Angry 3D (2011)

OT: Drive Angry 3D - 104 Minuten - Action / Komödie / Thriller
Drive Angry 3D (2011)
Kinostart: 25.02.2011
DVD-Start: 24.06.2011 - Blu-ray-Start: 24.06.2011
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Filmkritik zu Drive Angry 3D

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Die Nachwehen der finanziellen Probleme von Nicolas Cage haben alle Kinofans in den letzten Jahren mitbekommen. Abgesehen von Ausnahmen wie dem wunderbaren Werner Herzog Film Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen, hat Herr Cage nämlich hauptsächlich bei jedem Mist mitgemacht, sodass der Ruf des (ehemaligen?) A-Stars mittlerweile doch arg ramponiert sein müsste. Drive Angry ist nun ein neuerliches verkorkstes Projekt, das man schon nach wenigen Minuten zu verfluchen beginnt. Dass dies weniger mit der Leistung von Cage, sondern eher mit der grenzdebilen Story zu tun hat, ist da nur ein schwacher Trost.

Milton (Nicolas Cage) schwört Rache: Seine Tochter und ihr Freund wurden von einer wahnsinnigen Sekte hingerichtet. Ihr frischgeborenes Baby wurde entführt und soll demnächst rituell hingerichtet werden. Doch sie haben nicht mit dem hartnäckigen Milton gerechnet. Auf blutige Weise macht er sich auf die Jagdt und will den Statanskult aufhalten. Unterstützung erhält er dabei von der toughen Piper (Amber Heard). Doch wer ist der merkwürdige Fremde (William Fichtner), der sie verfolgt und scheinbar über übersinnliche Kräfte verfügt? Und welche Geheimnisse verbergen sich in Miltons Vergangenheit?

Um es kurz zu machen: Drive Angry verfügt über eine selten gesehene Dämlichkeit, die den ganzen Film durchzieht. Was zunächst wie ein, zwar wenig origineller, aber zumindestens nachvollziehbarer, Rachefilm beginnt, entwickelt sich mit zunehmender Laufzeit zu einem intelligenzbeleidigenden Debakel. Nicht nur, dass der Film Haken um Haken in die falsche Richtung schlägt und sich so immer weiter in die Bedeutungslosigkeit verabschiedet, auch mangelt es an jedem Gespür für die Storytwists.

Es kann durchaus funktionieren, wenn man übersinnliche Elemente verwendet. Aber Drive Angry schafft es nicht diese plausibel in der Story zu verankern. Es scheint beinahe so, als hätte irgendwer eine ganz konventionelle Rachegeschichte geschrieben und nach Vorlage bei einem Produzenten hätte noch irgendwer die grenzgeniale Idee gehabt “wäre es nicht cool, wenn....”. Natürlich soll auf dieses “wenn” hier nicht allzu sehr eingegangen werden, um die Überraschung nicht zu verderben, aber nur so viel: Drive Angry wirkt völlig sinnlos, zerstückelt und dämlich.

Zugute halten muss man dem Film, dass er dabei zumindest kurzweilig bleibt. Es hat schon eine gewisse Komik wenn Nicolas Cage durch den völlig bescheuerten Film wandert, dabei seine One Liner abspult und die coole Sau aus der Retorte gibt. Aber irgendwann wird dies auch dem gutmütigsten Besucher nicht mehr reichen. Denn die Story von Drive Angry (oder besser gesagt wie sich diese Story entwickelt) ist ein solcher Rückschlag, dass man schon nach kurzer Zeit genug von dem Schwachsinn hat.

Fazit:
Man kann sich richtig vorstellen, wie die Filmemacher selbst ihren Film sehen: Drive Angry ist ja so cool, hat großartige Actionszenen, tolle Schauspieler, ist witzig und hat eine kreative Story. Pustekuchen. Denn der Film hat dies alles vielleicht auf dem Papier, aber in Wirklichkeit ist Drive Angry ein krampfiger Versuch einen coolen Film zu drehen. Die katastrophal dämliche Story verhindert dies aber leider. Zwar ist der Film dennoch großteils kurzweilig, aber auf Grund des mangelhaften Drehbuchs, kann man sich das Trauerspiel trotzdem sparen.

Wertung:
3/10 Punkte

Filmering.at
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