The Green Hornet (2011)

OT: The Green Hornet - xx Minuten - Action / Komödie
The Green Hornet (2011)
Kinostart: 14.01.2011
DVD-Start: 03.06.2011 - Blu-ray-Start: 28.06.2011
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Filmkritik zu The Green Hornet

Von am
Schon wieder eine Comicverfilmung. Und schon wieder eine, die glaubt anders zu sein, als alle die man bisher gesehen hat. Zugegeben manch ein Kollege lachte sich während der Pressevorführung krumm und meinte schon lange nichts mehr derart amüsantes gesehen zu haben. Aber manch andere schüttelten nur den Kopf in Verzweiflung darüber, schon wieder etwas derart sinnfreies und zeitverschwenderisches zu Gesicht zu bekommen. Zu welcher Gattung man als Zuschauer nun letztlich gehört kann man wohl nur mit Hilfe eines Selbstexperiments herausfinden und sich ins Kino begeben.

 

Britt Reid (Seth Rogan) beschließt nach dem Tod seines Vaters (Tom Wilkinson) und mit tatkräftiger Unterstützung seines Chauffeurs Kato (Jay Chou) Superheld zu werden. Und zwar mit dem Twist, dass er die Unterwelt an sich reißen will, indem er den Oberschurken aus dem Geschäft drängt. Dass das aber nicht planmäßig verläuft müsste man wohl eigentlich kaum noch erwähnen. Abgesehen von diesem kleinen Ausbruch aus dem sonst gängigen Superheldenschema bedient sich The Green Hornet dem üblichen Format der Comicverfilmungen, mit Wendungen und einer Handlung die man aus der Vielfalt an produzierten Superheldenfilmen kaum noch unterscheiden kann.

 

Aber darauf baut der Film zum Glück ohnehin nicht auf. Viel wichtiger ist die Beziehung zwischen Britt Reid und Kato, die Mittelpunkt zahlreicher Gags ist, die manchmal auch tatsächlich lustig sind. Was nicht zuletzt dem komödiantischen Talent der beiden Darsteller zu verdanken ist. Dabei merkt man auch, dass The Green Hornet, trotz Unmenge an Action (vor allem gegen Ende), in erster Linie eine Komödie ist. Auch wenn die Actionszenen kräftig vertreten sind, so sind sie meistens sehr einfallslos gestaltet und wissen nicht gerade zu überzeugen.

 

Was man leider auch vom Bösewicht des Films Chudnofsky (Christoph Waltz) sagen muss. Er hat zwar so seine gelungenen Momente, vor allem in humorvoller Hinsicht, ist aber abgesehen davon kein gelungener Gegner, was vielleicht auch mit seiner geringen Leinwandpräsenz zu tun hat. Im Grunde könnte man ihn durchaus als eine humorvolle Version von Waltz Oscarrolle des Hans Landa aus Inglourious Basterds bezeichnen, der nur leider in Händen eines nicht so begabten Regisseurs wie Tarantino nicht 100%ig zur Geltung kommt. Schade, denn dabei zeigt er hier, dass er sogar komödiantische Rollen spielen könnte.

 

Am schwierigsten gestaltet sich der Beginn des Films. Zwar aufgeheitert mit ein paar netten Einfällen, erkennt man aber dennoch schnell, dass es sich um eine langweilige, simple Exposition handelt, die man aber dank seiner bisherigen Filmerfahrung (und Comicverfilmungen) eigentlich nicht mehr nötig hätte. Deshalb erscheint der Anfang länger als notwendig und man hat das Gefühl sich zu lange gedulden zu müssen, bis der Film endlich in die Gänge kommt. Aber sobald diese Hürde überwunden ist, findet man sich in einem rasanten, witzigen Actionfilm wieder, der vor allem durch seine beiden Hauptdarsteller gefällt. Alles andere, Figuren, Handlung oder gar Tiefgründigkeit kann man getrost über Bord werfen und vergessen. Danach sucht man in The Green Hornet vergeblich.

 

Der Film macht Spaß, ist witzig, unterhaltsam und bietet Action (wenngleich sich der Filmemacher dabei kein Bein ausgerissen hat), mehr braucht es heutzutage scheinbar nicht um einen erfolgreichen Film zu machen. Alles andere wird vergessen oder vernachlässigt. Trotzdem muss sich The Green Hornet mit anderen Filmen seiner Gattung messen. Dabei zeigt sich schnell, dass der Film nichts Besonderes ist, vor allem da man mittlerweile schon viel bessere Comicverfilmungen gewöhnt ist. Mit den gegenwärtigen Standards des Genres kann der Film leider nicht mithalten, aber er bietet zumindest eine unterhaltsame Zeit.

 

Fazit:
The Green Hornet ist eine humorvolle, nicht ernst zunehmende Comicverfilmung, die zwar mit der Konkurrenz nur schwer mithalten kann, weil sie nichts Neues zu bieten hat, aber zumindest unterhaltsam ist. Leider hat der Film schon so manch langatmigen Moment, der aber durch zwei gut aufgelegte Hauptdarsteller wieder ausgeglichen wird. Ein spaßiger Kinobesuch von dem man sich nicht zu viel erwarten darf, der aber dennoch seinen Unterhaltungswert hat.

Wertung:
6/10 Punkte

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Ø Wertung: 6.5/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 18
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Liste von Missdavies
Erstellt: 18.10.2015