Meine Frau, unsere Kinder und Ich (2010)

OT: Little Fockers - 98 Minuten - Komödie
Meine Frau, unsere Kinder und Ich (2010)
Kinostart: 23.12.2010
DVD-Start: 05.05.2011 - Blu-ray-Start: 05.05.2011
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Filmkritik zu Meine Frau, unsere Kinder und Ich

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Nun ist es doch noch gelungen Meine Frau, unsere Kinder und Ich rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft in die Kinos zu bringen. Der dritte Teil der beliebten Comedy-Reihe stand dabei zu Beginn aber unter keinem besonders guten Stern. Regisseur Jay Roach wurde durch Paul Weitz ersetzt, Ben Stillers Filmvater Dustin Hoffman wollte auch nicht mehr mitmachen und schlussendlich wurden noch einige Nachdrehs angesetzt die doch noch die beliebten, schrägen Eltern von Gaylord Focker zurück in die Story schusterten. Doch das Einzige das zählt ist das Ergebnis. Und obwohl Meine Frau, unsere Kinder und Ich sicher nicht an die Klasse der ersten beiden Teile anschließen kann, sorgt der Film dennoch für kurzweilige Unterhaltung.

Nach großen Anfangsschwierigkeiten hat es Gaylord Focker (Ben Stiller) doch noch geschafft in die Familie des strengen Patriarchen Jack Byrnes (Robert De Niro) aufgenommen zu werden. Mittlerweile hat sich im Leben von Gaylord einiges getan: Er ist Abteilungsleiter der Pflegeabteilung des Krankenhauses und hat mit seiner Frau Pam (Teri Polo) Zwillinge bekommen. Doch es bahnt sich noch mehr an: Da Jack an Herzproblemen leidet sucht er einen potentiellen Nachfolger, der das Familienoberhaupt wird, falls er sterben sollte. Und die Wahl fällt auf Gaylord, der nun versucht alles perfekt erscheinen zu lassen beim nächsten Besuch der Byrnes. Doch gerade in diesem Moment hat die hübsche Pharmavertreterin Andi Garcia (Jessica Alba) ein Auge auf ihn geworfen...

Es ist schon schade, dass Regisseur Jay Roach nicht erneut zur Verfügung stand. Denn ganz besonders zu Beginn fällt auf, dass Paul Weitz doch einige Probleme mit dem Stoff hat. Die Gags zünden nicht ganz so oft wie bei den Vorgängern und auch die Geschichte wirkt etwas unrund. Doch nach einer gewissen Zeit läuft die Story an und es ist schön ein Wiedersehen mit den bekannten und beliebten Figuren zu feiern. Natürlich fällt auf, dass z.B. die Eltern von Gaylord nur nachträglich in den Film geschustert wurden, aber es wäre hier noch schlechter gewesen, wenn man sie ganz gestrichen hätte.

Der Titel selbst erweist sich auch als etwas irreführend. Zwar haben die Fockers nun Kinder, aber diese sind weder wirklich sympathisch (sie bremsen den Film eher), noch nehmen sie eine besonders große Rolle im Film ein (was man zumindest als Schadensbegrenzung auslegen kann). Es lässt sich aber auch nicht verbergen, dass der Storyaufhänger diesesmal wesentlich weniger organisch wirkt, als noch bei den anderen Teilen. Das Treffen mit Eltern und Schwiegereltern und die Probleme die daraus resultieren wirkt eben wesentlich natürlicher als diese überkonstruierte Story rund um das neue Familienoberhaupt.

So ist es auch leider so, dass die Geschichte eher holprig voranschreitet, während sich bei den Vorgängern der Spaß einfach ergeben hat. Doch es ist dennoch sehr unterhaltsam ein Wiedersehen mit den Figuen zu feiern (auch wenn diesesmal eben nicht alles optimal arrangiert wird) und Gaylord von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen irren zu sehen. Paul Weitz hat auch seine Hausaufgaben gemacht und hat gut verstanden was man mit den einzelnen Charakteren anstellen kann, bzw. wie man diese inszenieren muss um ihre Stärken zum Vorschein zu bringen.

Robert De Niro und Ben Stiller stehen wie immer im Zentrum mit ihrem ewigen Katz- und Mausspiel, ihre jeweiligen Frauen liefern hauptsächlich nur Aufhänger für einzelne Storyfäden, bleiben aber ansonsten eher im Hintergrund, Owen Wilson darf gewohnt seine schrägen Auftritte absolvieren und Dustin Hoffman und Barbara Streisand bringen ohne wirklich viel dafür tun zu müssen viel Charisma mit in den Film. Wie bereits erwähnt sind die einzelnen Storyfäden und Figuren vielleicht etwas unrund ineinander verknüpft, aber alleine für das Wiedersehen mit den Fockers war es das eigentlicht wert.

Denn das Wichtigste ist, dass viele Witze immer noch zünden und genügend Lacher vorhanden sind. Auch Meine Frau, unsere Kinder und Ich ist angenehmes Unterhaltungskino, das sich für einen weihnachtlichen Kinobesuch anbietet. Innerhalb den durch die Vorgänger abgesteckten Grenzen sorgt der Film für kurzweilige Unterhaltung, und macht eigentlich nach kurzen Anlaufschwierigkeiten durchgehend Spaß. Man merkt aber eben doch, dass der Film schwächer als seine Vorgänger ist. Vor allem da eigentlich keine der Neuerungen funktionieren: Die Kinder sind eher nervig, Harvey Keitel und Laura Dern in winzigen Nebenrollen sind völlig verschenkt und die neue Ausgangslage ist auch weniger gelungen als bei den ersten beiden Teilen. Trotzdem: Alleine die Überbleibsel aus den Vorgängern sorgen für einen unterhaltsamen Film und zumindest Jessica Alba schafft es als einziger Neuzugang wirklich zu überzeugen.

Fazit:
Meine Frau, unsere Kinder und Ich ist zwar nicht so gut wie seine Vorgänger, aber immer noch besser als man nach der eher turbulenten Entstehungsgeschichte (inklusive neuem Regisseur) befürchten konnte. Zwar funktionieren die Neuerungen nicht besonders gut und manches im Film wirkt sehr unrund, aber alleine das Wiedersehen mit den liebgewonnen Figuren und der hohe Spaßfaktor sorgen dafür, dass auch der dritte Teil der Reihe noch über einen hohen Unterhaltungswert verfügt. Wer einen kurzweiligen Film für die Weihnachtszeit sucht und die ersten Teile mochte, wird auch hier seinen Spaß haben.

Wertung:
7/10 Punkte

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