Megamind (2010)

OT: Megamind - 96 Minuten - Animation / Komödie
Megamind (2010)
Kinostart: 03.12.2010
DVD-Start: 05.04.2011 - Blu-ray-Start: 05.04.2011
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Filmkritik zu Megamind

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Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die wahren kreativen Ideen aus Hollywood derzeit vor allem in den Animationsfilmen zu finden sind. Pixar macht vor wie große Gefühle und Charme im Kino funktionieren (Toy Story 3 ist schlicht einer der besten Filme des Jahres), aber auch die anderen Studios sorgen für vortreffliche Unterhaltung mit wunderbaren Szenarien die jung und alt verbinden. Von Drachenzähmen leicht gemacht über Für immer Shrek bis schließlich zu Megamind - das Jahr ist gespickt mit köstlichen Animationsfilmen die das Herz erfreuen.

Die Rivalität zwischen Megamind und Metro Man hat bereits in ihrer Kindheit begonnen. Beide wurden von ihren Eltern kurz vor der Zerstörung ihres Planeten gerettet und beide sind schließlich auf der Erde gleandet. Doch während Metro Man beliebt war, wurde Megamind zum Aussenseiter. So setzten beide ihre Superkräfte bald schon auf unterschiedliche Weise ein. Megamind nutzt seinen Verstand als Superschurke und Metro Man nutzt seine Kräfte um ihm Einhalt zu gebieten. Seit Jahren läuft das Spiel nun schon gleich ab: Der Verlierer heißt Megamind. Doch eines Tages entdeckt er zufällig die Schwäche von Metro Man, tötet ihn völlig unerwartet und stürzt sich selbst in eine Sinnkrise...

Nach Ich - Einfach unverbesserlich ist Megamind bereits der zweite Film des Jahres, der die klassischen Vorzeichen umkehrt und einen Bösewicht ins Zentrum der Erzählung rückt. Auf Grund der Tatsache, dass Megamind nicht nur einen Superschurken, sondern auch einen Superhelden im Ring hat, kann man auch schön mit den klassischen Klischees spielen (in Ich - Einfach unverbesserlich fehlte leider ein solches Gegengewicht) und damit natürlich auch viel Humor mitbringen der auf köstliche Weise mit den Genrearchetypen spielt.

Das Hauptziel der Parodie ist auch schnell ausgemacht: Niemand geringeres als der klassische Superheld schlechthin, Superman, liefert die Vorlage für zahlreiche Gags des Films. Das beginnt bei der generellen Ausrichtung des großen Helden Metro Man und geht bis zur weiblichen Hauptfigur, die verdächtig an Louis Lane erinnert. Auch Seitenhiebe, wie z.B. eine kleine Hommage an Marlon Brando zielen klar auf Superman ab. Aber auch abseits dieses großen Themas finden sich viele kleine Anspielungen und Querverweise die zum Schmunzeln anregen.

Auch die generelle Story erweist sich als sehr unterhaltsam. Es hat schon seinen Reiz einmal eine klassische Superheldengeschichte aus der Sicht des Bösewichts zu erleben und den eigentlichen Helden als Bedrohung wahrzunehmen. Auch die Sinneskrise von Megamind nachdem er alle seine Ziele erreicht hat, nun aber gar nicht weiß was er ohne neue Herausforderung machen soll, ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch eine gelungene Reflexion des Genres. Lediglich das letzte Drittel wenn der Film genau denen Klischees verfällt, die er zuvor so geschickt unterwandert hat, fällt etwas ab.

Im englischen Original kommt man weiters in den Genuss des fabelhaften voice-actings von Will Ferrell, Brad Pitt und Jonah Hill, die den Figuren gekonnt ihren Stempel aufdrücken. Megamind ist zwar schlussendlich kein perfekter Animationsfilm und auch keines der Genrehighlights des Jahres, aber dank der fabelhaften Ausgangslage, einigen wirklich kreativen Einfällen (man beachte nur Megaminds treuen Fischbegleiter mit Roboterkörper) und einem sehe kurzweiligen Filmfluss ist Megamind ein sehr sehenswerter Film geworden, der viel Spaß macht.

Fazit:
Megamind ist eine sehr gelungene Superheldenpersiflage, die den Spieß umkehrt und den Bösewicht in den Mittelpunkt rückt. Der Unterhaltungswert ist hoch, die Actionszenen gelungen und speziell zu Beginn funktioniert alles herausragend. Etwas schade ist jedoch, dass das letzte Drittel arg konventionell geworden ist. Am durchgehend recht hohen Spaßfaktor ändert aber auch das nichts.

Wertung:
7/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 7/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 15
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