Meine erfundene Frau (2011)

OT: Just Go With It - 116 Minuten - Romantik / Komödie
Meine erfundene Frau (2011)
Kinostart: 25.02.2011
DVD-Start: 07.07.2011 - Blu-ray-Start: 07.07.2011
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Filmkritik zu Meine erfundene Frau

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Es gibt tatsächlich Regisseure, die es schaffen dem berühmt-berüchtigten Starkomiker Adam Sandler eine bemerkenswerte Leistung zu entlocken. Judd Apatow ist dies mit dem selbstreflexiven Wie das Leben so spielt gelungen und ganz besonders Meisterregisseur Paul Thomas Anderson konnte aus Sandler in Punch-Drunk Love eine fabelhafte Leistung herauskitzeln. Dennis Dugan hingegen, der mit Sandler unter anderem Kindsköpfe und Leg dich nicht mit Zohan an drehte, ist da schon weit weniger erfolgreich. Schlimmer noch: Meine erfundene Frau (Remake von Die Kaktusblüte - Oscar 1969 für Goldie Hawn!) ist ein absolutes Desaster, für das sich alle Beteiligten in Grund und Boden schämen sollten.

Danny Maccabee (Adam Sandler) muss an seinem Hochzeitstag erkennen, dass sein Leben ganz anders ist, als er dachte: Er hört mit an wie seine zukünftige Frau über ihn und sein Aussehen lästert, also bricht er die Hochzeit ab und rettet sich in eine Bar. Dort findet er heraus, dass der Ehering an seinem Finger ein hervorragendes Mittel ist um mit Frauen ins Gespräch zu kommen. Jahre später bleibt der, mittlerweile erfolgreich als Schönheitschirurg arbeitende, Danny seiner Masche immer noch treu. Doch der Schuss geht nach hinten los, als er nach einer Nacht mit seiner absoluten Traumfrau Palmer (Brooklyn Decker) in Erklärungsnot gerät: Also erfindet er kurzerhand eine Geschichte rund um seine schreckliche Frau und heuert seine Assistentin Katherine (Jennifer Aniston) an um diese Rolle zu spielen - mit unerwarteten Folgen...

Die Filme von Adam Sandler unterliegen einer gewaltigen Schwankungsbreite. Von den oben bereits erwähnten Filmen abgesehen findet sich viel mittelmäßiges und ganz viel furchtbares im Oeuvre des beliebten Comedian. Meine erfundene Frau ist nun wieder ein Fall, der ganz unten auf der Qualitätsskala anzufinden ist. Abgesehen von den absolut treuen Anhänger des Darstellers wird nämlich kaum jemand Freude an der langweiligen bis nervigen Story, den ausgelutschten Gags und den furchtbaren Nebenfiguren haben.

Zumindest den Hauptrollen kann man nichts direkt vorwerfen. Adam Sandler spult seine gewohnte Nummer ab und Jennifer Aniston ist ein wahrer Segen, spielt sie doch die einzige Figur in diesem Film, die halbwegs normal geraten ist. In Folge kann man als Zuseher auch richtig durchatmen, wenn die beiden Hauptfiguren alleine auf der Leinwand sind. Nicht weil diese Szenen so toll wären, aber im Kontrast zu den restlichen desaströsen Nebenfiguren ist es eine wahre Freude wenn man einfach nur zwei ertragbare Charaktere beobachten darf.

Das große Problem an der Sache: Leider kommen diese Momente nur sehr selten vor. Und dann treffen einen die Unzulänglichkeiten des Films mit voller Breitseite. Die beiden Kinderdarsteller gehören zu den nervigsten der jüngeren Vergangenheit, Brooklyn Decker wurde nur auf Grund der Schauwerte gecastet, Nick Swardson gibt einen katastrophalen Sidekick mit fürchterlich nervigem Akzent und schlussendlich folgt da noch ein Kurzauftritt von Nicole Kidman, bei dem beim besten Willen nicht zu verstehen ist, warum sich die Oscar-Preisträgerin für solch einen geballten Schwachsinn hergegeben hat.

Auch ansonsten hat Meine erfundene Frau kaum etwas zu bieten. Die Story ist so vorhersehbar, dass auch der blindeste Zuseher spätestens nach 15 Minuten gemerkt hat, dass eigentlich die Figur von Jennifer Aniston das wahre Love Interest ist und es nur eine Frage der Zeit ist, bis auch Adam Sandler dies merkt. Die Gags oszillieren zwischen belanglos und nervig und abgesehen von wenigen Sequenzen in denen es der Film schafft für durchgehende Zeit den Nervigkeitspegel zu senken und zumindest etwas Kurzweiligkeit aufkommen zu lassen, ist Meine erfundene Frau schlicht ein dilletantischer Film, den man sich getrost sparen kann.

Fazit:

Epic Fail könnte man sagen. In Meine erfundene Frau stimmt so gut wie gar nichts. Zwar geben sich Jennifer Aniston und Adam Sandler durchaus solide, aber durch den erdrückenden Dilletantismus der Nebenfiguren wird jeder positive Funke sofort erloschen. Die Nebenfiguren sind nervig, die Story vorhersehbar, unplausibel und langweilig und die Gags variieren zwischen belanglos und nervig. Kurz: Meine erfundene Frau ist ein auf ganzer Linie gescheiterter Film.

Wertung:
2/10 Punkte

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Liste von suheyla
Erstellt: 21.12.2013