Road to Nowhere (2010)

OT: Road to Nowhere - 121 Minuten - Mystery / Romantik / Thriller
Road to Nowhere (2010)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Road to Nowhere

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Mitchell Haven (Tygh Runyan) ist Regisseur und entdeckt im Blog von Nathalie Post (Dominique Swain) eine Geschichte, die er zum Thema seines nächsten Films machen will. Er will die perfekte weibliche Hauptdarstellerin finden und durch Zufall stößt er über die wunderschöne, unbekannte Schauspielerin Laurel Graham (Shannyn Sossamon). Mitchell ist begeistert und engagiert sie für seinen Film. Doch bei den Dreharbeiten häufen sich die Mysterien. Der Berater Bruno (Waylon Payne) scheint Laurel zu kennen, doch was hat es damit auf sich?

 

Road to Nowhere ist das Regie-Comeback von Kult-Independetfilmer Monte Hellman, der unter anderem einer der großen Entdecker und Förder von Quentin Tarantino war (Tarantino revanchierte sich in Venedig 2010, wo Road to Nowhere gezeigt wurde, mit einem Spezialpreis) und als einer der großen Kultfilmer des US-Independetkinos der 70er Jahre gilt (unter anderem bekannt für Two-Lane Blacktop). Der Film erweist sich dabei als überraschend verschachtelt, mysteriös und erinnert an einen anderen großen Filmemacher: David Lynch.

 

Damit beginnt aber auch das große Problem des Films. Denn Monte Hellman konzentriert sich starkt auf eine verschachtelte „Film-im-Film“ Handlung und erinnert dabei stark an den deutlich besseren Inland Empire. Ein Problem ist, dass es Hellman bei weitem nicht so gut versteht die Filmhandlung mit der Realität zu verschmelzen. So lässt sich meistens auch eindeutig erkennen auf welcher Ebene der Film spielt, was etwas schade ist. Nur ab und an gelingt es Hellman die Erwartungshaltung wirklich zu unterlaufen und zu überraschen.

 

Auch die Mysterien und Metabezüge des Films erinnern eher an eine Lightversion eines David Lynch Films. Vor allem da man oft das Gefühl hat, dass die Verständnisprobleme nicht an einer komplexen Handlung liegen, sondern im Unvermögen diese Handlung zu erzählen. So verliert man leider auch bald die Lust die Geschichte tiefgreifend zu Hinterfragen und für viele wird einfach nur Langeweile entstehen. Aber die besondere Stimmung des Films rettet ihn hier dennoch. Denn atmosphärisch scheint Road to Nowhere von einem Schleier überzogen zu sein, den man gerne mit Neugier lüften würde.

 

Etwas schade ist jedoch, dass der Film digital gedreht wurde und nicht auf 35mm Film. Inland Empire konnte aus dem digitalen Look Verzerrungen und einen Mehrwert erzeugen. Bei Road to Nowhere vermisst man jedoch die optischen Qualitäten von Filmmaterial. Doch das ist kein Beinbruch, viel schlimmer ist jedoch, dass die meisten Zuseher wohl gar keine Lust haben werden den Mysterien des Films auf den Grund zu gehen. Teilweise schafft es Road to Nowhere aber dennoch zum Erlebnis zu werden. Wer sich darauf einlassen kann, der bekommt einen interessanten, ungeschliffenen Film geboten.

 

Fazit:

Road to Nowhere ist das Regie-Comeback von Kultfilmer Monte Hellman, fährt aber allzu sehr im Fahrtwasser von David Lynch. Dies ist schade, da es dem Film nicht durchgehend gelingt die „Film-im-Film“ Handlung spannend mit der Realitätsebene des Films zu verschränken. Über atmosphärische Qualitäten verfügt der Film aber dennoch und wer sich darauf einlassen kann, der  wird auch zufriedenstellend durch den Film getragen. Wer Probleme damit hat, der wird sich wohl nur langweilen. Eines ist aber sicher: Road to Nowhere ist bei weitem nicht so einladend die darunterliegenden Mysterien zu ergründen wie die Filme des großen Vorbilds Lynch.

 

Wertung:

6/10 Punkte

Filmering.at
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