![]() ![]() 127 Hours OT: 127 Hours Regie: Danny Boyle Drehbuch: Danny Boyle, Simon Beaufoy Filmstart: 18.02.2011 | Laufzeit: | Abenteuer-Drama-Thriller |
Aron Ralston (James Franco) ist ein begeisterteter Outdoor-Junkie. Dabei bricht er gerne einmal alleine auf, ohne jemanden zu informieren wohin er sich denn begibt. Ein Umstand der ihm im Jahr 2003 zum Verhängnis wird: Denn nach einer Radtour und einem kurzen Flirt mit zwei Mädels kommt es zu einem folgenreichen Zwischenfall. Aron rutscht in einer Felsspalte ab und klemmt sich den rechten Arm unter einem Felsen ein. Mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln versucht er sich zu befreien. Doch nach 127 Stunden und ohne Hilfe in Sicht fasst er einen schwierigen Entschluss: Er amputiert sich seinen Arm...
Boyle spielt bei der Verfilmung dieser Geschichte seine ganzen Trümpfe aus. Zu Beginn setzt er auf einen atemberaubenden Bilderrausch, der sich immer weiter in schnelle Schnitte und effektvolle Split-Screens steigert. Die Bewegungsfreude des Sport- und Naturjunkies Ralston wird somit direkt aufs Publikum übertragen. Wenn dann der Absturz in die Spalte folgt, ist das erstmal ein gewaltiger Schock, der auch für die Zuseher fast körperlich spürbar ist. Um Überraschungen geht es dabei nicht (es macht also nichts wenn man bereits weiß wie der Film ausgeht), denn seine wahren Stärken bezieht 127 Hours ohnehin aus seiner Bindung an die Hauptfigur und seine transzendalen Erfahrungen - oder einfach um das pure Erleben, am besten auf einer großen Leinwand.
Ermöglicht wird dies unter anderem von einer Ausnahmeleistung von Hauptdarsteller James Franco, der den Film solide trägt und eine atemberaubende Galavorstellung liefert. Vom einzelgängerischen Outdoorfan über den sympathischen Zeitgenossen, bis hin zum nervlichen Wrack spielt er seine Figur in allen Facetten und mit einer einprägsamen Leinwandpräsenz. Unter der weitsichtigten und stets prägnanten Regie von Danny Boyle fügen sich alle Einzelaspekte des Films zu einem äußerst befriedigenden Gesamtwerk zusammen, dass es auf kurzweilige Weise schafft eine wahnsinnige wahre Geschichte in einen vielschichtigen und fiebrigen Film zu transformieren.
Fazit:
127 Hours ist ein fesselnder und unterhaltsamer Film in dem Regisseur Danny Boyle erneut seine brillanten handwerklichen Fähigkeiten zeigt. Der britische Regisseur zieht alle Register um das Bestmögliche aus der lokal eingegrenzten wahren Begebenheit zu holen und alles aus seinem großartigen Hauptdarsteller James Franco zu holen. 127 Hours ist ein intensiver und fantastisch inszenierter Film, den man sich nicht entgehen lassen sollte.
Wertung:
8/10 Punkte

| Die Daten werden uns zur Verfügung gestellt von Flimmit.com |





















