Die Chroniken von Narnia 3: Die Reise auf der Morgenröte (2010)

OT: The Chronicles of Narnia: The Voyage of the Dawn Treader - 115 Minuten - Abenteuer / Fantasy
Die Chroniken von Narnia 3: Die Reise auf der Morgenröte (2010)
Kinostart: 17.12.2010
DVD-Start: 20.05.2011 - Blu-ray-Start: 02.05.2011
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Filmkritik zu Die Chroniken von Narnia 3: Die Reise auf der Morgenröte

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Im Vorfeld der Produktion des dritten Narnia Films, basierend auf den Büchern von C.S. Lewis, stürmte es hinter den Kulissen gewaltig. Denn Disney dürfte mit den ersten Teilen unzufrieden gewesen sein, weswegen man das Budget nach unten drücken wollte. Walden Media hingegen wollte dabei nicht mitmachen, sodass das Schicksal des Films ungewiss war. Schließlich ist 20th Century Fox für Disney eingesprungen. Dieser Umschwung sorgte auch für einen Wechsel der kreativen Leitung: Andrew Adamson wurde als Regisseur von Michael Apted abgelöst. Und dieser inszenierte mit Die Chroniken von Narnia: Die Reise auf der Morgenröte einen zwar seichten, aber dennoch kurzweiligen Weihnachtsfilm für die ganze Familie.

Lucy (Georgie Henley) und Edmund (Skandar Keynes) leben während des zweiten Weltkriegs bei ihrem Onkel in London. Ihre Geschwister Susan (Anna Popplewell) und Peter (William Moseley) sind in den USA. Währenddessen müssen sie sich mit ihrem nervtötender Cousin Eustace (Will Poulter) ärgern. Eines Tages landen Lucy, Edmund und Eustace plötzlich in Narnia und feiern ein Wiedersehn mit König Kaspian (Ben Barnes), der mit seinem Schiff, der Morgenröte, unterwegs ist. Während Lucy und Edmund froh sind zurück zu sein, ist Eustache von der Welt vor allem verwirrt. Doch nun stecken sie alle zusammen in einem neuen Abenteuer...

Bei den Kritikern hatten es die Narnia Filme immer schwer, und daran wird auch der dritte Teil nichts ändern. Aber man kann auch nicht bestreiten, dass der neue Regisseur zumindest etwas frischen Wind mitbringt. Die für die Reihe so typische Moralkeule wird erst recht spät ausgepackt und auch wenn die allzu kindgerechte Inszenierung und die teilweise hektische Abhandlung die Stimmung drückt, sollte die kurzweilige Inszenierung dennoch für solide Unterhaltung beim Zielpublikum sorgen.

Durch die Verlagerung des Schauplatzes auf ein Schiff, schwingt teilweise sogar ein Hauch Fluch der Karibik mit, vor allem gibt sich die Geschichte dadurch aber relativ abwechslungsreich. Natürlich ist der Inhalt dabei nur eine Variation der klassischen Heldenreise, aber besonders ein junges Publikum wird der Film durch sein simples Wesen und seine zielgruppenspezifische Herangehensweise dennoch gut unterhalten. Einen Innovationspreis wird der Film zwar nicht gewinnen, aber die bekannten Zutaten werden zumindest solide verarbeitet.

Natürlich muss Die Reise auf der Morgenröte aber, vor allem durch seine Ausrichtung auf ein junges Publikum, auch einige Abstriche in Kauf nehmen. So wirken die zahlreichen Schauplatzwechsel sehr hektisch und durch die vielen, teilweise nur kurz in Erscheinung tretenden, Figuren wirkt der Film vollgestopft. Es gibt keine Zeit um die Geschichte wirklich atmen zu lassen und um Atmosphären wirken zu lassen. Die Reise auf der Morgenröte wirkt deshalb auch sehr unruhig und unausgegoren. Denn besonders Fantasyfilme leben ja auch davon den Schauplatz gekonnt in Szene zu setzen und die Zuseher in einer fremden Welt versinken zu lassen. Und das gelingt hier leider nur bedingt.

Erneut wenig überzeugend sind leider auch die (menschlichen) Darsteller die ihren Figuren weniger epischen Nachhall, als eher unfrewillige Komik verpassen. Besonders die Figur des Eustace ist dabei eine Qual. Natürlich soll die Figur nervig sein, aber im ersten Drittel erfüllt sie die Aufgabe so gut, dass es schon den Unterhaltungswert des Films trübt. Dennoch kann der Film seine Schwächen großteils kaschieren. Wirklich toll ist zwar auch der dritte Narnia Film nicht, aber dank einer abwechslungsreichen Story sollten Familien die einen Weihnachtsfilm suchen dennoch gut unterhalten werden.

Fazit:
Die Reise auf der Morgenröte ist ein abwechslungsreicher und innerhalb seiner Grenzen auch unterhaltsamer Film. Zwar sorgen die eher mauen Darsteller, die etwas hektisch abgespulten Stationen und das eher simple Gemüt des Films immer noch für genügend Kritikpunkte, aber das Zielpublikum wird wohl dennoch zufrieden sein. Denn zumindest kurzweilig ist der Film auf jeden Fall.

Wertung:
6/10 Punkte

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Liste von fette_sau
Erstellt: 13.08.2013