![]() ![]() I'm Still Here OT: I'm Still Here Regie: Casey Affleck Drehbuch: Casey Affleck, Joaquin Phoenix Filmstart: 11.11.2011 | Laufzeit: xx Minuten | Dokumentation-Komödie-Drama |
Alles beginnt mit dem großen Kollaps von Joaquin Phoenix. Er hat es satt immer nur in die Haut von fremden Charakteren zu schlüpfen. Stattdessen will er einmal nur er selbst sein. Also kündigt er seinen Rückzug aus der Schauspielerei an und will sich seiner Musikkarriere widmen. Doch während er sich in seinen Texten als Hip Hopper zu verwirklichen versucht nimmt ihn keiner ernst. Die Medien sprechen von einem Hoax, sein Wunschproduzent P. Diddy hat nie Zeit für ihn und es gibt Probleme mit seinem Assisstenten. So wird aus der Dokumentation, die Casey Affleck über den Aufstieg seines Schwagers in der Musikindustrie drehen wollte, bald eine Dokumentation über den Verfall eines Stars...
Dabei ist man dem Ansatz der Verschwiegenheit bis zuletzt treu geblieben. Während den Dreharbeiten kamen zwar bereits erste Gerüchte auf, dass alles möglicherweise nur ein Hoax sei, aber so richtig wusste niemand was Sache ist. Selbst nach der Weltpremiere in Venedig herrschte Verunsicherung. Diese lange Phase der Unsicherheit hat nun dazu geführt, dass selbst nachdem Regisseur Casey Affleck bestätigt hat, dass alles nur Show war manche Leute behaupten, dass es sich dabei nur um Schadensbegrenzung handelt.
Tragik und Komik sind im Film jedenfalls nicht weit voneinander entfernt. Das Konzept bewirkt jedoch, dass sich kleine Längen und Redundanzen eingeschlichen haben. Auch geht man an manchen Stellen unsinnigerweise zuweit, was besonders für die "I shit in your face" Szene gibt, die man sich hätte sparen können. Somit ist das Projekt I'm Still Here von der Idee bis hin zur Konsequenz der Durchführung wohl interessanter als der Film der schlussendlich daraus entstanden ist. Aber alleine die unglaublich aufopfernde, masochistische Darbietung von Joaquin Phoenix macht den Film schon sehenswert.
Fazit:
I'm Still Here ist nicht weniger als das vermutlich mutigste Projekt, das ein A-Schauspieler aus Hollywood seit langem durchgezogen hat. Joaquin Phoenix brilliert in einer atemberaubenden und masochistischen Darbietung die es schafft die Grenzen von Fakt und Fiktion zu zertrümmern. Das Projekt das dahinter steht ist zwar wahrscheinlich interessanter als der Film der schlussendlich herausgekommen ist, da sich Redundanzen und Längen eingeschlichen haben, aber alleine die Leistung von Joaquin Phoenix macht den Film schon sehenswert.
Wertung:
7/10 Punkte
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